Teilnehmende des Round-Table-Gespräches beim gemeinsamen Mittagessen

Schreiben verbindet: Round-Table-Gespräch mit Gästen aus Graz und Georgia

Wer mehr über die Arbeit der Schreibzentren an anderen Universitäten erfahren möchte, kann den Austausch auf Fachkonferenzen suchen oder Literatur recherchieren. Ein Besuch vor Ort ist eine weitere Möglichkeit für den Erfahrungsaustausch. Am 9. Juli 2025 waren Beate Boulgaropoulos und Eva Mautner (Graz) sowie Robert B. Griffin (Georgia, USA) an der Universität Klagenfurt zu Gast und nahmen an einem Round Table mit Mitarbeiter*innen des SchreibCenters teil.

Wie wissenschaftlich geschrieben wird, kann je nach Disziplin unterschiedlich aussehen. Unsere Gäste bringen Erfahrung mit Studierenden aus Fächern mit, die an der Universität Klagenfurt nicht angeboten werden. Robert B. Griffin leitet das Center for Academic Literacy am Columbia Theological Seminary in Georgia. In seiner Tätigkeit am Naugle Writing and Communication Center des Georgia Institute of Technology hat er intensiv mit Studierenden aus technischen Studienrichtungen und zum Schreiben in der Zweitsprache Englisch gearbeitet. Beate Boulgaropoulos und  Eva Mautner beraten Forschende der Medizinischen Universität Graz beim Verfassen von Publikationen und Projektanträgen. Sie überlegen, ihre erfolgreiche Arbeit u.a. an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie zu einem Angebot für die gesamte Universität auszuweiten. Neben der Schreibbegleitung für Post-Graduates ist dabei auch an zusätzliche Angebote für Doktorand*innen gedacht.

Dementsprechend war die Diskussion zunächst auf den Austausch von institutionellem Know-how ausgerichtet: Worauf fokussiert sich die Arbeit der Schreibzentren? Wie haben sie sich in der jeweiligen Universität etabliert? Wie sieht die Zusammenarbeit mit Lehrenden einzelner Disziplinen und anderen Servicestellen der Universität aus? Ein weiteres zentrales Thema war die Nutzung generativer KI im Schreiben – ein Bereich, der Schreibzentren seit einigen Jahren intensiv beschäftigt. Diskutiert wurden neben den Strategien der Universitäten auch Erfahrungen aus Lehrveranstaltungen und Beratungen und der Schreibpraxis unserer Tutorinnen. Deutlich wurden im Gespräch zudem die unterschiedlichen Anliegen der Studierenden: von der Unterstützung beim Schreiben in der Zweitsprache bis hin zu möglichst effizientem Schreiben in der medizinischen Forschung angesichts von Zeitmangel und Publikationsanforderungen.