Neuerscheinung! Bauer A, Bogner A. Let’s (not) talk about synthetic biology: Framing an emerging technology in public and stakeholder dialogues. Public Understanding of Science. 2020

Abstract

Synthetic biology is an emerging technoscience, which, so far, lacks a broader public debate. To foster early societal dialogue, a range of public engagement events have been initiated over the past decade. This article discusses the configurations of the emerging debate on synthetic biology in the context of the EU FP7 project SYNENERGENE. Drawing on notions of frames and framing in media studies and policy analysis, we ask which distinct frames are invoked and become dominant in current discussions about synthetic biology. Our analysis indicates significant reconfigurations in the framing of synthetic biology compared with previous biotechnology debates. Frames that traditionally served to problematize biotechnology, that is, ethics, risks, and economics, become less dominant. Instead, the potential to contribute to social progress is placed in the foreground. Moreover, discussions on ethics, risks, and governance frequently occur on an abstract level, invoking generic statements that could be made for any new technology.

https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0963662520907255

Neuerscheinung! Vorausschauende Governance für Klimaexperimente

 

Paper: Anticipatory Governance of Climate EngineeringBarben, Daniel; Matzner, Nils (2020): Anticipatory Governance of Climate Engineering. In Hans von Storch (Ed.): Oxford Research Encyclopedia of Climate Science: Oxford University Press.

Abstract (DE)

„Antizipatorische Governance“ zielt darauf ab Forschung und Entwicklung in einem frühen Stadium, lange bevor soziale Impacts sichtbar werden. Der Artikel stellt Antizipatorischer Governance von Climate Engineering (CE) in den Zusammenhang von frühen Formen der Governance von Wissenschaft, im Entstehen begriffenen Technologien und vorausschauenden, inklusiven und deliberativen Maßnahmen. Der Artikel diskutiert, wie and warum CE als Möglichkeit in Betracht gezogen wird, nachdem das Abkommen von Paris 2015 zu einer fragmentierten Klimapolitik geführt hat. Angesichts der Wichtigkeit von Klimawandel, werden Ansätze von Antizipatorischer Governance notwendig, um Wissenschaft und Innovation als Möglichkeiten des globalen Wandels zu nutzen, welche eine verantwortliche Transformation zu einer kohlenstoffneutralen Gesellschaft ermöglichen sollen.

Abstract (EN)

„Anticipatory governance“ has gained recognition as an approach dedicated to shaping research and development early on, that is, long before technological applications become available or societal impacts visible. This article places debates about the anticipatory governance of climate engineering (CE) into the context of earlier efforts to render the governance of science, emerging technologies, and society more forward-looking, inclusive, and deliberative. The article discusses how and why CE has become subject to change in the aftermath of the Paris Agreement of 2015, leading to a more open and more fragmented situation. Considering the particular significance of climate change, approaches to anticipatory governance of CE need to be scaled up and reframed, from guiding research and innovation to meeting a global challenge, from creating capable ensembles in research and innovation to facilitating societal transformation toward carbon neutrality.

 

Daniel Barben ins Kuratorium des FWF gewählt

Daniel Barben, Professor für Technik- und Wissenschaftsforschung und Institutsvorstand des gleichnamigen Instituts an der Universität Klagenfurt, wurde ins Kuratorium des FWF gewählt. Für die Funktionsperiode 2020 bis 2023 wird er als stellvertretender Referent für das Wissenschaftsgebiet 3 – Soziologie und interdisziplinäre Sozialwissenschaften zuständig sein.

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Stellenausschreibung – PräDoc 75%

Die Universität Klagenfurt schreibt folgende Stelle zur Besetzung aus:

Universitätsassistentin / Universitätsassistent

an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Institut für Technik‐ und Wissenschaftsforschung, im Beschäftigungsausmaß von 75% (30 Wochenstunden, Uni‐KV: B 1, www.aau.at/uni‐kv). Das monatliche Mindestentgelt für diese Verwendung beträgt € 2.196,80 brutto (14 x jährlich) und kann sich durch die Anrechnung tätigkeitsspezifischer Vorerfahrungen auf max. €
2.604,30 (B 1 lit.a) brutto erhöhen. Voraussichtlicher Beginn des auf vier Jahre befristeten Anstellungsverhältnisses ist der 1. September 2020.

