University meets Industry: Talents for Carinthia erfolgreich fortgesetzt
Am 5. November 2025 fand an der Universität Klagenfurt bereits zum zweiten Mal die Veranstaltung University meets Industry: Talents for Carinthia statt. Die gemeinsame Initiative der Fakultät für Technische Wissenschaften und der Industriellenvereinigung Kärnten (IV) bringt Studierende, Forschende und Unternehmen zusammen – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu vertiefen und neue Brücken für gemeinsame Projekte zu schlagen.
Rund 100 Teilnehmer:innen – darunter Vertreter:innen von knapp 20 Kärntner Industrieunternehmen sowie zahlreiche Studierende und Lehrende technischer Studienrichtungen – nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsfelder zu gewinnen.
Vernetzt in die Zukunft: Kooperation als Motor für Innovation
Wir arbeiten hier in Kärnten daran, ein starkes Ökosystem für Innovation zu schaffen. Alle Zutaten für einen lebendigen Informations- und Ideen-Hub sind vorhanden. Innovation wird dann besonders erfolgreich sein, wenn wir weiterhin solche Veranstaltungen organisieren, die alle relevanten Akteure zusammenbringen. Das ist ein wertvolles Investment in unsere gemeinsame Zukunft,
erklärte Rektorin Ada Pellert, die die Veranstaltung eröffnete.
Im Anschluss stellte Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Kärnten, die Bedeutung der Industrie für die regionale Wirtschaft heraus und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Mitgliedsbetriebe. Sie betonte, dass Formate wie University meets Industry wesentlich dazu beitragen, den Dialog zwischen Forschung und Wirtschaft zu fördern und innovative Kooperationen in Kärnten zu stärken.
Clemens Heuberger, Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften, ergänzte:
Um den Fachkräftemangel in der Kärntner Industrie zu bewältigen, ist es entscheidend, Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Studium in Kärnten zu halten. Eine enge Zusammenarbeit schon während des Studiums, etwa durch Masterarbeiten, Praxissemester oder gemeinsame Forschungsprojekte, ist dafür ein entscheidender Schlüssel.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte Heuberger die Fakultät, ihre Forschungsschwerpunkte und Studienprogramme vor – darunter Bachelor Robotics and Artificial Intelligence und Master Artificial Intelligence and Cybersecurity.
Forschungshighlights und innovative Projekte
Ein Höhepunkt des Programms war die Vorstellung der Beteiligung der Universität Klagenfurt, Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity, am FWF-Excellence-Cluster „Bilateral AI“. Gerhard Friedrich, Vorstandsmitglied des Clusters, präsentierte das ambitionierte Ziel, eine sogenannte „broad AI“ zu entwickeln – eine Verbindung aus symbolischer und sub-symbolischer Künstlicher Intelligenz.
Darüber hinaus wurden mehrere kooperative Forschungsprojekte zwischen der Fakultät und Industriepartnern vorgestellt:
- DORBINE (mit AIR6 Systems): KI-gesteuerte Drohnenschwärme zur automatisierten Inspektion von Windkraftanlagen, um Wartungsprozesse zu optimieren und Ausfallzeiten zu reduzieren.
- TOMAiTO (mit Frutura und Avemoy): Entwicklung intelligenter Drohnen- und Sensorsysteme für automatisierte Glashausproduktion, um nachhaltige und ressourcenschonende Lebensmittelproduktion zu ermöglichen.
- Kooperation mit Alias Robotics: Entwicklung eines agentenbasierten KI-Frameworks zur automatisierten Sicherheitsanalyse von Robotersystemen.
- Kooperation mit KAI: Optimierung komplexer Planungsprozesse in der Halbleiterproduktion – ein Beispiel für die enge Verknüpfung von akademischer Ausbildung und industrieller Forschung.
Auszeichnungen für herausragende Leistungen
Im feierlichen Rahmen wurden auch die Best Performer Awards 2024/2025 an insgesamt neun Preisträger:innen verliehen. Die Auszeichnungen wurden gemeinsam von der Fakultät für Technische Wissenschaften und dem Förderverein der Technischen Fakultät (FTF) gesponsert und von Michael Kollienz (Raiffeisenlandesbank Kärnten und Obmann des FTF) sowie Bernhard Rinner, Prodekan der Fakultät für Technische Wissenschaften, überreicht. Die Preise würdigen herausragende Studienleistungen in den ingenieurwissenschaftlichen und lehramtsbezogenen Studiengängen.
Ebenso wurde der Roland Mittermeir Preis 2024 für die beste Masterarbeit an Maik Fichtenkamm vergeben – ebenfalls eine gemeinsame Auszeichnung der Fakultät für Technische Wissenschaften und des Fördervereins der Technischen Fakultät. Erstmals wurde außerdem der Dissertationspreis 2024/2025 der Fakultät für Technische Wissenschaften für die beste Doktorarbeit verliehen. Dieser Preis ging an Nunzio Alexandro Letizia.
Netzwerken für Kärntens Zukunft
Moderiert von den Initiatoren Wolfgang Pucher (IV Kärnten) und Clemens Heuberger (Universität Klagenfurt) bot die Veranstaltung nicht nur spannenden fachlichen Input, sondern vor allem Raum für persönliche Begegnungen. Beim abschließenden Networking tauschten sich Studierende und Unternehmensvertreter:innen über Kooperationen, Praktika, Projektarbeiten und Karrierechancen aus.
Mit University meets Industry: Talents for Carinthia setzen die Fakultät für Technische Wissenschaften und die Industriellenvereinigung Kärnten ein starkes Zeichen für die Zukunft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Kärnten.










Helge Bauer







