Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele / Theaterproduktion am KlagenfurtFestival 2026

Das Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec ist Kooperationspartner einer Theaterproduktion, die im Rahmen des KlagenfurtFestivals 2026 im Garten der Villa For Forest zu sehen sein wird:

Theaterkollektiv Urangst mit Vergnügen:
„Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele?“

Aufführungen im Rahmen des KlagenfurtFestivals 2026 in der Buschenschank „Lei lossn“ im Garten der Villa For Forest, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt
Beginn jeweils 19.30 Uhr / Sperrstunde 22.00 Uhr

Premiere: Dienstag, 26. Mai 2026, Freitag, 29. Mai 2026, Samstag, 30. Mai 2026, Sonntag, 31. Mai 2026, Freitag, 5. Juni 2026, Samstag, 6. Juni 2026

Hinweis Open Air: Bei Schlechtwetter werden Ausweichtermine bekanntgegeben.

„Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele?“

Was bleibt, wenn die Erinnerungslücken der Geschichte auf die Fragen der Gegenwart treffen? Das Kollektiv Urangst mit Vergnügen seziert die Kärntner Seele zwischen Buschenschank-Idylle und den Schatten von 1938. Ausgangspunkt ist der 5. April 1938, als Kärntner:innen vor dem Balkon des Hotels Sandwirth in Klagenfurt Adolf Hitler zujubelten. Im Stück wird diese historische Szene zum Ursprungsmythos: Ein mythisches Karawanken-Pantheon straft das Land mit sieben Plagen und stellt ein Ultimatum. Ernst im Thema, respektlos im Zugriff und ausdrücklich nicht ohne Hoffnung.

Die Produktion ist aus dem FWF-Projekt Performing Reality hervorgegangen und versteht sich als Third Mission in bester Bedeutung des Begriffs.

Das Institut für Kulturanalyse und die Alpen-Adria-Universität ist in mehrfacher Hinsicht beteiligt:

– inhaltlich: Dr. Ute Holfelder (wissenschaftliche Beratung) und Univ.-Prof. Dr. Klaus Schönberger (Idee, Konzept, Text und Regie)

– finanziell: Institut für Kulturanalyse, Kultur- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Vize-Rektorat für Weiterbildung und Transfer sowie Kärntner Universitätsbund

– Studierende des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft sind als Mitwirkende beteiligt

Tickets und Informationen: VAKÜ – Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens, Viktringer Ring 21, 9020 Klagenfurt

office [at] vakueklagenfurt [dot] at

https://www.klagenfurtfestival.com/termin/theaterkollektiv-urangst-mit-vergnuegen/

Produktion: Theaterkollektiv Urangst mit Vergnügen / Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens (VAKÜ) / Verein Innenhofkultur im Rahmen des Klagenfurt Festivals 2026

Text, Regie, Ausstattung: eine Gemeinschaftsproduktion des Theaterkollektivs Urangst mit Vergnügen (Klaus Schönberger, Michael Watzenig, Johanna Steindl, Sarah Mattitsch und Ensemble)

Wir freuen uns über zahlreichen Besuch.

Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreiches – eine Buchvorstellung mit Musik. Mit Prof. Dr. Philipp Ther (Wien)

Dienstag, 02.06.2026, 17.00 Uhr, Universität Klagenfurt, N.1.44

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Kulturanalyse, in Kooperation mit der Gustav Mahler Privatuniversität und der Südosteuropa-Gesellschaft

Das Habsburgerreich stieg seit dem späten 18. Jahrhundert im Konzert der Großmächte ab und stand intern vor tiefen Zerreißproben. Doch die Habsburger rappelten sich immer wieder auf, überstanden Napoleon, einen Staatsbankrott, die Revolution von 1848 und die Niederlagen gegen Preußen und Italien. Haydn, Mozart und Beethoven hielten die Habsburgermonarchie ebenso zusammen wie seine Walzerkönige, Operettenfürsten und Militärkapellmeister. Mit dem »Habsburg-Pop« erreichte die Musik die Massen und wurde zu einem globalen Exportartikel. Das Reich der Musik hummte und summte, sang und tanzte, wirbelte und trommelte und ging erst unter, als die Mittel der Musik im Großen Krieg versagten. Das „vertonte Buch“ bietet mit seiner Kombination von Lesen und Hören von gestreamten Musikbeispielen zugleich ein neues Buchformat.

Philipp Ther ist Universitätsprofessor für die Geschichte Ostmitteleuropas am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Er ist der Träger des Wittgenstein-Preises 2019 und Gründer des Research Center for the History of Transformations (RECET).

 

Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ für Sustainability Award nominiert

Insgesamt wurden 133 Projekte eingereicht; 12 dieser Projekte wurden nun für den Sustainability Award des Wissenschaftsministeriums (BMFWF) und des Klima- und Umweltministeriums (BMLUK) nominiert. Darunter ist das an der Universität Klagenfurt koordinierte Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“. Wer mit den Silber- oder Gold-Awards ausgezeichnet wird, erfahren die Nominierten bei der Preisverleihung am 9. Juni 2026. Dass sie mit den begehrten Sustainability Awards prämiert werden, steht mit der Nominierung aber bereits fest.

