Selfie | Foto: Syda Productions/Fotolia.com

Selfies, erotische Filme und politische Clowns

Der Schwerpunkt „Visuelle Kultur“ veranstaltet am 13. Jänner 2017 ganztägig einen Forschungstag, bei dem zahlreiche Vorträge und Workshops geboten werden. Den Abschluss des Tages bildet ein Kurzfilmfestival.

Forschungen zu visuellen Kulturen der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit stellen seit mehreren Jahren einen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt dar. Dabei werden Bilder daraufhin untersucht, wie sie eigenständig Bedeutungen in kulturellen und sozialen Kontexten vermitteln. Ins Zentrum der Betrachtung rückt die kulturelle Konstruktion des Visuellen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen in einer Reihe von Forschungsprojekten nicht nur Kunstwerke wie Gemälde oder avancierte Filme, sondern auch Bilder des Fernsehens, der Werbung oder der Computerspiele, die das Alltagsleben durchdringen und Identität mitbestimmen. Insbesondere interaktive visuelle Medien wie das Internet, Handy-Applikationen oder Videogames stellen neue Herausforderungen dar, deren Möglichkeiten zunehmend erforscht werden.

An der Alpen-Adria-Universität besteht seit über zehn Jahren ein Schwerpunkt zu „Visueller Kultur“. Dies materialisiert sich in einer jährlichen Ringvorlesung, einer Buchreihe (Klagenfurter Beiträge zur Visuellen Kultur) sowie in weiteren Gemeinschaftspublikationen. Diese werden am Freitag, 13. Jänner 2017 der Öffentlichkeit gesammelt präsentiert. Zugleich gibt es auch die Möglichkeit, sich über den neuen Masterstudiengang „Game Studies“ zu informieren.

An diesem Tag der Forschung werden zudem aktuelle Projekte von Forscherinnen und Forschern der AAU zu Visueller Kultur vorgestellt (9:00 – 18:30 Uhr, Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse). Darunter finden sich u.a. Vorträge über “Politische Clowns“ (Schober, Hrastnik), Selfies (Schönberger), erotische Filme (Fabris, Helbig) und Migration im Kino (Hipfl). Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler präsentieren ebenfalls Einblicke in ihre Arbeiten, etwa zu visuellen Markierungen im urbanen Raum (Erian, Unterberger) oder Wohnen als Gegenstand populärer Fernsehunterhaltung (Egger).

Zusätzlich gibt es zwei Workshops, und ab 16:30 Uhr werden in Form eines Kurzfilmfestivals studentische Filme aus einem Seminar zum Thema “Unreliable Narration”, geleitet von Jörg Helbig (Institut für Anglistik und Amerikanistik) uraufgeführt. Die Preisverleihung für die besten Filme, bei der auch das Publikum abstimmen kann, beginnt um 18:00 Uhr.

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