Neue Lernplattform zu Holocaust online

Wie kann man SchülerInnen und jungen Studierenden Einblicke in historische Kontexte geben, die schrittweise zum Holocaust geführt haben? Dieser Frage gingen NGOs, Universitäten und Museen aus Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Ungarn und Österreich nach. Die Projektpartner entwickelten daraus die Lernplattform eternalechoes.org, die Unterrichtsmaterial in Englisch und den sechs Partnersprachen kostenfrei zur Verfügung stellt. Österreichischer Partner war das Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung gemeinsam mit der Partnerschule WI’MO Klagenfurt.

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Das Institut zieht nach Klagenfurt / The department moves to Klagenfurt

Ab 1. Oktober 2019 ist unser Institut am Standort Klagenfurt angesiedelt: Sterneckstraße 15 (1. Stock), 9020 Klagenfurt


From October 1st, 2019 our department is located in Klagenfurt: Sterneckstraße 15 (first floor), 9020 Klagenfurt

 

Helene Sorgner: Gastaufenthalt an der Cornell University, Ithaca, USA

Helene Sorgner ist derzeit (September – November 2019) Gaststudentin am Department of Science and Technology Studies der Cornell University, Ithaca, USA. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts wird sie unter der lokalen Betreuung von Prof. Stephen Hilgartner weiter an ihrer Dissertation im Rahmen des Projekts „Producing Novelty and Securing Credibility: LHC-Experiments from the Perspective of Social Studies of Science“ arbeiten,  Ergebnisse aus ihrer Feldforschung im dortigen Institutskolloquium präsentieren, sowie Interviews mit US-amerikanischen Hochenergiephysiker*innen führen.

Vortrag Johan Munck af Rosenschöld, „Fostering interdisciplinarity through organizational innovation“

Fostering interdisciplinarity through research platforms? Institutional work as mediating organizational innovations in universities

Dr. Johan Munck af Rosenschöld

Date  Monday, June 3, 5.00 pm – 6.30 pm

Location  B07.1.207 (Lakeside Park, -> https://campusplan.aau.at/)

Abstract: Interdisciplinarity is playing an increasingly important role in contemporary scientific research and research policy. Universities have responded to the policy demand for interdisciplinary research by implementing a range of measures, such as changing rules, norms, and incentives for working across disciplinary boundaries and experimenting with novel organizational solutions. To gain a better understanding of how interdisciplinary collaborations are realized in universities in practice, an approach that addresses the institutional dimensions of interdisciplinarity is of central importance. In this paper, we build on an empirical case study of a Finnish university that recently created a number of temporary research platforms in order to promote interdisciplinary research collaboration across the university’s schools. The aim of the paper is to explore the different types of institutional work occurring inside and outside these temporary platforms to mediate the push for interdisciplinary collaboration within the university. The paper traces the practices occurring in platforms and uncovers actors’ attempts to affect the existing institutional order across permanent and temporary organizations.

Johan Munck af Rosenschöld is a Postdoctoral Researcher at the Faculty of Social Sciences, University of Helsinki. He has been a Fulbright Visiting Fellow at Cornell University. At present, he is also a Visiting Fellow at the Department of Science Communication and Higher Education Research at the AAU. Johan is currently involved in the research project “Interdisciplining the university – Prospects for sustainable knowledge production” (funded by the Academy of Finland) that empirically studies the implications of organizational innovation to promote interdisciplinarity in a Finnish university. During his visit to AAU, he closely collaborates with Martina Merz (WIHO) who is a cooperation partner in this research project and other members of the WIHO.

The visiting fellowship is financially supported by the AAU Research Council.

Visiting fellow

Johan Munck af Rosenschöld is a Postdoctoral Researcher at the Faculty of Social Sciences, University of Helsinki. He has been a Fulbright Visiting Fellow at Cornell University. At present, he is also a Visiting Fellow at the Department of Science Communication and Higher Education Research at the AAU. Johan is currently involved in the research project “Interdisciplining the university – Prospects for sustainable knowledge production” (funded by the Academy of Finland) that empirically studies the implications of organizational innovation to promote interdisciplinarity in a Finnish university. During his visit to AAU, he closely collaborates with Martina Merz (WIHO) who is a cooperation partner in this research project and other members of the WIHO.

The visiting fellowship is financially supported by the AAU Research Council.

