Studie: Wie setzt man sich gegenwärtig mit Nationalsozialismus in Schule & Gesellschaft auseinander?

2017 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 72. Mal. Wir stehen damit in einer Zeit, in der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Nationalsozialismus langsam verschwinden. Ein interdisziplinäres Projekt widmete sich in den letzten Jahren insbesondere der Generation jener junger Menschen, die als letzte mit diesen unmittelbaren ZeugInnen in Austausch treten. Im Zentrum des Projekts stand die Frage, wie Erinnerungen an den Nationalsozialismus an Jugendliche weitergegeben werden und wie junge Menschen den öffentlichen und privaten Erinnerungsdiskurs mitgestalten. Die Ergebnisse werden nun in Buchform präsentiert.

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Neues europäisches Trainingsnetzwerk erforscht Fernwirkungen in der globalen Landnutzung

Die weltweiten Muster der Landnutzungsintensität hängen ganz maßgeblich von den globalen Handelsströmen ab. In vielen Produkten stecken Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft. Durch die weltweiten Handelsverflechtungen entstehen „Fernwirkungen“, über die entfernte Orte verbunden sind. Angesichts des exponentiell wachsenden Handels stellen diese Fernwirkungen eine zunehmend wichtigere Herausforderung für die nachhaltige Gestaltung der Landnutzung dar. Das Marie Skłodowska-Curie-Programm der Europäischen Union wird ab 2018 ein Trainingsnetzwerk fördern, in dem 15 DoktorandInnen verschiedene Fragen im Zusammenhang mit Fernwirkungen untersuchen werden. Ein Doktorand oder eine Doktorandin wird am Institut für Soziale Ökologie zu Indikatoren arbeiten, die Effekte der Verbindungen zwischen Landnutzungssystemen erforschen.

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Neue Studie belegt: Bio kann einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten

Eine weltweite Umstellung auf biologischen Landbau kann zu einem nachhaltigen Ernährungssystem beitragen, wenn sie mit weiteren Maßnahmen kombiniert wird, nämlich mit Reduktion der tierischen Produkte in der menschlichen Ernährung um ein Drittel, weniger Kraftfutter und weniger Nahrungsmittelabfälle. Ein solches Ernährungssystem hat äußerst positive Auswirkungen auf wichtige Umweltaspekte wie Überdüngung und Pestizidverbrauch – und führt trotz biologischer Bewirtschaftung nicht zu einem höheren Landverbrauch. Dies belegt eine neue Studie, an der das Wiener Institut für Soziale Ökologie mitgewirkt hat und deren Ergebnisse nun in „Nature Communications“ veröffentlicht wurden.

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Optimierung: Exzellenzprogramm für Mathematik in Klagenfurt

Das Institut für Mathematik der Alpen-Adria-Universität ist Teil eines European Training Network, gefördert vom Marie Skłodowska-Curie-Programm in EU-H2020. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Angewandten Mathematik, insbesondere in der gemischt-ganzzahligen nichtlinearen Optimierung, auszubilden. 

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Bio-Brot, Wein aus der Region und Solaranlagen auf den Dächern: Wie wird CSR-Kommunikation in der Hotelbranche wahrgenommen?

Eine aktuelle Studie befasst sich damit, wie CSR-zertifizierte Hotels ihre Corporate Social Responsibility über ihre Websites kommunizieren, wie ihre Gäste in Online-Bewertungen darauf reagieren und wie wiederum die Hotels darauf antworten. Die StudienautorInnen konzentrieren sich in ihren Untersuchungen auf kleinere Hotels. Die Ergebnisse wurden kürzlich im International Journal of Hospitality Management publiziert.

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Wer mit Karte zahlt, erinnert sich schlechter an den Betrag

Wie transparent das Geldausgeben ist, unterscheidet sich danach, mit welchem Mittel man bezahlt: bar, mit EC- oder Kreditkarte oder mit multifunktionellen Karten, die mitunter auch Bonusprogramme, Identifizierung des Nutzers oder andere Informationsfunktionen anbieten. Eine Studie hat nun gezeigt, dass die Erinnerungsgenauigkeit an den Akt des Bezahlens sowohl bei EC-/Kreditkarten als auch bei Multifunktionskarten niedriger ist als bei Barzahlungen.

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„La dolce vita“ & „No Sex Please: We’re British“: Tagung zum erotischen Film in Italien und England

Zur Geschichte des erotischen Films gibt es, wie Angela Fabris und Jörg Helbig feststellen, gravierende Forschungslücken. Eine fundierte oder gar umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung hat bisher nicht stattgefunden. Das Forschungsteam fokussiert nun auf den italienischen und britischen erotischen Film und lädt dazu vom 9. bis 11. November 2017 zu einer internationalen Tagung an die Alpen-Adria-Universität.

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Monetik statt Ethik im Gesundheitssystem?

Arleta Franczukowska hat sich in ihrer Dissertation mit Korruption im österreichischen Gesundheitssystem beschäftigt. Das Ergebnis in Form einer Analyse der Erscheinungsformen, Ursachen und Auswirkungen von Korruption und dem daraus abgeleiteten zukünftigen Handlungs- und Forschungsbedarf liegt nun vor. Für das Doktorandenportrait hat Arleta Franczukowska ausgeführt, was getan werden kann, um der Korruption im Gesundheitssystem zukünftig entgegen zu wirken.

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Neues Projekt unterstützt Innovation für Wälder

Fast 40 Prozent der europäischen Landfläche wird von Wäldern bedeckt. Wälder übernehmen in unserem Ökosystem wichtige Aufgaben; sie sind aber in erheblichem Ausmaß von natürlichen und menschengemachten Bedrohungen betroffen. Das EU-H2020-Projekt InnoForESt möchte Innovationen für die europäischen Wälder fördern, damit diese nachhaltig zu einem guten Leben der Menschen, die in ihnen und um sie herum leben, beitragen können.

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Die menschelnde Wirtschaft

Vor wenigen Tagen wurde mit Richard H. Thaler (University of Chicago) einer der Begründer der Verhaltensökonomie als nächster Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften verkündet. Seiner Argumentation zufolge agiert der (in der Wirtschaft handelnde) Mensch nicht immer als homo oeconomicus, also nicht immer rational. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Alexandra Rausch, der Kognitionspsychologe Bartosz Gula und die Sozialpsychologin Janet Kleber sprechen im Interview darüber, welche Anomalien und Irrationalitäten die Forschung kennt und wie man diesen möglicherweise entgegenwirken kann.

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