liTONale – Festival für Sound & Poetry

Freitag, 17. Mai 2019
16.00– 22.00 Uhr

Musilhaus
indoor & outdoor

Das Festival liTONale dient dem Zusammenspiel akustischer, visueller, atmosphärischer und ge­meinschaftlich-gesellschaftlicher Elemente.  Es soll Soundscapes und Klangräume eröffnen, in denen sich Performer und Publikum, Musik und Literatur miteinander verbinden. Literatur war seit jeher kein geschriebener oder gedruckter Text, sondern klangliche Performance und darin mit Musik innig verbunden. Und: Performer und Publikum waren im gemeinsamen Erlebnis vereint, Kunst eine gemeinschaftliche Unternehmung. Mit der Erfindung von Schrift, Notation und Druck, mit der Dominanz des Auges, haben sich Literatur und Musik, aber auch Performer und Publikum voneinander entfernt.

Wir möchten diese vier ‚natürlichen‘ Partner wieder zusammenbringen, unter heutigen Bedingungen und mit Blick auf heutige Herausforderungen an die Gesellschaft und an die Kunst.
Die Bedin­gungen sind gut: Die akustische Performanz literarischer Texte gewinnt immer mehr Aufmerksam­keit durch Lesungen, Slam Poetry und Spoken Word. Lesungen werden immer öfter musikalisch be­gleitet oder – und das ist unsere Zielrichtung – zu einer Wort-Musik-Per­formance. Unter dem ge­meinsamen ‚Dach‘ ihrer Klanglichkeit – der Verbindung von Klang und Rhythmus – finden Musik und Literatur wieder zueinander in einem Miteinander, multimedial. Das gemeinsame, vollsinnliche Er­leben von Klanglichkeit führt Performer und Publikum wie­der zusammen – im Hier und Jetzt. Kunst kann wieder zur pulsierenden Echokammer der Ge­sellschaft werden und artikulieren, wie wir auf aktuelle und nahe gesellschaftliche Umbrüche reagieren, reagieren können.

5 Stationen mit Literatur-Musik-Performances, die im Stundentakt inklusive Pause aufeinander folgen und abwechselnd an 3 Orten des Musil-Hauses stattfinden – in der Literaturlounge im EG, im Veranstaltungssaal im 1. Stock und im Innenhof.

Der Eintritt ist frei.

Das Festival wird kulinarisch umrahmt durch Getränke und Bewirtung des benachbarten Cafes.

A K T E U R E

Bodo Hell & Duo Hammerling
Das Duo Hammerling (Fritz Mosshammer: Alphorn, Fujara und Erwin Rehling: Schlagwerke, Fliesophon) performt gemeinsam mit dem Autor und Alpenhirt Bodo Hell (SprechKaskaden und Suaden) ein literarisch-musikalisches Feuerwerk ohne Brandgefahr und Luftverschmutzung, erhellend und dahinschnellend.

Barbara Zeman & Sweet Sweet Moon
Barbara Zeman liest aus ihrem monumentalen, viel gefeierten Debütroman „Immerjahn“ und wird dabei im Ping Pong-Format von der bittersüßen Band Sweet Sweet Moon (Matthias Frey, Violine, Synthesizer und Lukas Pöchhacker, Cello) sowohl musikalisch als auch inhaltlich getragen. Groß, und weit mehr als bloße Verzückung.

LaRap – Lyrical and Rhythm and Poetry
Freakygreenfish (MC, Luca Mussnig) & Mr. Jenkins (DJ, Thomas Obergantschnig) präsentieren dreckige Old School-Literatur und feinste Hip Hop-Poesie. Eine Harmonie zwischen schönen Scratches und dopen Lyrics, verpackt in eine einzigartig „coole“ Show.

Verena Dürr alias v e n e r a s i n n
fertigt mit ihrer Gleichschaltung von Wort und Ton, besser Elektronik, live den Soundtrack für ein düster-trauriges Sci Fi-Movie. Wir sind die Roboter, und das ist die Zukunft. Elektropoesie at it’s best.

The Very Pleasure
Der nimmermüde Fritz Ostermayer und sein gelehriger Schüler Oliver Welter als The Very Pleasure versuchen den Spagat zwischen abgehalfterter Schlagermusik und zornigen Texten österreichischer Autoren. Eine Disco für Slavoj Žižek.