Aufgabenbereich:

  • Mitarbeit in der Forschung des Instituts, etwa in den Themenfeldern neue Technologien,
    Governance von Forschung und Innovation, Digitalisierung, Bioökonomie, Klimawandel und
    Klimapolitik, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation (z.B. Energie‐, Agrar‐,
    Mobilitätswende)
  • Selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten mit dem Ziel der Erstellung einer Dissertation
  • Selbständige Durchführung von Lehrveranstaltungen auf Bachelor‐Ebene
  • Publikationstätigkeit sowie aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Kongressen (national und
    international)
  • Mitarbeit bei der Einwerbung und Durchführung von Forschungsprojekten (national und
    international)
  • Mitarbeit bei administrativen Aufgaben des Instituts
  • Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (z.B. Workshops,
    Gastvorträge)

Voraussetzungen für die Einstellung:

  • Master‐ oder Diplomstudium mit zumindest gutem Abschluss in einem sozialwissenschaftlichen
    Fach (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Wissenschafts‐ und Technikforschung) an einer in‐ oder
    ausländischen Hochschule
  • Ausgewiesene Kenntnisse in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden
  • Ausgewiesene Kenntnisse in Theorien und Themenfeldern der Wissenschafts‐ und
    Technikforschung
  • Ausgewiesene gute Kenntnisse in Englisch (in Wort und Schrift)

Der Nachweis für die Erfüllung aller Voraussetzungen für die Einstellung muss bis spätestens 3. Juni
2020 vorliegen.

Erwünscht sind:

  • Erfahrungen in der universitären Lehre
  • Auslandserfahrung
  • Erfahrungen in der Mitarbeit in Forschungsprojekten
  • Erfahrungen in der Organisation wissenschaftlicher Workshops und Symposien
  • Team‐ und Organisationskompetenz
  • Erfahrungen im universitären Betrieb

Diese Stelle dient der fachlichen und wissenschaftlichen Qualifikation von AbsolventInnen eines Master‐ bzw. Diplomstudiums mit dem Ziel des Abschlusses eines Doktoratsstudiums der Wissenschafts‐ und Technikforschung. Bewerbungen von Personen, die bereits über ein
facheinschlägiges Doktorat verfügen, können daher nicht berücksichtigt werden.

Die Universität strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen. Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die die geforderten Qualifikationskriterien erfüllen, werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.

Allgemeine Informationen finden Sie unter www.aau.at/jobs/information.

Bei Interesse bewerben Sie sich mit den üblichen Unterlagen bis 3. Juni 2020. Bewerbungen sind ausschließlich bei der Stelle mit der Kennung 197/20 in der Rubrik „WissenschaftlichesUniversitätspersonal“ über den „Für diese Stelle bewerben“‐Button im Job‐Portal unter jobs.aau.at möglich.

Es besteht kein Anspruch auf Abgeltung von Reise‐ und Aufenthaltskosten, die aus Anlass des Aufnahmeverfahrens entstehen.

Policy Brief: verantwortungsvolle Forschung und Innovation in Österreich

Die IFF der Universität Klagenfurt ist aktives Mitglied in der „RRI Plattform Österreich“. „RRI“ steht für „Responsible Research and Innovation“, .d.h. die Analyse und Förderung verantwortungsvoller Forschungs- und Innovationsprozesse. Als Vertreterin der IFF hat Dr. Barbara Grimpe, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung (WIHO), zusammen mit VertreterInnen anderer universitärer und außeruniversitärer Institutionen einen Policy Brief erstellt. Darin werden der gegenwärtige Stand der RRI-Forschung und -Umsetzung in Österreich zusammengefasst und Politikempfehlungen gegeben.

Das Dokument basiert auf den jahrelangen Forschungserfahrungen der RRI-Plattform-Mitglieder in nationalen und internationalen Projekten. In dem jüngsten Projekt in dieser Reihe ging es um die Möglichkeiten und Grenzen, RRI im Gesundheitsbereich (24h-Betreuung) zu realisieren. Der Fokus lag hier auf der möglichst verantwortungsvollen Entwicklung von Technologien, welche die BetreuerInnen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Quelle Bild: Bundesarchiv, Bild 183-J0130-0301-002 / Raphael (verehel. Grubitzsch), Waltraud / CC-BY-SA 3.0; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en; ohne Veränd.

