Defensio von Claudia Kitz zur Doktorarbeit „The Delivery of Bad News: Synthesizing and Testing and Evidence-Based Framework”

Am 04. Mai 2023 verteidigte Claudia Kitz, die in den letzten vier Jahren am Institut als Universitätsassistentin in Forschung und Lehre tätig war, ihre Dissertation mit ausgezeichnetem Erfolg. Dem Prüfungskommitee aus Laurie Barclay (U. Guelph) und Guido Offermanns, saß Ralf Terlutter vor.

Betreut durch Heiko Breitsohl und Kai C. Bormann (Universität Bielefeld), widmete sich Claudia Kitz der Überbringung von schlechten Nachrichten am Arbeitsplatz, oder wie es formal in ihrer Doktorarbeit heißt „The Delivery of Bad News: Synthesizing and Testing an Integrative Framework”.

Anhand zweier Studien, einem extensiven Review von knapp 700 Fachartikeln (siehe Publikation) sowie einem mehrstufigen Experiment mit Führungskräften und Mitarbeiter*innen, erarbeitete Claudia Kitz, neben einer überarbeiteten theoretischen Definition, empirische als auch praktische Befunde wie schlechte Nachrichten am Arbeitsplatz (Stichwort Kündigung oder negatives Feedback) effektiv überbracht werden können.

Während ihres Doktoratsstudiums entwickelte Claudia Kitz, initiiert durch das Young-Secentist-Mentoring Program der Universität Klagenfurt, eine starke Mentor-Mentee Beziehung mit Laurie J. Barclay (University of Guelph, Canada), welche sich durch die Co-Autorenschaft des gemeinsamen Review Papers abbildete und auch darüber hinaus weiter Bestand hat.

Claudia Kitz arbeitet bereits seit Dezember 2022 als Postdoctoral Research Fellow an der niederländischen Universität Groningen. Mittels des NWO*-finanzierten Projekts „Societal Transition and Behavioral Change“ widmet sie sich weiterhin der Überbringung von schlechten Nachrichten am Arbeitsplatz, siehe https://www.rug.nl/staff/c.c.kitz/.

*Dutch Research Council

Ausschreibung einer Masterarbeit zum Thema Massenentlassung und die Auswirkungen auf Mitarbeiter*innen und Unternehmen

Das Institut für Organisation, Personal und Dienstleistungsmanagement schreibt für die Studienschwerpunkte PFO bzw. Arbeits- und Organisationspsychologie eine (1) projektbasierte Masterarbeit zum Thema Auswirkungen von Massenentlassungen aus.

Ziel der Arbeit soll es sein, den Effekt von Massenentlassungen für Entlassene und „hinterbliebene“ Mitarbeiter*innen, als auch Unternehmen, zu untersuchen. Als Datengrundlage wird das Arbeitgeber-Review Portal Glassdoor mit Reviews zu twitter®, welche Anhand eines natürlichen Experiments und prä-post Vergleichen analysiert werden, herangezogen.

Die Masterarbeit ist Teil eines größeren empirischen Projekts in Kooperation mit der Universität Groningen (NL). Der/die Studierende arbeitet an einem kleinen Teilaspekt der Gesamtstudie bzw. ist aktiver Teil der Datenerhebung (Extraktion von Reviews via Glassdoor). Die Datenerhebung soll im März 2023 abgeschlossen sein. Für das Verfassen bzw. die Analysen der Masterarbeit selbst kann der/die Studierende einen eigenen Zeitplan festlegen.

Bei Interesse an der Bearbeitung des Themas oder Rückfragen bitten wir um Kontaktaufnahme bis spätestens 30.12.2023 mit c [dot] c [dot] kitz [at] rug [dot] nl oder heiko [dot] breitsohl [at] aau [dot] at.

Auszeichnung für Heiko Breitsohl

Most Innovative Paper Award für ein Projekt im Forschungsgebiet Mitarbeiterbindung

Im Rahmen der 2022 Conference on Commitment, welche vom 01. bis 03. August an der Ohio State University in Columbus (Ohio) unter dem Motto „Cross-Level Influences and Effects“ stattfand, wurde ein Forschungsprojekt des Instituts für Organisation, Personal und Dienstleistungsmanagement ausgezeichnet.© Lucas dos Santos Costa Heiko Breitsohl erhielt den Most Innovative Paper Award für den Beitrag „Assessing workplace bonds beyond commitment: Development of target neutral scales for identification, instrumental and acquiescence bonds” (mit Howard J. Klein, The Ohio State University, und Marina Schefer, Tammo Straatmann und Karsten Müller, Universität Osnabrück).
Außerdem war Heiko Breitsohl eingeladenes Mitglied der Podiumsdiskussion zum Thema „Challenges in Conducting Cross-Level Research“ (mit Kaifeng Jiang und Kathleen R. Keeler, The Ohio State University) sowie Koautor des präsentierten Forschungsprojekts „Commitment Across Life Domains: A Person-Centered Analysis of Commitments in Volunteer Firefighters” (mit Georg Loscher, Universität der Bundeswehr München, und Sascha A. Ruhle, Tilburg University).
Ein Überblick über die Konferenz, inkl. Programm, findet sich unter https://u.osu.edu/fishercomconf/.

