10 Dez.

Bayesian Markov-Switching Partial Reduced-Rank Regression

Veranstaltungsort: N.2.35

Reduced-rank (RR) regression is a powerful dimensionality reduction technique, but traditional RR models typically overlook potential group structure in the responses by assuming a low-rank structure for the coefficient matrix. When the observations in the regression model are indexed by time, the relationship between covariates and responses could change over periods. A time-varying grouping structure in the response variables in RR regression is currently understudied.To address this limitation, a Markov-switching Bayesian Partial RR (MSPRR) regression is proposed. First, the response vector is partitioned into two groups to reflect different degrees of complexity of the relationship. A ``simple'' group assumes a low-rank linear regression, and a ``flexible'' group remains agnostic and exploits nonparametric regression via a Gaussian Process. Second, unlike traditional approaches that assume known group structure and rank, these are treated as unknown parameters to be estimated. Third, time variation and persistence are accounted for by introducing a Markov-switching process that examines changes in the grouping structure and model parameters over time.We perform fully Bayesian inference using a partially collapsed Gibbs sampler, enabling uncertainty quantification. Applications to both synthetic and U.S. macroeconomic data demonstrate the proposed method's ability to uncover latent states and hidden structures within the data.

10 Dez.

Weihnachtsvorlesung 2025 „Welt und Wirtschaft in Turbulenzen: Wird es je wieder so schön, wie es nie war?“

Veranstaltungsort: HS B

Das Jahresende ist traditionell eine Zeit, in der sowohl zurück als auch nach vorne geblickt wird. Dies zu tun ist auch – in Bezug auf die wirtschaftliche Situation und Entwicklung – das Ziel der Weihnachtsvorlesung. Die letzten Jahre sind nicht nur gefühlt eine, im Sinne des chinesischen Sprichworts, interessante Zeit. Diverse Krisen, Kriege und politische Spannungen führen zu größerer Unsicherheit. Was waren und sind die wirtschaftlichen Effekte dieser Krisen? Sind diese Krisen „verarbeitet“? Oder, haben wir durch den Fokus auf aktuelle Krisen eventuell darauf vergessen, die wesentlichen Grundlagen für mittel- und langfristige wirtschaftliche Prosperität ausreichend zu sichern und zu entwickeln? Um welche Grundlagen handelt es sich? Werden in Zukunft andere Grundlagen wichtig(er) sein? Welche Handlungsoptionen hat ein einzelner Kontinent, ein einzelnes Land, eine einzelne Region in einer global vernetzten Welt in den verschiedenen Problem- und Politikfeldern?Diese Fragen wollen wir diskutieren, mit abschließenden und für alle Zeiten unumstößlichen Antworten ist allerdings nicht zu rechnen.Ab 17.00 Uhr dürfen wir Sie zur Einstimmung auf heiße Maroni im Innenhof zwischen Süd- und Zentraltrakt einladen!Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei einem kleinen Buffet die Möglichkeit zum weiteren Austausch.

17 Dez.

Dirndl für die Welt – Die Trachtenerneuerung im Kontext der Olympischen Spiele von 1972

Veranstaltungsort: Z.1.08

Die Siegerehrungshostessen der Olympischen Spiele 1972 in München (und Kiel) trugen Dirndl. Der verantwortliche Designer der Spiele Otl Aicher hatte mit seinem klaren, modernen Konzept das Ziel, ein weltoffenes, farbenfrohes und zukunftsgewandtes Bild der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln; frei von nationalen Symbolen und traditionellen Formen. Umso bemerkenswerter ist, dass mit der Gestaltung der Dirndl die Rosenheimer Trachtenschneiderin Brigitte Bogenhauser-Thoma beauftragt wurde, deren Arbeit in der Tradition einer Trachtenerneuerung nach dem Vorbild der einstigen "Reichstrachtenbeauftragten" Getrud Pesendorfer stand.Der Vortrag untersucht die Entstehung und Gestaltung der Siegerehrungsdirndl im Spannungsfeld zwischen Aichers moderner Gestaltungsidee und Bogenhauser-Thomas konservativer Ästhetik. Anhand ausgewählter Entwürfe wird gezeigt, wie Bogenhauser-Thoma historische Vorbilder, regionale Bezüge und handwerkliche Traditionen in einer bewusst traditionellen Formensprache neu interpretierte und so ein textiles Bild von „Heimat“ schuf, das zwischen Repräsentation, Symbolpolitik und ästhetischem Widerspruch oszilliert. Die Olympia-Dirndl werden damit zu einem aufschlussreichen Beispiel für den Umgang mit Tradition in der Bundesrepublik der frühen 1970er Jahre, das bis heute Fragen nach Identität, Repräsentation und kultureller Kontinuität aufwirft.

14 Jan.