Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, wird in Europa oft als ein Ort wahrgenommen, an dem sich Tradition und Moderne, aber auch pro-europäische und Einflüsse aus dem post-sowjetischen Raum mischen.
Ende Mai 2025 reiste Dr.in Cornelia Malojer vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) für eine Woche im Rahmen eines Erasmus+-Aufenthalts nach Tiflis. Ziel ihres Besuchs war es, an bestehende Kooperationen anzuknüpfen.
Zwischen der Universität Klagenfurt besteht seit vielen Jahren eine Erasmus-Kooperation mit der Ilia State University in Tiflis, Georgien (wissenschaftliche Leitung Prof. Franz Rauch). In diesem Rahmen haben beispielsweise Erasmusprojekte wie ARTIST und PRESS (laufend) sowie Student:innenmobilitäten stattgefunden.
Während ihres Aufenthalts hatte Malojer Gelegenheit, die Kooperationspartner persönlich kennenzulernen und an die bestehende Kooperation anzuknüpfen. „Es ging darum, in dieser ersten Auslandserfahrung neue Einblicke in eine bis dahin unbekannte Kultur zu bekommen“, betont sie. Vor Ort wurde sie von Prof.in Dr.in Marika Kapanadze von der Faculty of Business, Technology and Education betreut.
Neben der Knüpfung von wissenschaftlichen Kontakten, lag ein weiterer Schwerpunkt ihres Besuchs auf der Lehre: In insgesamt vier Lehrveranstaltungen arbeitete Malojer mit georgischen Studierenden zu Themen wie Nachhaltigkeit, rekonstruktiver Sozialforschung und kritischem Denken. Darüber hinaus stellte sie aktuelle Projekte des IUS – darunter „Klagenfurt wird klimaneutral“ und „CLARITY“ – sowie die Universität Klagenfurt selbst vor.
„Der Austausch mit den Studierenden war intensiv“, erzählt Malojer. „Wir haben offen diskutiert, Gemeinsamkeiten und Unterschiede reflektiert – zum Beispiel, wie präsent das Thema Nachhaltigkeit in beiden Ländern ist, wie politische Einflüsse wirken oder welche beruflichen Perspektiven die Bildungssysteme in verschiedenen Lebensphasen bieten.“
Trotz eines dicht gefüllten Programms an der Ilia State University blieb auch Zeit, das Land ein wenig kennenzulernen. Malojer nutzte die Gelegenheit für Ausflüge und Besichtigungen, die ihr einen tieferen Einblick in die georgische Kultur ermöglichten.
Nach einer intensiven Woche kehrte sie mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück. Ihr Fazit: „Besonders die deutlich erkennbare Auseinandersetzung der politischen Kontroversen und der leidenschaftliche Einsatz für eine gemeinsame europäische Zukunftsvision haben mich tief beeindruckt.“ Der Austausch habe insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit das Potenzial für weiterführende Kooperationen aufgezeigt und die bestehende Basis gestärkt.
Auch auf persönlicher Ebene sei die Reise bereichernd gewesen: „Allein in ein fremdes Land zu reisen war für mich eine prägende Erfahrung. Ich bin beeindruckt von der landschaftlichen Schönheit, der kulturellen Vielfalt und der großen Offenheit der Menschen.“
Georgien sei „ein wahnsinnig faszinierendes Land“, das sie auch in Zukunft wieder besuchen will, so Malojer.
