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Fotografien als säkulare Ikonen einer globalisierten Öffentlichkeit. Ein kultursoziologischer Zugang

14. Mai 2020 um 11:00

Veranstaltungskategorie Vortrag |Foto: kasto/Fotolia.com

Veranstaltungsort
V.1.01
AAU Klagenfurt

Veranstalter
IFK – Abteilung Visuelle Kultur


Beschreibung

Im Vortrag möchte Herr Binder die Rolle von Fotografien als säkulare Ikonen bei der Herstellung und Mobilisierung einer globalisierten Öffentlichkeit aus kultursoziologischer Perspektive näher beleuchten. Hierzu sind zunächst einmal die Prinzipien einer an die Religionssoziologie des späten Durkheims anknüpfenden Kultursoziologie zu erläutern. Danach legt er dar, wie sich diese Prinzipien auf das Studium visueller Bedeutungen, insbesondere von Fotografien, übertragen lassen und welche methodologischen Konsequenzen dies für die Analyse von Fotografien hat. In dem empirischen Teil des Vortrags sollen in erster Linie Fotografien aus dem Kontext des Irakkrieges und der Flüchtlingskrise analysiert werden. Dabei sollen jeweils Fotografien, die als säkulare Ikonen in der Weltöffentlichkeit soziale Wirkmächtigkeit entfaltet haben, mit solchen Pressefotografien verglichen werden, die trotz professioneller Anerkennung (z.B. World Press Photo) keinen ikonischen Status innehaben. Warum werden bestimmte Fotografien zu Ikonen und andere nicht? Welche Rolle spielen säkulare Ikonen in einer sich globalisierenden Öffentlichkeit? Wie verschiebt sich die Bedeutung ikonischer Fotografien mit ihrer Veröffentlichung bzw. in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten?

Vortragende(r)
Dr. Martin Binder (Masaryk Universität Brünn)

Werner Binder ist zur Zeit Assistenzprofessor im Fach Soziologie an der Masaryk-Universität zu Brünn (Brno, Tschechien). Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie und Germanistik in Mannheim, Potsdam und Berlin promovierte er mit einer Arbeit zum Abu-Ghraib-Skandal an der Universität Konstanz. Er ist Autor von „Abu Ghraib und die Folgen“ (2013, transcript), Koautor von „Ungefähres“ (2014, Velbrück) und Mitherausgeber von „Kippfiguren“ (2013, Velbrück). In den letzten Jahren veröffentlichte Werner Binder überwiegend englischsprachige Beiträge in internationalen Zeitschriften und Sammelbänden. Seine Arbeitsschwerpunkte sind soziologische Theorie, Kultursoziologie, Methoden der Text- und Bildinterpretation sowie die Analyse öffentlicher Diskurse.

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Anna Schober-de Graaf (anna [dot] schober [at] aau [dot] at)

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Termine:
14. Mai 2020 um 11:00 Uhr
Veranstaltungskategorie:
zum Veranstaltungskalender

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Termine:
14. Mai 2020 um 11:00 Uhr
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