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Gerhard Rühm WORT UND BILD: Künstlergespräch und Kuratorenführung mit Gerhard Rühm und Erec Gellautz

17. Oktober 2020 um 15:00

Veranstaltungskategorie Ausstellung

Veranstaltungsort
Veranstaltungssaal und Foyer, 1. Stock
Musil-Institut, Banhofstraße 50, 9020 Klagenfurt

Veranstalter
Robert Musil-Institut für Literaturforschung – Kärntner Literaturarchiv
Abteilung Visuelle Kultur der AAU


Beschreibung

Künstlergespräch und Kuratorenführung mit Gerhard Rühm und Erec Gellautz
Gerhard Rühm im Gespräch mit Erec Gellautz über die Werke in der Ausstellung WORT UND BILD sowie über künstlerischen Konzepte und die Kooperationen mit anderen Künstlern, wie Hubert Sielecki oder den Mitgliedern der Wiener Gruppe.
Einen Tag nach der Ausstellungseröffnung gibt es noch einmal die Gelegenheit, die Werkschau in Anwesenheit von Gerhard Rühm zu besuchen und selbst zu seinen Arbeiten erzählen zu hören.

Poesie zum Hören und Sehen
Die Ausstellung im Musil-Institut zeigt eine kleine Werkschau von Gerhard Rühm zu visueller und auditiver Poesie und Musik. Präsentiert werden u.a. Collagen, Buch- und Textobjekte sowie experimentelle Videoarbeiten aus der Co-Produktion mit dem Kärntner Animationsfilmpionier Hubert Sielecki. Rühms Werkkosmos situiert sich durch vielfältige Bezüge von Musikalität, Sprachpoesie und bildnerischem Ausdruck in den Grenzbereichen zwischen den Künsten und Gattungen. Vergleichbar mit den Ansätzen von Arnulf Rainer oder John Cage betreibt Rühm eine radikale Reduktion der Mittel wie Klang, Bild und Text, was ihn u.a. zur Collage von „Einworttafeln“ oder zur Komposition von „Eintonstücken“ führte.

Das Medium Buch mit seinem fortlaufenden Satzspiegel regte Rühm schon Anfang der 1960er Jahre zu Übermalungen (in seinen Worten „Vertuschungen“) und zu Cut-outs ganzer Passagen an. Zahlreiche der so entstandenen Künstlerbücher werden in der Ausstellung präsentiert.

Gerhard Rühm
Im Jahr 1930 in Wien geboren, studierte Gerhard Rühm Klavier und Komposition und war Mitbegründer der „Wiener Gruppe“ mit Friedrich Achleitner, H.C. Artmann, Konrad Bayer und Oswald Wiener. Ihre radikalen Sprachexperimente zählen heute zu den bedeutendsten literarischen Ausprägungen der Zeit nach 1945. Rühms grenzüberschreitende Verbindungen zwischen den Künsten manifestieren sich in Werkgruppen, die sich beispielsweise „Auditive Poesie“ oder „Visuelle Musik“ nennen.

Seine Hör-Produktionen sind herausragende Beispiele für das Neue Hörspiel und die Akustische Kunst. Außerdem verfasste er zahlreiche Werke der experimentellen Poesie für zwei Stimmen, die er gemeinsam mit seiner Frau, Monika Lichtenfeld, vorträgt. Viele seiner Publikationen erscheinen im Klagenfurter Ritterverlag.

Vortragende(r)
Gerhard Rühm, Erec Gellautz

Kontakt
Edith Bernhofer (musil-institut [at] aau [dot] at)

Anmeldepflichtig!
Anmeldung erforderlich unter: musil-institut [at] aau [dot] at, 0463 / 2700 / 2914

Zahlungsbedingung:

Eintritt frei