Eröffnung und Installation «Drifting Space” | Otvoritev in instalacija »Drifting Space«

Veranstaltungsort: Universität Klagenfurt (vor dem Nordtrakt der Universität)

Wir freuen uns auf die Eröffnungsfeier und die nächste Kunstinstallation im CoForum und laden Sie herzlich dazu ein!Veselimo se na odtovritev in naslednjo umetniško instalacijo ter vas prisrčno vabimo!Stoßen Sie mit uns bei Imbiss und kühlen Getränken auf 40 Jahre UNIKUM an und genießen wir gemeinsam die Installation "Drifting Space" der Künstlerin Gridchen Pliessnig!»Drifting Space« von Gridchen Pliessnig»Drifting Space« ist eine performative Installation, die das Verhältnis von Körper, Raum und Atmosphäre erforscht. Im Zentrum steht die CoForum Skulptur – ein begehbarer, nach oben offener Raumkörper aus Holz, dessen organische Struktur zahlreiche kleine Öffnungen besitzt.Diese Skulptur ist kein abgeschlossener Raum, sondern ein durchlässiges System, das auf innere und äußere Bedingungen reagiert. Die Arbeit ist zugleich Skulptur, Performance und Forschungsraum – eine Einladung zur Erfahrung von Durchlässigkeit und zur Verschiebung des Blicks: weg vom isolierten Ich, hin zum Atemfeld, in dem Distanz und Rückzug sympoietisch verbunden sind.Zwei Nebelmaschinen fungieren als atmende Akteure. Sie erzeugen Nebelzyklen, die sich mit Tageslicht, Temperatur, Luftbewegung und menschlicher Präsenz verweben.Ausgehend von ihrer künstlerischen Distanzforschung – fokussiert Gridchen Pliessnig sich auf das Verhältnis von Selbstwahrnehmung und Beobachtung. Hier wird Introversion zu einer sympoietischen Praxis: Beobachtung bedeutet nicht Isolation, sondern eine subtile Form der Teilhabe und Ko-Existenz. Ob aus der Distanz oder innerhalb des Nebelraums, Besucher*innen werden Teil eines relationalen Atemsystems, das auf sie reagiert und sie gleichzeitig einbezieht.

Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreiches – eine Buchvorstellung mit Musik.

Veranstaltungsort: N.1.44

Das Habsburgerreich stieg seit dem späten 18. Jahrhundert im Konzert der Großmächte ab und stand intern vor tiefen Zerreißproben. Doch die Habsburger rappelten sich immer wieder auf, überstanden Napoleon, einen Staatsbankrott, die Revolution von 1848 und die Niederlagen gegen Preußen und Italien. Haydn, Mozart und Beethoven hielten die Habsburgermonarchie ebenso zusammen wie seine Walzerkönige, Operettenfürsten und Militärkapellmeister. Mit dem »Habsburg-Pop« erreichte die Musik die Massen und wurde zu einem globalen Exportartikel. Das Reich der Musik hummte und summte, sang und tanzte, wirbelte und trommelte und ging erst unter, als die Mittel der Musik im Großen Krieg versagten. Das „vertonte Buch“ bietet mit seiner Kombination von Lesen und Hören von gestreamten Musikbeispielen zugleich ein neues Buchformat.Philipp Ther ist Universitätsprofessor für die Geschichte Ostmitteleuropas am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Er ist der Träger des Wittgenstein-Preises 2019 und Gründer des Research Center for the History of Transformations (RECET).

NEUE LITERATUR – Peter Waterhouse: Z Ypsilon X

Veranstaltungsort: Veranstaltungssaal (Musil-Institut, Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt)

Niemand in der Familie sprach gern über den Großvater, der als Hauptschriftleiter eine zentrale Rolle in der österreichischen NS-Propaganda innegehabt hatte. Niemand beachtete die Bücher, die dieser gesammelt hatte, Bücher von Karl Kraus, Peter Altenberg und vielen anderen, die in den Regalen der Nachkommen zusehends verstaubten. Niemand – bis hundert Jahre nach dem Tod des Großvaters das Enkelkind in ihnen zu lesen beginnt und eine ungeahnte Gegenwelt entstehen lässt.Eine Welt des Zögerns und Fragens, konturiert durch Anstreichungen und Randnotizen, Widmungen und Lesezeichen, in der das Wort nicht dem kriegstreibenden »Voran« und der Gewalt gewidmet wird, sondern all dem Unterbrochenen, Leisen, Möglichen, das scheinbar noch die Vergangenheit zu verändern weiß.Mit kompromisslos poetischem Forschungsgeist entwirft der »Archäologe der Wörter, Tiefenpsychologe der Sätze und Komödiant des Zufalls« (Der Standard) Peter Waterhouse in seinem Opus magnum Z Ypsilon X die Wirklichkeit und Welt radikal neu – ein Manifest gegen das mächtige Ich, gegen den Betrachter und das Betrachten, ein Manifest für die Offenheit, für die Möglichkeit, vor allem aber: ein literarisches Jahrhundertwerk.