Zwischen Ästhetik und Vielfalt – Sexuelle Bildung & postheteronormative Impulse für schulische Räume
„Zwischen Ästhetik und Vielfalt – Sexuelle Bildung & postheteronormative Impulse für schulische Räume“
Am 11. Dezember 2025 wollen wir an der Universität Klagenfurt (Raum Z.1.09) gemeinsam diskutieren, wie Sexualpädagogik heute – zwischen gesellschaftlicher Vielfalt, ästhetischer Praxis und kritischer Bildungsarbeit – neu gedacht und gestaltet werden kann.
Zwei spannende Vorträge führen durch den Nachmittag:
15:30 Uhr – Begrüßung & Einführung
Patricia Geier (Universität Klagenfurt)
15:45–16:45 Uhr – Dr. Florian Cristóbal Klenk (Universität Flensburg):
Bildung in der postheteronormativen Gesellschaft – Immanente Kritik als Antwort auf die Widersprüche von Vielfalt
Der Vortrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen von Bildung in einer post-heteronormativen Gesellschaft. Dabei geht es um die Frage, wie Bildung gesellschaftliche Widersprüche aufgreifen und kritisch bearbeiten kann. Mit dem Begriff der Post-Heteronormativität (Klenk 2025) wird gezeigt, dass sich aktuelle Entwicklungen in vier verschränkten Dynamiken entfalten: Prekarisierung, Flexibilisierung, Verwertung und Re-Autorisierung geschlechtlicher und sexueller Differenz. Anhand empirischer Beispiele und aktueller gesellschaftlicher Debatten werden diese Dynamiken anschaulich gemacht und diskutiert, welche Konsequenzen sich daraus für Pädagogik und die Ausbildung von Lehrkräften ergeben.
17:00–17:45 Uhr – Univ.-Prof.in Dr.in Marion Thuswald (Akademie der bildenden Künste Wien):
Ästhetische Erfahrungen als Möglichkeitsräume Sexueller Bildung? Pädagogische Impulse aus dem Projekt Imagining Desires
Seit 1970 gilt der Auftrag zur schulischen Sexualerziehung in Österreich fächerübergreifend und für alle Schulformen. Wie Sexualpädagogik in der Schule gestaltet werden soll und kann, ist seither immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag zunächst nach Bildungszielen, Herausforderungen und Spannungsfeldern sexualpädagogischen Handelns in der Schule. Schulische Sexualpädagogik ist gegenwärtig häufig auf Wissensvermittlung fokussiert (z.B. im Biologieunterricht) oder im Sinne ‚praktischer Lebenshilfe‘ gestaltet, etwa in Workshops schulexterner Sexualpädagog*innen. Ergänzend dazu wird im Vortrag ein Zugang zu Sexueller Bildung vorgeschlagen, der ästhetische Erfahrungen als Möglichkeitsräume auslotet. Dazu werden Erkenntnisse, Forschungserfahrungen und pädagogischen Materialien aus dem Bildungs- und Forschungsprojekt Imagining Desires (www.imaginingdesires.at) vor- und zur Diskussion gestellt.
ab 18:00 Uhr – Abschluss & Ausklang
Ziel der Veranstaltung ist es einen Raum für wissenschaftlichen Austausch, Diskussion und Vernetzung im Feld der schulischen Sexualpädagogik zu schaffen.
Programm zum Downloaden: Zwischen Ästhetik und Vielfalt













