LYRIK: Axel Karner

Axel Karner bevorzugt in seinem Schreiben die kurze Form, seine Texte sind skurrile, verdichtete Prosaminiaturen, Kriminalgeschichten und Gedichte. Darin spitzt er die Wirklichkeit zu, und das Tragische schlägt dort, wo es anders nicht mehr zu ertragen wäre, oft ins Komische um.
Seine Literatur stellt vor allem den Versuch an, den Leser aus dem Zustand der Abstumpfung gegenüber der Brutalität des Alltags aufzurütteln. Die Themen kreisen um menschliche Abgründe: Mord, Gewalt, Hunger, Gefühlskälte und Sprachlosigkeit, wobei es dem Autor nicht um das reine Konstatieren der Schlechtigkeit der Welt geht. Er will die Welt und die Menschen verstehen.
Axel Karner liest an diesem Abend – gemeinsam mit der Übersetzerin mit Ivana Kampuš, die seine Texte sowohl in Hochsprache als auch im Dialekt ins Slowenische übertragen hat –
eine Auswahl aus den Bänden die zunge getrocknet/de zungen getrocknet/jezik posušen (2019), in adern dünn brach licht (2020) und popanz (2024).
Kontakt
Edith Bernhofer (edith [dot] bernhofer [at] aau [dot] at)












