Wissen, Herrschaft und epistemische Gewalt in der kolonialen Moderne

Vortrag von Claudia Brunner im Rahmen der Online-Ringvorlesung „Die Verantwortung der Hochschule. Rüstungsforschung und Perspektiven für eine Zukunft ohne Krieg“ an der Universität Wien

Mittwoch, 11.11.2020, 18:30-20:00 Uhr

TEILNAHME: https://eu.bbcollab.com/guest/aed9a63053a3493fab04f856d88261a9

 

Der Dimension des Wissens wird in den meisten Gewaltdebatten nur wenig Bedeutung beigemessen, gilt sie doch als Gegenteil von oder als Gegenmittel zu Gewalt. Mit dem Begriff der epistemischen Gewalt rückt Claudia Brunner den konstitutiven Zusammenhang von Wissen, Herrschaft und Gewalt in der kolonialen Moderne, unserer Gegenwart, in den Fokus. Denn Gewalt ist nicht nur Ereignis, sondern immer auch Prozess und Verhältnis. Vor diesem Hintergrund gewinnt antimilitaristisches Denken und Handeln ebenso an Komplexität wie auch der Einsatz für Gewaltfreiheit.

WEITERE INFOS: www.epistemicviolence.info

27.10.2020: Johan Galtung Der Vor- und Querdenker der Friedensforschung wird 90

Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution (ASPR) lädt ein zu

IPT Online Vortrag mit Dr. habil. Sabine Jaberg

27. Oktober 2020, 15.00-17.00 Uhr 

Johan Galtung 

Der Vor- und Querdenker der Friedensforschung wird 90

Johan Galtung gehört zu den Gründungsvätern der Friedensforschung. Mit seinem weiten Verständnis von Frieden und Gewalt hat er wesentlich zum akademischen Durchbruch der Friedensforschung beigetragen. Bis heute bilden seine Theorien, Begriffe und Praxeologien einen wichtigen Referenzpunkt der friedenswissenschaftlichen Debatte. Noch immer fordern sie auch zur Kritik heraus.

Am 24. Oktober feiert Johan Galtung seinen neunzigsten Geburtstag. Zur Würdigung des Jubilars veranstalten wir am 27. Oktober 2020 von 15.00-17.00 Uhr einen Vortrag via Zoom, in welchem einige seiner wissenschaftlichen Innovationen in Erinnerung gerufen und einzelne Kritikpunkte überprüft werden. Der Vortrag lädt zur Diskussion über die Relevanz des Galtung’schen Gedankenguts für die aktuelle und künftige Friedensforschung ein.

Vortragende: Dr. habil. Sabine Jaberg arbeitet als Dozentin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedensforschung an der Fakultät Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Sie ist Mitherausgeberin der Vierteljahresschrift „Sicherheit und Frieden“ (S+F).

Moderation: Gudrun Kramer, Direktorin des ASPRs

Wir bitten um Registrierung bis 26. Oktober 2020 via diesem Link und freuen uns auf das Gespräch!

Das ASPR-Team

No War – Know War Solidarisch forschen in Zeiten von Revolte und Krieg

Das Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung am Institut für Erziehungwissenschaften und Bildungsforschung lädt im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts KnowWar herzlich ein zu Vortrag und Diskussion mit Dr. Helmut Krieger (Universität Wien, Institut für Internationale Entwicklung).

No War – Know War
Solidarisch forschen in Zeiten von Revolte und Krieg

Freitag, 16.10.2020
14.30 – 16.30, HS 9 Mensagebäude

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NEU Erweiterungsstudium Transdisziplinäre Friedensstudien

Im Erweiterungsstudium Transdisziplinäre Friedensstudien erwerben Sie Basiskenntnisse in Friedens- und Konfliktforschung sowie in Friedensbildung und Politischer Bildung. Sie entwickeln Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenzen für eine zukünftige wissenschaftliche und/oder berufspraktische Beschäftigung mit unterschiedlichen Gewaltverhältnissen und Konfliktlagen und lernen verschiedene Ansätze zu deren potentieller Transformation im Sinne einer Kultur des Friedens kennen. Im Wechsel von theoriefokussierten und praxisorientierten Inhalten erhalten Sie überdies Gelegenheit zur Reflexion eigener Einstellungen und Handlungsmuster und lernen diese in einem größeren gesellschaftspolitischen und wissenschaftlich zu bearbeitenden Kontext zu verorten. Die entlang von kultur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven erarbeitete Qualifikation erhöht Ihre Partizipations- und Gestaltungsmöglichkeiten im privaten, beruflichen wie auch gesellschaftlichen Umfeld.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bei Fragen zum Erweiterungsstudium Transdisziplinäre Friedensstudien schreiben Sie eine Mail an heike [dot] petschnig-konrad [at] aau [dot] at

Die Anmeldung erfolgt über die Studien- und Prüfungsabteilung!

Ringvorlesung Uni Wien – ONLINE (Vorträge sind offen für jede*n!): ‚Die Verantwortung der Hochschule – Rüstungsforschung und Perspektiven für eine Zukunft ohne Krieg

Die Verantwortung der Hochschule – Rüstungsforschung und Perspektiven für eine Zukunft ohne Krieg
Online-Ringvorlesung an der Universität Wien (4 ECTS), Mittwoch 18:30 – 20:00

organisiert von den Studierenden gegen Rüstungsforschung (Stugeru)

TEILNAHME (auch an Einzelvorträgen) OFFEN FÜR ALLE!

