Recurring

Tutorien-Werkstatt | Open Tutorial Workshop

Veranstaltungsort: V.1.02

Für alle Tutor:innen der Universität Klagenfurt: Du möchtest dir Feedback zu deiner Tutoriumsplanung holen oder wünscht dir Unterstützung bei der Konzipierung deiner nächsten Tutoriumseinheit? Du möchtest dich mit anderen Tutor:innen über deine Tätigkeit austauschen, Erfolge & Schwierigkeiten besprechen? Dann komm bei unserer Tutorien-Werkstatt vorbei! Ein Mitglied der Servicestelle Tutoring & Mentoring steht dir hier für alle Fragen zu Verfügung. For all tutors of the University of Klagenfurt: You would like to get feedback on your tutorial planning or receive support in designing your next tutorial unit? You want to talk to other tutors about your work, discuss successes and difficulties? Then come along to our open tutorial workshop! A member of the Servicepoint Tutoring & Mentoring will be on site to answer any questions you may have.

Dirndl für die Welt – Die Trachtenerneuerung im Kontext der Olympischen Spiele von 1972

Veranstaltungsort: Z.1.08

Die Siegerehrungshostessen der Olympischen Spiele 1972 in München (und Kiel) trugen Dirndl. Der verantwortliche Designer der Spiele Otl Aicher hatte mit seinem klaren, modernen Konzept das Ziel, ein weltoffenes, farbenfrohes und zukunftsgewandtes Bild der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln; frei von nationalen Symbolen und traditionellen Formen. Umso bemerkenswerter ist, dass mit der Gestaltung der Dirndl die Rosenheimer Trachtenschneiderin Brigitte Bogenhauser-Thoma beauftragt wurde, deren Arbeit in der Tradition einer Trachtenerneuerung nach dem Vorbild der einstigen "Reichstrachtenbeauftragten" Getrud Pesendorfer stand.Der Vortrag untersucht die Entstehung und Gestaltung der Siegerehrungsdirndl im Spannungsfeld zwischen Aichers moderner Gestaltungsidee und Bogenhauser-Thomas konservativer Ästhetik. Anhand ausgewählter Entwürfe wird gezeigt, wie Bogenhauser-Thoma historische Vorbilder, regionale Bezüge und handwerkliche Traditionen in einer bewusst traditionellen Formensprache neu interpretierte und so ein textiles Bild von „Heimat“ schuf, das zwischen Repräsentation, Symbolpolitik und ästhetischem Widerspruch oszilliert. Die Olympia-Dirndl werden damit zu einem aufschlussreichen Beispiel für den Umgang mit Tradition in der Bundesrepublik der frühen 1970er Jahre, das bis heute Fragen nach Identität, Repräsentation und kultureller Kontinuität aufwirft.