Gastprofessur SoSe19

Fr. Dr. Veronika Hofer ist im Sommersemester 2019 zu Gast am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung. Ihre Lehrtätigkeit umfasst ein Seminar an der AAU in Klagenfurt mit dem Titel: „Theorien und Themenfelder der Wissenschafts- und Technikforschung 2„ LV.Nr. 819.019. – Die Studierenden erwerben über einen historischen Zugang ein differenziertes und kritisches Verständnis von Zusammenhängen zwischen Wissenschaftsidealen, Theorien, Experimentaltechniken und anwendungsspezifischen  Bildrepräsentationen. Dabei erfährt die chronologisch wie thematisch geordnete Darstellung der Problematik von Objektivität in wissenschaftlichen Zeichnungen, Fotografien, Atlanten, Modellen etc. besondere Berücksichtigung. Dies schließt die Kenntnis grundlegender Theorieansätze und empirischer Studien ein.

Zum Inhalt: Technik- und Kulturgeschichte der Wahrnehmung. Eine Einführung in die Wissenschaftsgeschichte

Mit den Anfängen der modernen Wissenschaft, die mit ihrer experimentellen Wende im 16. Jahrhundert angesetzt wird, setzt auch ein verändertes Verhältnis zur Wahrnehmung insgesamt ein. Im Bemühen um Schärfung und Erweiterung des Sinnesvermögens hat man für die experimentelle Praxis der Wissenschaften vielerlei Techniken und Hilfsmittel konstruiert, die von einer Reflexion über korrekte, verzerrte, täuschende oder reglementierte Potentiale von Wahrnehmung und ihren verschiedenen Repräsentationen begleitet war. In dieser wissenschaftshistorischen Lehrveranstaltung sollen der soziokulturelle Kontext und der technische Aspekt dieser sich verfeinernden Methode zusammen mit den theoretischen Diskursen über die Möglichkeiten, ein möglichst objektives Bild der Natur zu erhalten, besprochen werden. Die eingehende Besprechung der Darstellung dieses Wissens in Sammlungen, Karten/Atlanten, Modellen, Bildern, Fotografien und Filmen wird dabei helfen. Der Aspekt ihrer Historizität soll Einblick geben in die Unterschiede ihrer sozialen und wissenschaftlichen Entstehungs- und Anwendungskontexte, beispielsweise um etwa die veränderte Wahrnehmungspraxis von Bildern in Medizin und Gesundheitsvorsorge oder die Genese von Passbildern in den sozialen Praktiken des Erfassungsdispositivs moderner Gesellschaften genauer in den Blick zu nehmen. Dieser weitläufige historische Überblick schafft verschiedene Zugänge, um die zunehmende methodische Vielfalt und ihre begleitenden Reflexionen über Güte und  Sicherstellung der Objektivität/Naturtreue/Wissensumfang von Bildrepräsentationen im komplexen Prozess ihrer Aufzeichnung und Wiedergabe kennen zu lernen und um die historisch unterschiedlichen Funktionen ihres Einsatzes in Wissenschaft und Gesellschaft und damit auch ihren jeweils institutionellen und/oder symbolischen Ort ihres Einsatzes verstehen zu können.

 

Gastwissenschaftlerin

Von 1. Jänner bis 31. März 2019 ist Fr. Mag. Dr. Hanna Lucia Worliczek zu Gast am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung. Link: zur Person Hanna Lucia Worliczek. Sie wird im Jänner 2019 den Bader-Preis für die Geschichte der Naturwissenschaften erhalten, für ihr Pilotprojekt „Merely Descriptive“ and therefore Dismissed? A History of Descriptive Research and the Imperative of Mechanistic Explanation in Cell Biology. Das Projekt wird in Kooperation mit Fr. Univ.-Prof. Dr. Martina Merz durchgeführt.

Die Verleihung des Bader-Preises inklusive Projektvorstellung findet statt am: Mi., 30. Jänner 2019, Beginn: 17:00, im Theatersaal der Österreichichen Akademie der Wissenschaften, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

https://www.oeaw.ac.at/en/detail/event/lieben-und-bader-preis-fuer-die-geschichte-der-naturwissenschaften/

Die heutige Zellbiologie, die von Forderungen nach mechanistischen Erklärungen zellulärer Prozesse dominiert wird, ist mit einem Dilemma konfrontiert: die epistemische Praxis beschreibender Forschung, wie sie etwa in der Zellmorphologie praktiziert wird, ist in Narrativen von Zellbiolog_innen häufig abschätzig konnotiert oder wird als nicht prestigeträchtig beurteilt. In den letzten Jahren haben allerdings renommierte Zellbiolog_innen nach einer Aufwertung deskriptiver Forschung verlangt, diese sogar als Voraussetzung für die Heuristik der zellbiologischen Wissensproduktion und für Innovation benannt. Nichts desto trotz lassen derartige Forderungen Bezugnahmen zu historischen Entwicklungen und klare Abgrenzungen unterschiedlicher epistemischer Praktiken vermissen. Auch fehlt eine historische Konzeptualisierung deskriptiver Forschungspraktiken und damit assoziierter Aushandlungsprozesse für den Zeitraum zwischen 1950 und heute.

