Sustainability Award für das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“

Beim „Sustainability Award“ wurden die zwölf besten Nachhaltigkeits-Projekte österreichischer Hochschulen geehrt. Das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ wurde mit Silber ausgezeichnet. Insgesamt wurden 133 Projekte eingereicht.

 

Am Dienstag, 9. September 2026, fand im Bildungsministerium in Wien die Verleihung der Sustainability Awards statt. Das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ der Universität Klagenfurt wurde in der Kategorie „Forschung“ mit dem silbernen Platz ausgezeichnet. Das Projekt wird als Kooperation vom Institut für Kulturanalyse, dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung sowie ÖKOLOG durchgeführt. Übergeben wurde die Auszeichnung von Umweltminister Norbert Totschnig und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner.

Das Sparkling Science-Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ begleitet die Stadt Klagenfurt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Es verbindet soziale und ökologische Perspektiven und arbeitet kollaborativ mit Schulen, Stadtverwaltung und dem ÖKOLOG-Netzwerk. Schüler:innen erforschen ethnographisch Bedürfnisse, Teilhabe und Betroffenheit. Die Ergebnisse fließen in Unterrichtsmaterialien, Stadt- und Schulentwicklung ein und fördern eine gerechte, partizipative Zukunft. Im Projekt arbeiten mit: Alexandra Schwell, Franz Rauch, Stefan Zehetmeier, Cornelia Malojer, Stefanie Margarita Preiml, Tamara Müller und Aurelia Theresia Wolf.

Der Award ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und wurde 2026 bereits zum zehnten Mal verliehen. Das Forum Umweltbildung übernimmt die organisatorische Durchführung.

Gemma Kino?! – Landkinos in Kärnten/Koroška Sonderausstellung im Stadtverkehrs- und Kinomuseum

20. Juni – 3. Oktober 2026 Eröffnung: 19. Juni 2026, 17 Uhr

Gemma Kino?! – Landkinos in Kärnten/Koroška
Sonderausstellung im Stadtverkehrs- und Kinomuseum

Wilsonstraße 37,  9020 Klagenfurt/Celovec

In den 1950er- und 1960er-Jahren gab es in Kärnten/Koroška kaum ein Tal ohne eigenes Kino. Dort kam man zusammen – und manchmal begann dort auch die erste Liebe. Kino war nicht nur Film, sondern Teil des sozialen Lebens. Lachen und Weinen, Popcorn und Cola, gedämpftes Licht und knarzende Sessel prägten das Erlebnis ebenso wie die Versuche, Altersbeschränkungen zu umgehen. Während es in der Nachkriegszeit über achtzig Kinos in Kärnten/Koroška gab, sind es heute nur noch rund zwölf. Mit dem Wandel der Freizeitkultur verschwanden viele dieser Orte – geblieben sind Erinnerungen, Geschichten sowie gesammelte Bilder und Plakate.

Die Ausstellung wurde im Studiengang Angewandte Kulturwissenschaft & Transkulturelle Studien von BA- und MA-Studierenden unter der Leitung von Ute Holfelder und Klaus Schönberger entwickelt und lädt dazu ein, das Kino als Ort von Geselligkeit und Freizeit neu oder wieder zu entdecken.

Kurator:innenführungen: 20.6., 21.6., 4.7., 22.8. und 12.9.2026, jeweils 15 Uhr Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 10–17 Uhr

Flyer

Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele / Theaterproduktion am KlagenfurtFestival 2026

Das Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec ist Kooperationspartner einer Theaterproduktion, die im Rahmen des KlagenfurtFestivals 2026 im Garten der Villa For Forest zu sehen sein wird:

Theaterkollektiv Urangst mit Vergnügen:
„Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele?“

Aufführungen im Rahmen des KlagenfurtFestivals 2026 in der Buschenschank „Lei lossn“ im Garten der Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt
Beginn jeweils 19.30 Uhr / Sperrstunde 22.00 Uhr

Premiere: Dienstag, 26. Mai 2026, Freitag, 29. Mai 2026, Samstag, 30. Mai 2026, Sonntag, 31. Mai 2026, Freitag, 5. Juni 2026, Samstag, 6. Juni 2026

Hinweis Open Air: Bei Schlechtwetter werden Ausweichtermine bekanntgegeben.

„Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele?“

Was bleibt, wenn die Erinnerungslücken der Geschichte auf die Fragen der Gegenwart treffen? Das Kollektiv Urangst mit Vergnügen seziert die Kärntner Seele zwischen Buschenschank-Idylle und den Schatten von 1938. Ausgangspunkt ist der 5. April 1938, als Kärntner:innen vor dem Balkon des Hotels Sandwirth in Klagenfurt Adolf Hitler zujubelten. Im Stück wird diese historische Szene zum Ursprungsmythos: Ein mythisches Karawanken-Pantheon straft das Land mit sieben Plagen und stellt ein Ultimatum. Ernst im Thema, respektlos im Zugriff und ausdrücklich nicht ohne Hoffnung.

Die Produktion ist aus dem FWF-Projekt Performing Reality hervorgegangen und versteht sich als Third Mission in bester Bedeutung des Begriffs.

Das Institut für Kulturanalyse und die Alpen-Adria-Universität ist in mehrfacher Hinsicht beteiligt:

– inhaltlich: Dr. Ute Holfelder (wissenschaftliche Beratung) und Univ.-Prof. Dr. Klaus Schönberger (Idee, Konzept, Text und Regie)

– finanziell: Institut für Kulturanalyse, Kultur- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Vize-Rektorat für Weiterbildung und Transfer, Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv sowie Kärntner Universitätsbund

– Studierende des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft sind als Mitwirkende beteiligt

Tickets und Informationen: VAKÜ – Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt

office [at] vakueklagenfurt [dot] at

https://www.klagenfurtfestival.com/termin/theaterkollektiv-urangst-mit-vergnuegen/

Produktion: Theaterkollektiv Urangst mit Vergnügen / Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens (VAKÜ) / Verein Innenhofkultur im Rahmen des Klagenfurt Festivals 2026

Text, Regie, Ausstattung: eine Gemeinschaftsproduktion des Theaterkollektivs Urangst mit Vergnügen (Klaus Schönberger, Michael Watzenig, Johanna Steindl, Sarah Mattitsch und Ensemble)

Wir freuen uns über zahlreichen Besuch.

Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreiches – eine Buchvorstellung mit Musik. Mit Prof. Dr. Philipp Ther (Wien)

Dienstag, 02.06.2026, 17.00 Uhr, Universität Klagenfurt, N.1.44

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Kulturanalyse, in Kooperation mit der Gustav Mahler Privatuniversität und der Südosteuropa-Gesellschaft

Das Habsburgerreich stieg seit dem späten 18. Jahrhundert im Konzert der Großmächte ab und stand intern vor tiefen Zerreißproben. Doch die Habsburger rappelten sich immer wieder auf, überstanden Napoleon, einen Staatsbankrott, die Revolution von 1848 und die Niederlagen gegen Preußen und Italien. Haydn, Mozart und Beethoven hielten die Habsburgermonarchie ebenso zusammen wie seine Walzerkönige, Operettenfürsten und Militärkapellmeister. Mit dem »Habsburg-Pop« erreichte die Musik die Massen und wurde zu einem globalen Exportartikel. Das Reich der Musik hummte und summte, sang und tanzte, wirbelte und trommelte und ging erst unter, als die Mittel der Musik im Großen Krieg versagten. Das „vertonte Buch“ bietet mit seiner Kombination von Lesen und Hören von gestreamten Musikbeispielen zugleich ein neues Buchformat.

Philipp Ther ist Universitätsprofessor für die Geschichte Ostmitteleuropas am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Er ist der Träger des Wittgenstein-Preises 2019 und Gründer des Research Center for the History of Transformations (RECET).