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Online-Zivilklausel-Veranstaltung am 9.03.2021: „Sag Nein! Der aufhaltsame Aufstieg der Militarisierung mit Künstlicher Intelligenz.“

Veranstalter ist der Arbeitskreis Zivilklausel an der Universität Köln

Dienstag, den 9. März, von 18:00 bis 20:30 Uhr

Bei Interesse bitte hier anmelden: sentatus [at] yahoo [dot] de.
Der ZOOM-Link wird dann zugesandt.

Das Engagement für Frieden wirkt: Es ist ein Verdienst aller Friedenskräfte, dass die Anschaffung von bewaffneten Drohnen im Dezember vorläufig gestoppt werden konnte und der Atomwaffenverbotsvertrag im Januar in Kraft getreten ist.

Mit einem nachdrücklichen „Nein“ zu Kampfdrohnen aus Deutschland können wir auch den dicksten Brocken der EU-Aufrüstung – das Kampfflugzeugsystem „Future Combat Air System“ (FCAS) – zum Scheitern bringen.

FCAS ist ein deutsch-französisch-spanisches Großprojekt und setzt auf die militärische Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Mit dem milliardenschweren Programm sollen Flugzeuge, Kampfjets, Drohnen, bewaffnete Drohnenschwärme und Satelliten in einem System integriert werden. Nach Schätzungen des Handelsblatts wird sich der Umsatz der europäischen Rüstungskonzerne auf 500 Mrd. Euro belaufen, wovon allein die Entwicklungskosten auf 80 Mrd. Euro beziffert werden.

Die „sicherheitspolitische“ Nutzung von Künstlicher Intelligenz ist zentral auf die Wissenschaft angewiesen, weswegen das Bundesinnen- und das Verteidigungsministerium die oben erwähnte „Cyberagentur“ gründen mussten.

Als Hochschulmitglieder haben wir daher eine besondere Bedeutung und die Möglichkeit, diese Aufrüstungspläne des militärisch-industriellen Komplexes, die aktuell im Windschatten der Pandemie forciert werden, zu vereiteln.

Die großen Aufgaben der Zeit – die Verwirklichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – dulden keinen Aufschub. Sie sind elementare Aufgaben der Wissenschaft und vertragen sich nicht mit dem Geschäft mit dem Tod.

Wir wollen uns daher in einem ersten Schritt im Rahmen einer digitalen Veranstaltung mit diesen aktuellen politischen und wissenschaftspolitischen Entwicklungen befassen. Für das Sommersemerster planen wir in einen zweiten Schritt, soweit möglich, ein Treffen in Präsenz, um uns auszutauschen und weitere Aktivitäten zu planen.

Mit:
Lühr Henken, Ko-Sprecher des Bundesauschusses Friedensratschlag: Zur Aktualität und Brüchigkeit von FCAS

Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung (IMI):  Wer braucht die Cyberagentur wofür

Hans-Jörg Kreowski, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung: Für ein NEIN der Wissenschaft zu Killerdrohnen und autonomen Waffen