Dieses durch den Bader-Preis geförderte Pilotprojekt dient zur Vorbereitung eines größeren Forschungsprojektes, in dem eine umfassende Untersuchung der Geschichte deskriptiver Forschung in der Zellbiologie nach 1950 durchgeführt werden wird. Das Projekt ist durch zwei zentrale Fragen geleitet: Welche Stile zellbiologischer Forschung – auch jenseits der Morphologie – wurden wann und warum von Zellbiolog_innen als deskriptiv eingeordnet? Wie haben sich diskursive Praktiken, die mit deskriptiver Forschung assoziiert waren, in der wissenschaftlichen Praxis, Publikations- und Forschungsförderungslandschaft entwickelt und das Feld der Zellbiologie beeinflusst? Mit der Untersuchung solcher diskursiven Konstruktionen soll dieser Ansatz einen Beitrag zu einem robusten historischen Verständnis jener Konzepte liefern, die von Zellbiolog_innen in heutigen Debatten zu Innovation abgerufen werden und gleichzeitig eine neue epistemologische Perspektive auf die Geschichte der Lebenswissenschaften des 20. Jahrhunderts bieten.

 

Abgeschlossene Dissertationen

Im November 2018 haben folgende Studierende am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung ihr Doktoratsstudium abgeschlossen:

MMag. Senol Yagdi MA: „Bildungsaufstieg mit Migrationshintergrund – Aufstiegsrelevante Ressourcen und Strategien der zweiten Generation türkischer MigrantInnen in Österreich“, Betreuer: ao.Univ.-Prof. Dr. Hans Pechar. –

Mag. Marius Weigl: „Wissenschaft-Verwaltung-Polizei: Zur „Lösung der Zigeunerfrage“ in Österreich-Ungarn während des Ersten Weltkriegs“, Betreuer: ao.Univ.-Prof. Dr. Markus Arnold.

Wir gratulieren herzlich!

Internationaler Workshop „Ignorance and non-knowledge: what consequences for democratic governance, politics and policy?”

Am 13. und 14. November findet an der Universität Wien der von Helene Sorgner (WIHO) mitorganisierte internationale Workshop „Ignorance and non-knowledge: what consequences for democratic governance, politics and policy?” statt. Fallstudien aus der Politikwissenschaft, Soziologie, und der Wissenschafts- und Technikforschung untersuchen im Rahmen dieses Workshops die Bedeutung von Nichtwissen als Ressource in demokratischen Prozessen. Entgegen der Vorstellung, dass demokratische Politikgestaltung sich auf das beste vorhandene Wissen gründen soll, erweist sich bei genauerer Betrachtung gerade das Nicht-Einholen von Information für unterschiedlichste politische Akteure – etwa in der Migrations-, Gesundheits- oder Finanzpolitik – von Vorteil. Wie etwa bei der Planung großer zukünftiger Forschungsprojekte dieselben Unsicherheiten als Argumente für ganz unterschiedliche Forschungsstrategien und –technologien mobilisiert werden können, zeigen Helene Sorgner und Sophie Ritson in ihrem Beitrag anhand aktueller Beispiele aus der Hochenergiephysik.

Eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Matthias Gross (Jena), Stefan Böschen (Aachen) und Ulrike Felt (Wien) am Abend des 13. November widmet sich darüber hinaus der Frage, wie sich Nichtwissen mit dem klassischen Ideal einer evidenz- und wissensbasierten Politik vereinbaren lässt.

Programm und weitere Informationen: politikwissenschaft.univie.ac.at/ignorance-workshop

International Summer School on the Philosophy, History, and Sociology of Particle Physics (Wuppertal, 23–30 July 2018)

The DFG/FWF research group “The Epistemology of the Large Hadron Collider” has organised a summer school that draws upon interdisciplinary perspectives of past, present and future particle physics. The summer school features keynotes from physics, philosophy, sociology and history, including Prof. Martina Merz (AAU), and a series of working groups. There will be 30 international participants from advanced students to early-career researchers.

Helene Sorgner and Sophie Ritson have organised and will lead a working group on contemporary perspectives on practices in high-energy physics. The working group is dedicated to exploring the recent approaches developed from a practice-oriented perspective in science and technology studies, and history and philosophy of science. This presents an opportunity for participants to engage with contemporary contributions in discussions of high-energy physics, in diverse areas such as measurement practices, organisation, visual practices, and communications.

Further information: https://www.lhc-epistemologie.uni-wuppertal.de/news-events-publications/news/summer-school-2018.html