Alle News der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(bis Ende Dezember 2022)

Sarah Maria Rotschnig startete ihre wissenschaftliche Karriere als Universitätsassistentin am Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung vor vier Jahren. Sie spezialisierte sich auf dem Gebiet der Lehrer:innenfortbildung und absolvierte am 22. Oktober 2025 sehr erfolgreich ihre Defensio. Ab sofort arbeitet Sarah Maria Rotschnig an der PH Kärnten am Institut für Schulentwicklung und Leadership als PH2 Professorin und ist noch zu 5 Stunden am Projekt wrAIte am IUS tätig.

Wir gratulieren sehr herzlich!

Forscher:innen im Fokus: Stefan Brauckmann-Sajkiewicz über Leadership an Schulen

In der Videoserie „Forscher:innen im Fokus“ berichten Expert:innen der Universität Klagenfurt aus unterschiedlichen Disziplinen über aktuelle Projekte, ihre persönlichen Forschungsschwerpunkte und die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit. Stefan Brauckmann-Sajkiewicz, Vorstand des Instituts für Unterrichts- und Schulentwicklung, spricht in seinem Interview über Leadership an Schulen und den damit verbundenen Anforderungen und Herausforderungen. „Es geht nicht darum, eine Schule zu administrieren, es geht darum eine Schule zu führen“, sagt er. Klicken Sie auf das untenstehende Video, um das Interview in voller Länge zu sehen.

Nachhaltigkeit beginnt in der Schule: 25 Jahre ÖKOLOG als starkes Netzwerk

Vor einem Vierteljahrhundert knüpften nachhaltigkeitsinteressierte Akteur:innen im Bildungssystem die ersten Knoten, heute ist ÖKOLOG ein lebendiges Netzwerk aus mittlerweile 800 Schulen und allen Playern im Bildungssystem in ganz Österreich. Franz Rauch, wissenschaftlicher Leiter von ÖKOLOG, erzählt im Interview, warum Bildung und Nachhaltigkeit in der Schule durch engagierte und reflektierende Lehrer:innen vorangebracht werden und die Kraft des Netzwerks eine  „Superpower“ ist.

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„Stirbt die Schule, stirbt der Ort“ – Studierende erforschen Kleinschulen

Kärnten ist stark ländlich geprägt, mit vielen verstreuten kleinen Ortschaften. So entstanden schon früh zahlreiche Dorfschulen. Heute führt die sinkende Zahl an Schüler:innen jedoch dazu, dass immer mehr Kleinschulen vor der Schließung stehen. Dabei erfüllen die Schulen neben ihren Bildungsaufgaben auch eine wichtige soziale Funktion. Nicht umsonst heißt es: „Stirbt die Schule, stirbt der Ort.“ Viele Gemeinden wehren sich daher gegen Schließungen, um das Leben in ihrer Dorfgemeinschaft zu bewahren. Allerdings ist der Erhalt aus finanziellen und strukturellen Gründen nicht immer möglich und sinnvoll.

Auch das Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung an der Universität Klagenfurt lehrt und forscht zum Thema Kleinschulen. Im vergangenen Semester führte Prof.Dr. Florian Müller ein Seminar mit dem Titel „Schulen im ländlichen Raum – Zwischen Innovation und Nostalgie“ durch.

Nach einer Einführung in das Thema Bildung im ländlichen Raum und einem vertiefenden Literaturstudium untersuchten die Studierenden in Projektgruppen neun Kleinschulen am Land. Dabei gingen sie Fragen nach wie: Unterscheidet sich der Unterricht an kleinen Schulen von jenem an größeren? Wie ist Schule als Lebensraum konzipiert und organisiert? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Schule und Dorfgemeinschaft? Und was passiert, wenn eine Kleinschule geschlossen oder mit einer anderen zusammengelegt wird? Was ist, wenn ländliche Bildungslandschaften schrumpfen? Von den Studierenden wurden Schulleitungen, Lehrer:innen, Schüler:innen und die Bevölkerung vor Ort befragt.

Dabei zeigte sich, dass das soziale Miteinander in Kleinschulen oft besser als in größeren Schulen bewertet wird: Die Wege sind kürzer, vieles kann informell geregelt werden, weil die Menschen einander kennen. Dadurch ist nicht nur die soziale Einbindung in der Schule und die Dorfgemeinschaft höher, sondern auch die Identifikation mit der Ortschaft stärker. Außerschulische Lernorte wie die Natur oder ansässige Betriebe werden mehr genutzt. Die Kleinschulen sind außerdem meist erstaunlich gut ausgestattet. Durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht lernen die Schüler:innen voneinander und es gibt mehr Zeit, um individuell auf Schüler:innen einzugehen. Der altersgemischte Unterricht birgt aber auch erheblichen Mehraufwand für die Lehrpersonen mit sich.

Am Ende des Semesters fand eine Abschlussveranstaltung mit Posterpräsentation sowie einem Impulsvortrag von Prof. Andrea Raggl (PH Tirol), einer internationalen Expertin für Kleinschulen, statt. Von diesem Format profitierten die Studierenden spürbar. So betonte Florian Müller: „Durch die ethnografischen Interviews vor Ort entwickelten die Studierenden eine neue Sichtweise auf Kleinschulen und die Bedeutung und Funktion von Schule ganz generell. Da Gemeinden ein starkes Interesse an ihrer Weiterentwicklung haben, können Kleinschulen spannende Orte mit Gestaltungsspielraum und Chancen für innovative Ansätze sein.“
Gerade in Zeiten Künstlicher Intelligenz stellte die Posterpräsentation für die Studiereden außerdem eine attraktive Alternative zur klassischen Prüfungsformaten dar.