Buchpräsentation „Fairness and Justice in Natural Resource Politics“

In den letzten Jahrzehnten haben Konflikte über Zugang zu und Kontrolle von natürlichen Ressourcen zugenommen. Die Ursachen dieser Konflikte sind vielfältig, wie etwa ungleiche Landverteilung, Auswirkungen des Klimawandels, ökologische und soziale Bedingungen des Rohstoffabbaus oder die Verteilung von Einkünften. Politische, wissenschaftliche und mediale Debatten beziehen sich beim Thema Ressourcenpolitik oft auf Fairness und Gerechtigkeit. Die angewandten Begriffsdefinitionen und die zugrunde liegenden Ansätze sind vielfältig und oft widersprüchlich.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen verschiedene Zugänge zu Ressourcenfairness und -gerechtigkeit sowie Instrumente für deren Umsetzung diskutiert werden. Zudem wird die Frage gestellt, wie Konzepte von Ressourcengerechtigkeit und -fairness in verschiedene Politikbereiche integriert werden können.

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Effizientere Nutzung der Wiesen kann zu erhöhter Nahrungsmittelproduktion beitragen

Nutzt man Weideflächen in einer effizienteren Weise, könnte man die globale Milch- und Fleischproduktion wesentlich erhöhen bzw. Landflächen für andere Nutzungen freigeben. Eine aktuelle Studie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass etwa 40 Prozent der natürlichen Wiesenflächen weltweit das Potenzial hätten, effizienter genutzt zu werden. Damit könnten potenziell 5 Prozent mehr Milch und 4 Prozent mehr Fleisch im Vergleich zum Jahr 2000 erzeugt werden. Setzt man nicht auf Mehrproduktion, könnte man ungefähr 2,8 Millionen Quadratkilometer Grünlandfläche anderen Zwecken widmen.

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Towards the Material Aspects of Environmental History of Eastern Alpine Grasslands in 16th and 17th Centuries / 78th Minisymposium of the Centre for Environmental History

Lecture with Žiga Zwitter, Univ. of Ljubljana, Faculty of Arts, Dep. of History, hosted by AAU, Institute of Social Ecology

The lecture discusses three main components of the material environmental history of Eastern Alpine semi-natural meadows and pastures in the changing 16th and 17th century environment as reported in archival sources: (1) site conditions and their changes, recorded either explicitly or implicitly, (2) species composition or at least plant characteristics which were important for agriculture or medicine, and (3) human interventions in grassland ecosystems, e.g. in hydrological conditions and in plant species composition. In order to broaden the understanding of 17th century environmental history, a GIS map will be presented, which combines (1) georeferenced areas of meadows as recorded in the first detailed land use maps from the early 19th century and (2) results of a lidar survey of a part of the Julian Alps, belonging to the Southern Limestone Alps. Weiterlesen

China: CO₂-Fußabdruck von wohlhabenden Haushalten erreicht europäisches Niveau

Zwischen 2007 und 2012 ist der gesamte CO2-Fußabdruck chinesischer Haushalte um 19 Prozent gestiegen, wobei 75 Prozent dieses Anstiegs auf den gewachsenen Konsum der Mittelklasse und der Reichen zurückzuführen ist. Somit haben die obersten Einkommensgruppen das Niveau der durchschnittlichen Europäer erreicht, 2/3 der Bevölkerung bleibt allerdings auf niedrigstem Niveau. Der Wandel des chinesischen Lebensstils macht nun Interventionen der Politik nötig, um die Konsequenzen für den Klimawandel in Grenzen zu halten. Eine aktuelle Publikation in Nature Climate Change zeigt die Entwicklungen auf.

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Challenges of the ecosystem service concept

The concept of ecosystem services is increasingly used in research, land use management and policy making. For the concept to be both a successful application within research and a practical implication in decision making, several challenges must be addressed carefully. The IFF-Lecture and Research Seminar will present some results and suggestions developed within an ongoing EU-FP7 research project OpenNESS by two international recognized experts, ROY HAINES-YOUNG and KURT JAX.

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Globaler Ressourcenverbrauch in den letzten vier Jahrzehnten verdreifacht: UNEP-Konferenz in Wien

Um 1900 wurden weltweit ungefähr 7 Milliarden Tonnen Ressourcen jährlich der Natur entnommen, 2010 waren es schon rund 70 Milliarden Tonnen. Allein in den letzten 40 Jahren hat sich der Ressourcenverbrauch verdreifacht. Bei gleichbleibender Entwicklung werden im Jahr 2050 180 Milliarden Tonnen pro Jahr an Ressourcen verbraucht. Das UN Resource-Panel präsentiert seine Ergebnisse am 21. November 2016 im Rahmen der „Resource Conference Vienna. Prosperity without growth of natural resource use“. WissenschafterInnen des Instituts für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität haben daran mitgearbeitet.

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Pulling the Teeth of the Tropics: Towards an Environmental History of U.S. Public Health Efforts during the Construction of the Panama Canal

77th Minisymposium / 7th Rachel Carson Center Lecture, 7.11.2016
Presentation: Paul Sutter, Professor of History, University of Colorado at Boulder

Abstract:
Between 1904 and 1914, the United States constructed the Panama Canal, an ambitious engineering project undertaken in the shadow of the French failure two decades earlier. The French experience taught American administrators a number of lessons, none more potent than the need to control malaria and yellow fever. The Americans not only responded with a sanitary program that met that threat, but they claimed that they had solved one of the vexing medical – and imperial – problems of the era: settling temperate peoples in tropical environments. The Americans, to use the words of contemporary commentator Albert Edwards, had „pulled the teeth of the tropics“.

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Resource Conference Vienna: “Prosperity without Growth of Natural Resource Use”

The conference will put its focus on the patterns and trends of resource use. Results and analysis of recently published studies of the UNEP International Resource Panel and the European Environment Agency in this context will be presented. Another issue of the conference will be the progress and current challenges of resource politics – also in relation to climate politics.
Two national examples of resource politics will be dealt with. At the closure panel of the conference future challenges and possibilities for implementing hands-on-measures will be discussed.

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Erschöpfte Erde


Ende September wurde in Wien eine Studie des UN-Resource Panel zu den globalen Materialflüssen und zur Rohstoffnutzung präsentiert, die aufzeigt, dass seit den 1970er Jahren die jährliche Ressourcenentnahme um das Dreifache gestiegen ist. Mitautorin der Studie ist Nina Eisenmenger, die mit ad astra über die zunehmende Erschöpfung der Natur sprach.

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Globale Landnutzung verändert Treibhausgasemissionen: Neues Berechnungsmodell in Entwicklung

Die Nutzung von Biomasse für Energie und Rohmaterialien ist global auf dem Vormarsch, mit weitreichenden Auswirkungen auf die Ökosysteme. Auf Grund von Landnutzungskonkurrenzen könnte dies allerdings zu erheblichen Emissionen von Treibhausgasen führen. Mit einem neuen Modell, das ForscherInnen an der AAU nun in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt entwickeln wollen, sollen diese Effekte nun berechnet werden.

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