Neuerscheinung! Die Klimamanipulation verantwortlich kommunizieren?

Matzner, Nils; Barben, Daniel (2020): Climate Engineering as a Communication Challenge: Contested Notions of Responsibility Across Expert Arenas of Science and Policy 42 (1). In: Science Communication, 107554701989940. DOI: 10.1177/1075547019899408.

Die Technologien von Climate Engineering (CE) oder Geoengineering versprechen eine Alternative gegen den globalen Klimawandel darzustellen. Da diese Technologien mir vielen Risiken verbunden sind, ist eine verantwortliche Kommunikation geboten. Diese neue Studie untersucht, wie ExpertInnen die verschiedenen Verantwortungsproblematiken um CE diskutieren. Die Analyse einer vielzahl von ExpertInnen-Dokumenten hat die großen Herausforderungen verantworlicher Forschung und Entwicklung von CE gezeigt.

Abstract

Climate engineering (CE) is often said to bring about significant opportunities as well as risks. The pursuit of CE measures can be framed as either responsible or irresponsible, resulting in contentious and ambiguous communication. This article starts out from a notion of responsibility regarding subjects, objects, norms, and authorities. It will identify and analyze discursive patterns of responsibility across six expert arenas and provide a comparative mapping of these patterns. Better understanding controversy may help in finding common ground for designing research and policy strategies around CE. Taking on the challenges of communicating CE-related responsibilities would support CE governance.

Karrierewege aus der Wissenschafts- und Technikforschung

 

 

 

 

 

 

Am 6. Dezember 2019 fand in Wien der Workshop „STS: Skills, Career Trajectories and Stories” statt, der vom Verein STS Austria gemeinsam mit Martina Merz organisiert wurde. Studierende aus den Masterstudiengängen zu Wissenschaft, Technik & Gesellschaft der AAU und der Universität Wien hatten die Möglichkeit, sich mit AbsolventInnen dieser Studienrichtung über Karrierewege und Berufsfelder auszutauschen. Im Format einer „Living Books“-Diskussion erzählten die AbsolventInnen von Ihren Werdegängen und Tätigkeiten in Bereichen wie Wissenschaftskommunikation, Politikberatung und Forschungsmanagement. Eine internationale Perspektive brachte Jessica Mesman (Maastricht University) ein. Als langjährige Koordinatorin des internationalen Masterstudiengangs der European Inter-University Association on Society, Science and Technology (ESST), an dem auch die AAU beteiligt ist, vermittelte sie den angehenden Wissenschafts- und TechnikforscherInnen ein lebendiges Bild von den Fähigkeiten, die sie im Laufe des Studiums erwerben werden, und die sie vor allem als reflektierte und kritische VermittlerInnen zwischen den Disziplinen auszeichnen.

Einen ausführlichen Bericht zum Workshop und zu den „Living Books“ finden Sie hier.

Die Teilnahme der Klagenfurter Studierenden fand im Rahmen der Lehrveranstaltung Berufsfelder angewandter Wissenschafts- und Technikforschung statt, die im ersten Semester des Masterstudiums Wissenschaft, Technik & Gesellschaft verpflichtend ist. Im Rahmen dieses Seminars lernen die Studierenden u.a. durch Exkursionen an außeruniversitäre Forschungs- und Beratungseinrichtungen und Museen die vielfältigen gesellschaftlichen Kontexte und Aufgaben kennen, in denen die Expertise von Wissenschafts- und Technikforschenden zur Anwendung kommt.

„Lernen hat immer auch einen kulturellen Aspekt.“

Über drei Jahre vernetzten sich Lehrende von Universitäten, Hochschulen und Schulen im Rahmen des internationalen Erasmus+-Projekts ARTIST. Ziel war es, naturwissenschaftliche Bildung mit Aktionsforschung zu verknüpfen. Am Projekt nahmen zehn Partner aus Ländern in Europa und Asien (Deutschland, Österreich, Irland, Georgien, Türkei, Philippinen und Israel) teil. Wir haben mit dem österreichischen Projektleiter Franz Rauch (Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung) über das Projekt gesprochen.

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