Die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee ist die einzige österreichische Vertreterin in der Horizon Europe Mission „100 climate-neutral and smart cities by 2030“ (EU-Cities-Mission). Wie aber kann der Weg zur Klimaneutralität auch gerecht sein? Und was beinhaltet Klimagerechtigkeit in Klagenfurt? Diesen Fragen stellt sich das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ am Institut für Kulturanalyse und dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung. Das Projektteam, geleitet von Alexandra Schwell, Franz Rauch und Stefan Zehetmeier, hat sich zum Ziel gesetzt, in Kooperation mit drei Klagenfurter Schulen, dem Magistrat der Stadt Klagenfurt, dem Jugendrat der Stadt Klagenfurt sowie dem ÖKOLOG-Netzwerk den Weg hin zur klimagerechten Zukunft zu begleiten.

Das Projekt erforscht, wie das Gefühl für die Dringlichkeit einer Thematik politisch wie sozial erzeugt, kommuniziert und als Werkzeug der Mobilisierung eingesetzt werden kann. Schüler:innen an den drei ÖKOLOG-Schulen MS Wölfnitz, MS St. Peter und Ingeborg-Bachmann-Gymnasium analysieren mit Hilfe ethnographischer Forschung Daten über die dringlichen Bedürfnisse sozialer Gruppen – in ihrer Familie, ihrem Viertel, ihrem Verein oder ihrer Gemeinde. Die Schüler:innen leisten damit einen substantiellen Beitrag zur Analyse von Hierarchien und Asymmetrien, Trennlinien und historisch gewachsenen Handlungsmustern. Gleichzeitig trägt ihre Forschung dazu bei, Wege zur Gestaltung einer gerechten, demokratischen und partizipativen klimaneutralen Zukunft aufzuzeigen.

Das Projekt rückt die Schüler:innen selbst als betroffene soziale Akteur:innen des Klimawandels ins Zentrum. Dieser interdisziplinäre Ansatz trägt zur Bildung, Sensibilisierung und Aktivierung in Bezug auf das Thema Klimaneutralität bei und zeitigt Lerneffekte durch das Kennenlernen und Hinterfragen verschiedener Konzepte und Strategien zu einer nachhaltigen Gestaltung der Stadt. Dies ermöglicht es Schüler:innen, ein Bewusstsein für die komplexen Verflechtungen von menschlichem Handeln, Technologie und Umwelt sowie ihrer eigenen Rolle zu entwickeln. Die Ergebnisse der Datenerhebung werden in die konkrete Unterrichts- und Schulentwicklung an den beteiligten Schulstandorten und darüber hinaus in das ÖKOLOG-Netzwerk einfließen.

„Klagenfurt wird klimaneutral – Teilhabe und Gerechtigkeit in der Stadt der Zukunft“ ist ein Sparkling Science-Projekt, gefördert vom OeAD.

Alle zwei Jahre werden im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs – dem Sustainability Award –  die innovativsten und nachhaltigsten Initiativen an österreichischen Universitäten und Hochschulen gesucht, von einer Jury bewertet und in vier Kategorien ausgezeichnet. Der Sustainability Award ist pro Kategorie mit je 3.000 Euro (Gold) bzw. 1.000 Euro (Silber) dotiert. Der Preis wurde 2007 als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen, um Nachhaltigkeitsprozesse in der österreichischen Hochschullandschaft zu fördern und bekannter zu machen.

 

Liste der Nominierten

 

 

Forschungstag „Kulturanalyse in Bewegung – Von Klimagerechtigkeit bis Erinnerungskultur“

Liebe Kolleg_innen,

das Institut für Kulturanalyse lädt zum Forschungstag ein:

FORSCHUNGSTAG
Kulturanalyse in Bewegung – Von Klimagerechtigkeit bis Erinnerungskultur

Freitag 20. März 2026, 09 – 14 Uhr, Raum N.1.43

 

09:00 Begrüßung: Alexandra Schwell, Reinhard Bodner, Martina Tritthart

 

I Klima und wir

Moderation: Reinhard Bodner

09:15 Alexandra Schwell: Alles finster: Zur kulturellen Imagination des Blackouts

09:35 Aurelia Wolf: „Klagenfurt wird klimaneutral“ – Klimagerechtigkeit mit Schulklassen erforschen

09:55 Margot Leruste und Sophia Maria Romanov: Lehrforschungsprojekt „Klagenfurts Weg zur Klimaneutralität. Die Umsetzung der EU-Mission, 100 climate-neutral and smart cities by 2030″

10:15 – 10:45 Kaffeepause und kleines Buffet

 

Il Erinnerung und (visuelle) Kultur

Moderation: Martina Tritthart

10:45 Christian Frühwirth: „Gemma Kino?! Landkinos in Kärnten/Koroška.“ Bericht zum Lehrforschungsprojekt „Kinokultur/en“

11:05 Ute Holfelder: „Doing In-Between“ i n der Alpen-Adria-Region.

Bericht zum FWF-Projekt „Discourses and Practices of the In-Between i n the Alps-Adriatic-Region. Klagenfurt, Ljubljana and Trieste 1815-1914″.

11:25 Irene Hohenwarter: „Der polnische Soldatenbär und seine Repräsentationen in der bildenden Kunst anhand der Beispiele in Edinburgh Imola und Venafro“, Masterarbeit Visuelle Kultur

11:45 Johanna Lietz: „Else Alfelt und das Dilemma von Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit“, Masterarbeit Visuelle Kultur

12:05 Schlussworte: Reinhard Bodner und Martina Tritthart

12:30 – 14:00 Austausch und Gallery Walk (Poster und Kurzfilme)

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch!

 

Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Schwell &  das Organisationsteam Reinhard Bodner, Marika Pierdicca und Martina Tritthart