Serientermine

Deutsch Intensivkurs W1

Veranstaltungsort: n.n. (AAU und JGH)

Deutsch Intensivkurs für Teilnehmer/innen ab 17 Jahren, verschiedene Niveaustufen: Einstufungstest am ersten Kurstag; 2- bis 3-wöchige Variante möglich; kommunikativer Sprachunterricht24 UE (à 45 Min.) pro Woche

Die perfekten Bewerbungsunterlagen

Veranstaltungsort: Online

Ihre Bewerbungsunterlagen sind Ihre erste Visitenkarte. Sie können Türen öffnen aber auch schließen. Dieser Workshop zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihren Unterlagen einen guten Eindruck hinterlassen.

Stefan Schmitzer: liste der künstlichen objekte auf dem mond

Veranstaltungsort: Musil-Institut, Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt (Veranstaltungssaal)

1959 schlug als erstes irdisches Objekt die sowjetische Raumsonde Lunik 2 im Palus Putredinis auf. Seitdem brachten 66 Missionen Tonnen von Menschen erzeugtes Gerät zum Erdtrabanten. Vieles davon ist funktionslos geworden, darunter Teile, deren einstige Bestimmung sich nicht mehr eruieren lässt. Stefan Schmitzer nahm sich solches Material als lexikalisches Stoff-Reservoir für sein Langgedicht liste der künstlichen objekte auf dem mond und lässt aus dem Wortschatz von Technik und Naturwissenschaften vielfältige Evokationen zünden. Die Chronik von Initialereignissen im Zuge ausgesuchter Expeditionen erzählt von einem unaufhaltsamen Prozess immer dichter werdender Daten. Gleich den im Mondstaub erhaltenen Abdrücken zieht der Text Spuren durch Historien von Politik, Forschung und Medien, von einer auf assyrische Tontäfelchen geritzten Himmelfahrt bis zu Suchmaschinenalgorithmen unserer Tage.Stefan Schmitzer, 1979 in Graz geboren, nach dem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Graz und Wien lebt er heute als Autor von Lyrik und Prosa, Performer und Kritiker in Graz. Sein erster Gedichtband moonlight on clichy erschien 2007 bei Droschl, weitere Veröffentlichungen, u.a.: wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht (Roman, 2009), gemacht/gedicht/gefunden (poetologische Streitschrift mit Helwig Brunner, 2011), okzident express (Falsch erinnerte Lieder, 2019).In der Jury-Begründung für das Gisela-Scherer-Stipendium (2018) heißt es: „Schmitzer – frech, angriffslustig, skurril. Eine phantastisch politische Stimme mit poetischer Wucht.“

Serientermine

Werner Kofler: Zell-Arzberg. Ein Exzess

Veranstaltungsort: klagenfurter ensemble, theaterHALLE 11, Messeplatz

Das vor 40 Jahren entstandene Stück Zell-Arzberg. Ein Exzess des Kärntner Schriftstellers Werner Kofler ist eine Entdeckung für das heutige Theater: abgründig, scharfzüngig, radikal – eine erstaunlich frische und aktuelle Untersuchung der Sprache des Konflikts. Der Text begibt sich in die Abgründe des Privaten: Zwei Personen wollen sich trennen, sind materiell aber ineinander verstrickt und liefern sich einen theatralen Exzess: Beschimpfungen, Vorwürfe, Verletzungen, Unterstellungen, Bespitzelungen, Meldungen und Anzeigen bei der Polizei. Menschliche Verhältnisse sind stets auch Besitzverhältnisse – hier geht es ans Eingemachte, um den Zugriff auf ein in die Beziehung eingebrachtes Gut namens Zell-Arzberg. Kofler zeigt in diesem Stück die Schärfe und die mörderische Gefahr, die in Worten liegen kann, und behandelt die Lust am Streit und am Kampf. Dieser Exzess zeigt dunkle, zugleich in ihren Absurditäten lächerliche Seiten der conditio humana. Schauspiel: Johanna Orsini-Rosenberg, Reinhard MoritzRegie: Franz-Xaver MayrMusik: Matija SchellanderBühne, Kostüme: Korbinian SchmidtProduktionsleitung: Wolfgang StraubAufführungsrechte: Stückgut Verlag, MünchenEine Koveranstaltung des klagenfurter ensembles, des Robert-Musil-Instituts für Literarturforschung/Kärntner Literaturarchiv sowie der ARGEkultur Salzburg