 

82nd Annual Meeting of the Academy of Management

82nd Annual Meeting of the Academy of Management in Seattle, WA, unter Beteiligung von Heiko Breitsohl, Lena Zöhrer und Claudia Kitz

Das diesjährige Annual Meeting of the Academy of Management wurde vom 05. bis zum 09. August in Seattle (Washington), unter dem Motto: „Creating A Better World Together”, seit zwei Jahren erstmals wieder in Präsenzform, abgehalten. Heiko Breitsohl, Lena Zöhrer und Claudia Kitz vertraten das Institut für Organisation, Personal und Dienstleistungsmanagement gleich mit mehreren Beiträgen.

Mit mehr als 10.000 Teilnehmer*innen und in mehr als 2.000 Sessions haben Forscher*innen aus aller Welt ihre aktuellen Projekte vorgestellt und diskutiert, sowie sich in der internationalen Community vernetzt. Zentral neben dem Motto der diesjährigen Konferenz war es, Forschung und Praxis stärker zu vernetzen um die erfolgreiche Umsetzung von aktuellen Forschungsergebnissen zu Themen wie „New Ways of Working“ in der unternehmerischen Praxis sicherzustellen.

Nach dem Start am Freitag, folgte bereits am Samstag ein ereignisreicher Konferenztag für die Institutsmitglieder. Lena Zöhrer und Claudia Kitz nahmen an zwei verschiedenen Doktorand*innenkonsortia (Mid-Stage und Late-Stage) der Human Resources und Organizational Behavior Divisions teil, welche dem Austausch mit Kolleg*innen und etablierten Wissenschaftler*innen ermöglichten sowie den Themen Lehre, Forschung und aktuellen Trends am akademischen Arbeitsmarkt gewidmet waren. Heiko Breitsohl war zeitgleich Mitveranstalter eines Professional Development Workshops mit dem Titel “Research at the Intersection of Work and Volunteering” der der Vernetzung und dem Austausch von Forscher*innen diente, sowie das Themengebiet rund um Freiwilligenarbeit stärker in den Fokus des internationalen Diskurses rückte.

Nach einigen Veranstaltungen zum Austausch mit der Forschungscommunity sowie einer kurzen Pause inkl. Stadtbesichtigung am Sonntag, fanden am Montag zwei Präsentationen im Rahmen von Symposia statt.

Heiko Breitsohl war Teil des Symposiums “The Challenges of Scale Development“ in welchem unter dem Titel „Challenges in Developing and Validating Target Neutral Scales of Different Bond Types“, ein aktuelles Projekt, in Kooperation mit Kolleg*innen aus Deutschland sowie den USA, ein neues Verfahren zur Messung von Mitarbeiter*innenbindung vorgestellt wurde.

 

 

Lena Zöhrer präsentierte im Rahmen des Symposiums „Theoretical and Empirical Advancements in Presenteeism Research” neben internationalen Forscher*innen eines Ihrer Dissertationsprojekte welches in Zusammenarbeit mit der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) bearbeitet wird. Der Vortrag zum Thema „Home-Based Telework and Sickness Presenteeism: Do Regulations at the Organizational Level Matter?”, befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Homeoffice und dem Verhalten krank zu arbeiten, mit eine speziellen Fokus auf organisationale Rahmenbedingungen, welche die Entscheidung von Mitarbeiter*innen krank zu arbeiten beeinflussen.

 

Gemeinsam mit einer Doktoratskollegin von der University of Guelph, Kanada organisierte und moderierte Claudia Kitz am letzten Konferenztag ein Symposium rund um “Effectively Managing Negative Situations to Create a Better World Together”. Sie widmete sich mit einem internationalen Panel an Vortragenden der Beantwortung der Fragestellung wie schlechte Nachrichten am Arbeitsplatz effektiv überbracht werden können und präsentierte mit dem Vortrag „We Need to Talk: Enhancing the Effectiveness of Bad News Delivery“ den aktuellen Stand der Forschung, Ansätze für zukünftige Forschungsprojekte sowie die Praxis.

 

Ein Überblick über die zahlreichen Sessions der Konferenz sowie das Rahmenprogramm sind unter https://aom.org/events/annual-meeting abrufbar.