Luftbild | Foto: Gert Steinthaler

Die Universität Klagenfurt ist am UniNEtZ-Projekt beteiligt

Im Projekt UniNEtZ haben sich Wissenschaftler_innen und Künstler_innen aus 15 österreichischen Universitäten und drei Partnerinstitutionen zusammengeschlossen, um Optionen zu erarbeiten, wie die UN Sustainable Development Goals umgesetzt werden können. Mit dabei ist die Universität Klagenfurt.

Im Zeitraum 2019-2021 wird im Projekt an einem Optionenbericht gearbeitet, der die Bundesregierung in der Umsetzung der SDGs in Österreich unterstützen soll. Genauso wie die SDGs in vielfacher Weise miteinander verbunden sind und nur auf inter- und transdisziplinäre Weise umgesetzt werden können, repräsentiert UniNEtZ ein breites Spektrum an Expertise aus Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik, Kunst und Musik. Dadurch ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte, wie die Verankerung von Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und mit der Gesellschaft.

Den Universitäten als Zentren für Forschung sowie als Bildungsstätten für künftige Entscheidungsträger_innen und Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft kommt bei der Umsetzung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) eine bedeutende Rolle zu. Der Science-Society-Policy Dialog spielt dabei eine große Rolle, also die Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Gruppen. Zentrale Herausforderung im Projekt ist die Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft. Mit dieser Motivation hat die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich ein gemeinsames Projekt unter dem Titel UniNEtZUniversitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele entwickelt. Dabei übernehmen die beteiligten Universitäten sogenannte Patenschaften und Mitwirkungen für die SDGs. Eine Patenschaft bedeutet, dass die Institution Wissen sowie Aktivitäten österreichweit zum jeweiligen SDG koordiniert und zusammenträgt. Eine Mitwirkung beschreibt die inhaltliche Mitarbeit an einem bestimmten SDG. Durch diese intensiven Kooperationen und fachliche Auseinandersetzung mit den SDGs werden Beiträge gesammelt, kritisch beleuchtet und aufeinander abgestimmt, um im Zeitraum 2019-2021 an der Entwicklung von Optionen zu arbeiten. Das zu erarbeitende Optionenpapier stellt keine Handlungsempfehlungen dar, sondern soll zukunftsorientierte Lösungswege mit ihren jeweiligen Konsequenzen identifizieren und bewerten. Jeder konkrete Beitrag der Universitäten zur Umsetzung der SDGs in Österreich ist erwünscht.

Bei UniNEtZ steht die Vernetzung zwischen den Universitäten und die Verankerung der SDGs in Forschung, Lehre und Gesellschaft im Mittelpunkt des Projekts. Als Schlüsselvoraussetzungen für erfolgreiche Beiträge zur Umsetzung der SDGs gelten: umfassende systemische Ansätze, ein kontinuierlicher Science-Society-Policy Dialog sowie eine kollaborative internationale und nationale, universitätsübergreifende Zusammenarbeit.

Die Universität Klagenfurt hat die Patenschaft für das SDG4 gemeinsam mit der Universität Innsbruck übernommen. Leiter der Arbeitsgruppe ist ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Franz Rauch, insgesamt 12 KollegInnen der Universität Klagenfurt sind in der Arbeitsgruppe vertreten. Weitere 14 KollegInnen der Universität Klagenfurt wirken auch in den Arbeitsgruppen zu SDG7, SDG12, SDG13 und SDG16 mit und Studierende der Universität Klagenfurt sind aktiv im Forum ebenfalls an dem Projekt beteiligt.