Forschung
Forschungsprofil
Forscher:innen an der Fakultät für Sozialwissenschaften (SOWI) arbeiten in grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung zu drängenden gesellschaftlichen Problemlagen. Übergreifende Themenschwerpunkte der Fakultät verfolgen die Ziele:
- Aktuelle globale Herausforderungen zu verstehen und sozio-technische Lebenswelten zukunftsfähig zu gestalten;
- Einflussfaktoren auf Gesundheit, Resilienz und Sinnerleben zu verstehen und Gefährdungen menschlichen Wohlbefindens entgegenzuwirken;
- Digitalisierung von Alltagswelten zu verstehen und Handlungsfähigkeit im Umgang mit Digitalisierung zu fördern;
- Grundlagen der Nachhaltigkeit sozialwissenschaftlich-interdisziplinär zu verstehen und Nachhaltigkeitskompetenzen auf verschiedenen Ebenen zu stärken;
- Gesellschaftliche Ordnungen und Praktiken neu zu denken, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und sozial verantwortlich zu handeln.
Forschungsbereiche
Das Institut für Geographie und Regionalforschung (GEO) fokussiert auf regionale Entwicklung und Transformation. Die Forschenden am Institut für Psychologie (PSY) befassen sich aus Perspektive unterschiedlicher Teilgebiete mit dem übergreifenden Thema, wie angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts „meaningful lives“ konzeptualisiert und gefördert werden können. Das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft (MK) setzt Schwerpunkte in den Themenbereichen Media Literacy, Digital Health sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierungsforschung. Die Forschenden des Instituts für Gesellschaft, Wissen und Politik (SOKPOL) konzentrieren sich auf Wechselwirkungen von Wissen(schaft), Technik, Gesellschaft und Politik und deren Rolle bei der Wahrnehmung und Gestaltung globaler Herausforderungen und möglicher (nicht)nachhaltiger und demokratischer Zukünfte.
Aktuelle Projekte (Auszug)
Banking on zoos for conservation? Towards a multispecies perspective on conservation research in the EAZA Biobank
Projektleitung: Erik Aarden
The global decrease in the number and variety of plant and animal species, commonly described as a biodiversity crisis, is one of the most pressing contemporary social and political issues. To address this issue, social and political institutions have developed a wide range of national, European and global initiatives and agreements for the conservation of endangered species. Among them, zoos and aquaria, which already house various endangered species, have positioned themselves as potential contributors. One important effort in this regard is the establishment of a biobank, a repository of blood and tissue samples from various animal species in European zoos. This biobank is operated by the European zoo network EAZA and located in four different so-called “hubs”. The EAZA Biobank thereby builds a network where zoo conservation efforts crystallize, which at the same time raises the question how such a sample collection can and should contribute to species conservation.
A social science project at the University of Klagenfurt aims to answer this question by studying three layers of work within and around the EAZA Biobank. The first layer concerns the collection and processing of samples in individual zoos and the biobank hubs. Second, the project group will study how this network relates to wider conservation programs and initiatives at European zoos and aquaria. Third, the activities within and around the biobank are examined in relation to broader European and global regulations and strategies regarding the protection of endangered species. Central aim of the project is thereby to understand how biobanking activities engage with the complexity of species conservation.
Laufzeit: 02.05.2025 – 01.05.2028
GameWise: Fostering Wisdom Through Video Games.
Projektleitung: Judith Glück
In a world that urgently needs more wisdom, video games may open up a new approach to fostering wisdom in broad and diverse audiences. While video games have been found to increase various cognitive and social competencies, wisdom is typically acquired through reflection of real-life challenges. So-called “deep” video games immerse players in emotionally intense and personally meaningful experiences, encouraging them to take unfamiliar perspectives, make complex moral decisions, or reflect on difficult life problems. Therefore, deep video games may have the potential to foster wisdom-related capacities such as empathy or selfreflection both at the state and the trait level.
Laufzeit: 01.10.2024 – 30.09.2027
#NoFakeFacts! Citizen Science-Jugendprojekt zur Förderung der Medien- und Informationskompetenz sowie des Wissenschafts- und Demokratieverständnis Heranwachsender
Projektleitung: Christina Seeger
Durch die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und der Medienwelt haben sich Anforderungen an die Medien- und Informationskompetenz der Bürgerinnen und Bürger gewandelt, um im digitalen Informationsdickicht den Überblick zu behalten und seriöse von weniger seriösen Nachrichten zu unterscheiden. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer intensiven Social-Media Nutzung eine vulnerable Gruppe: Extremistische Gruppen, populistische Akteure und Verschwörungsideologen nutzen diese Medien, um ihre oft unterhaltsam aufbereiteten Inhalte zu verbreiten und Misstrauen gegen staatliche Institutionen zu schüren. Dadurch, dass sich Jugendliche noch in der Entwicklungsphase befinden und entsprechend beeinflussbar sind, besteht hier dringender Forschungs- und Handlungsbedarf.
Das Projekt „#NoFakeFacts!“ setzt an diesem Punkt an und möchte durch die Verzahnung von Wissenschaft, politischer Bildungsarbeit und Schulunterricht fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Informationsverhalten von Jugendlichen erlangen. Ganz zentral ist dabei der aktive Einbezug der Jugendlichen und ihrer Perspektive auf ihren Umgang mit Informationen sowie ihre Erwartungen an Medien, Wissenschaft und Demokratie.
Laufzeit: 01.09.2025 – 31.08.2028
City Science Lab (Universität Klagenfurt): Climate & Cities Missions in Action (CSL-AAU)
Projektleitung: Martina Merz, Daniel Barben, Helen Landmann, Max-Peter Menzel u.a.
Klagenfurt am Wörthersee nimmt als einzige österreichische Stadt an der EU-Mission „100 Climate-neutral and Smart Cities by 2030“ teil. Um die Klimaziele zu erreichen, sind ehrgeizige und finanzintensive Projekte in Umsetzung und geplant, von der Dekarbonisierung der Busflotte bis zum Ausbau des Ökostromangebots. Die Universität Klagenfurt wird die Stadt auf ihrem Weg zur Klimaneutralität durch Kompetenzen aus einem breiten Fächerspektrum der Sozial-, Kultur-, Wirtschafts- und Technikwissenschaften unterstützen. Dazu wird nun, finanziert durch ein Sonderbudget des BMBWF im Ausmaß von 1 Million Euro, das „City Science Lab (Universität Klagenfurt): Climate & Cities Missions in Action“ gegründet.
Laufzeit: 01.01.2025 – 31.01.2027
Einen Überblick über alle Forschungsprojekte an der Fakultät für Sozialwissenschaften finden Sie in der Forschungsdokumentation.
Aktuelle Publikationen der Fakultät finden Sie auf der Seite „Publikationen„.
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