Sommerkolleg Bovec 2025: Sprache, Kultur und Identität im europäischen Kontext

Vom 13. bis 27. Juli 2025 fand in Bovec die 31. Auflage des internationalen Sommerkollegs statt. Organisiert von der Universität Klagenfurt in Zusammenarbeit mit den Universitäten von Udine, Triest, Ljubljana, Koper, Rijeka und Osijek stand die Veranstaltung in diesem Jahr unter dem Thema:
„Nation and narration in Europe: language, culture and identity in the pursuit of europeanisation“.

Das Sommerkolleg Bovec bot Studierenden und Lehrenden aus der Alpe-Adria-Region ein zweiwöchiges Forum für interdisziplinären und mehrsprachigen Austausch. Das Programm umfasste einen intensiven Sprachkurs in Deutsch, Italienisch, Slowenisch, Kroatisch oder Furlanisch sowie Workshops, Exkursionen, Vorträge und weitere interaktive Formate, die die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Region widerspiegelten.

Im Mittelpunkt stand die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle nationaler Narrative in der europäischen Identitätsbildung. Diskutiert wurden unter anderem die Wechselwirkungen von Sprache und Macht, Erinnerungspolitiken sowie aktuelle identitätspolitische Entwicklungen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch in Gorizia und Nova Gorica, die im Jahr 2025 gemeinsam den Titel Europäische Kulturhauptstadt tragen. Dort besuchten die Studierenden die Standorte der Universitäten Triest und Udine, wo sie Themen wie wissenschaftliche Diplomatie und europäische Bürgerschaft in innovativen Workshop-Formaten vertieften.

Prof. Cristina Beretta von der Universität Klagenfurt, wissenschaftliche Leiterin des Sommerkollegs Bovec, betont, dass das geografische und kulturelle Umfeld der Alpe-Adria-Region – geprägt von Mehrsprachigkeit und grenzüberschreitenden Beziehungen – einen idealen Rahmen bietet, um die Potenziale und Herausforderungen des europäischen Projekts zu reflektieren.

Mit dieser erfolgreichen Ausgabe wurde erneut die zentrale Rolle des Sommerkollegs Bovec als Plattform für transkulturellen Dialog, sprachliche Vielfalt und wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Alpen-Adria-Region bestätigt.

Die erfolgreiche Durchführung des Sommerkollegs wurde durch die enge Zusammenarbeit der Partneruniversitäten sowie durch die Unterstützung institutioneller und privater Förderer ermöglicht.