Rüstungsforschung setzt sich an den Hochschulen – gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern – immer mehr durch. Dies möchten wir aus einer kritischen Perspektive problematisieren. Universitäten sollten ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und mit ihrer Forschung für Frieden, Nachhaltigkeit und Demokratie eintreten. Ziel der Vorlesung ist es, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung einer Hochschule aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Die Vorträge werden gehalten von Wissenschaftler*innen/Expert*innen und Aktivist*innen und werden in fünf Themenblöcke eingeteilt: * Forschungsfinanzierung, Drittmittel und Dual Use Forschung * Kritische Wissenschaft * Friedlicher Aktivismus * Rüstungsforschung und Rüstungsindustrie in Österreich und der EU * Kolonialismus, Neoliberalismus und Sicherheit Im Rahmen der Vorlesung wird es zwei Podiumsdiskussionen geben. Die Vorlesung soll als inhaltliche Basis für die Debatte um die Einführung einer Zivilklausel an der Universität Wien und anderen österreichischen Hochschulen dienen.

Die Studierenden gegen Rüstungsforschung (stugeru), die Vorlesung wird getragen von der Fakultät für Physik (SPL 26) der Universität Wien.

 

Anmeldung:
Die Vorlesung ist für alle Menschen offen. Um an der Vorlesung teilzunehmen, tragt euch auf den Mailverteiler ein: https://lists.riseup.net/www/info/stugeru.vo (Links auf ‚Abonnieren‘ klicken). Alle Infos folgen. Personen, die ein Zeugnis der Universität Wien möchten (Anrechnung als freies Wahlfach immer möglich), müssen sich hier zum Kurs anmelden: https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=260068&semester=2020W. Möglicherweise müsst ihr euch dafür mitbelegen. Wie das geht, erfährst du hier: https://studieren.univie.ac.at/zulassung/mitbelegung

Stellenausschreibung: Postdoc-Assistent*in

Postdoc-Assistent*in

Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung

Wissenschaftliches Universitätspersonal  | Vollzeit

Bewerbungsfrist:  28. Oktober 2020
Kennung: 541/20

26.8.-2.12.2020: IPT Online Lecture Series

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) an der Friedensburg Schlaining präsentiert:

ITP ONLINE LECTURE SERIES
28.8. – 2.12.2020

CARING CONVERSATONS for Peace and Justice

Have you ever wondered on how to respond to resistance to inclusion in peace processes? How discrimination, systemic inequality, oppression, and representation are connected? Do you want to know how
queer communities in Colombia are shaping the peace process and how others in Syria are particularly
affected by the violent conflict? Or are you interested in how we, as peacebuilders, can contribute to current conversations and movements around anti-racism, decoloniality, and vice versa?
With our new format of “IPT Online Lecture Series” we intend to respond to pressing questions around
peace, violence, conflict, and justice in our time. We invite renowned persons from academy, practice
and advocacy around peacebuilding and social justice to share their insights, approaches, lessons learned and more. Through the current and future series, we aim to contribute to meaningful, enriching,
and generative exchange between scholars and practitioners striving for a world where conflicts can be
addressed non-violently, constructively, and sustainably.
We look forward to caring conversations and meaningful moments with you!

Programm

 

Video zur Buchpräsentation von Claudia Brunner


Video zur Buchpräsentation von Claudia Brunner


Video zur Buchpräsentation von Claudia Brunner:

Epistemische Gewalt. Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne


 

Einblick in die Lehre… 3 Fragen an Monika Skazedonig

Monika Skazedonig lehrt und forscht im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft. Kommunikation ist auch Thema ihrer Lehrveranstaltung „It’s getting hot in here“, die thematisch neben medienwissenschaftlichen Fragen auch Fragen zur Friedensforschung sowie Fragen zum Thema Nachhaltigkeit behandelt.

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1.7.2020 Online-Buchpräsentation und Diskussion: Epistemische Gewalt. Wissen und Herrschaft in der kolonialen Moderne von Claudia Brunner

Mittwoch, 1.7.2020
17:30 – 19:30 Uhr

Claudia Brunners Buch ist ein Plädoyer, Gewalt als Prozess und Verhältnis zu betrachten – nicht nur als Ereignis. Der Begriff epistemische Gewalt bezeichnet jenen Beitrag zu gewaltförmigen Herrschaftsverhältnissen, der im Wissen selbst angelegt und zugleich für deren Analyse unsichtbar geworden ist. Denn Gewalt ist nicht nur anderswo, anderswer und anderswas – sie liegt auch der vermeintlich gewaltfreien Sphäre der Wissenschaften zugrunde und wird von ihr mit hervorgebracht. Epistemische Gewalt formt die Welt seit Jahrhunderten – es ist Zeit, sie besser verstehen zu lernen.

Vortrag: Claudia Brunner, Universität Klagenfurt, Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung am Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung

Kommentar: Aram Ziai, Universität Kassel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften

Moderation: Manuela Boatcă, Universität Freiburg, Institut für Soziologie

Um Anmeldung wird gebeten unter: bibliothek [at] frauensolidaritaet [dot] org

offener Link zur Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/j/89297911949

Eine Veranstaltung des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt und der Frauen*solidarität.

Programm