Neue Professuren im September 2025 an der Universität Klagenfurt
Im September 2025 wurden an der Universität Klagenfurt vier neue Professuren besetzt: Caroline Geiersbach (Stochastische Optimierung), Helena Kliche (Sozialpädagogik), Martina Blank (Humangeographie) und Thomas Wozniak (Mittelalterliche Geschichte und Historische Grundwissenschaften).
Univ.-Prof.in Dr.in Caroline Geiersbach
§ 98-Professur (unbefristet)
Caroline Geiersbach ist seit September 2025 als Professorin für stochastische Optimierung am Institut für Mathematik der Fakultät für Technische Wissenschaften tätig.
Caroline Geiersbach studierte Technische Mathematik an der Technischen Universität Wien (TU Wien) und schloss ihr Doktoratsstudium 2020 mit Auszeichnung an der Universität Wien im Fach Statistik und Operations Research ab. Ihre Dissertation verfasste sie im Rahmen des Doktoratskollegs Vienna Graduate School on Computational Optimization.
Ihre berufliche Laufbahn führte sie zunächst als Projekt- und Forschungsassistentin an die TU Wien und die Universität Wien, bevor sie ab 2020 als Postdoktorandin am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) in Berlin tätig war. Dort übernahm sie ab 2022 die stellvertretende Leitung der Forschungsgruppe Nonsmooth Variational Problems and Operator Equations.
Von Oktober 2024 bis zu ihrer Berufung an die Universität Klagenfurt war Caroline Geiersbach Assistant Professor (Tenure-Track-Professur) für Optimierung unter Unsicherheiten an der Universität Hamburg.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der stochastischen Optimierung und konzentrieren sich auf die Entwicklung mathematischer Modelle und Algorithmen zur Lösung von Entscheidungsproblemen unter Unsicherheit.
Univ.-Prof.in Dr.in Helena Kliche
§ 98-Professur (unbefristet)
Helena Kliche ist seit September 2025 Professorin für Sozialpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften tätig.
Helena Kliche, geboren 1990 in Bad-Neuenahr Ahrweiler (Deutschland), studierte die Unterrichtsfächer Pädagogik, Deutsch und Sozialwissenschaften für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen an der Universität Siegen. Von 2015 bis 2021 war sie an den Universitäten Siegen und Rostock als wissenschaftliche Hilfskraft bzw. wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie als Promotionsstipendiatin tätig.
Im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte, die sich dem Alltag in den Erziehungshilfen – insbesondere dem Auftauchen von Schule im Alltag dieser – widmeten, promovierte sie 2020 an der Universität Siegen zum schulbezogenen Lernen und Üben in der Heimerziehung.
Bevor Helena Kliche im September 2025 dem Ruf auf die Universitätsprofessur für Sozialpädagogik an die Universität Klagenfurt folgte, war sie von 2021 bis 2025 als Juniorprofessorin für Sozialpädagogik an der Universität Trier tätig. In dieser Zeit widmete sie sich vor dem Hintergrund einer beständig hohen Bildungsungleichheit verstärkt dem Verhältnis von Jugendhilfe und Schule.
In ihrer Forschung greift sie vor dem Hintergrund vielfältiger Ungleichheitskonstellationen – etwa in Bezug auf Geschlecht, Klasse oder Herkunft – aktuelle Debatten um Bildung und Bildungsungleichheit in Institutionen der Erziehung, Bildung und Betreuung auf. Dabei rücken genuin sozialpädagogische Fragestellungen wie Inklusion und Exklusion, Armut und Ausgrenzung in den Fokus. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Lebenslaufinstitutionen der Krisenbearbeitung und Ausgliederung, die Kooperation von Jugendhilfe und Schule sowie die Wechselwirkungen zwischen Lebenslage und psychischer Gesundheit.
Univ.-Prof.in Dr.in Martina Blank
§ 99-Professur (befristet)
Martina Blank ist seit September 2025 als Professorin für Humangeographie am Institut für Geographie und Regionalforschung der Fakultät für Sozialwissenschaften tätig.
Martina Blank studierte Politologie, Lateinamerikastudien und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der Universidad de Buenos Aires und an der School of Oriental & African Studies in London. Sie promovierte 2008 an der Freien Universität Berlin im Fach Politikwissenschaft. 2025 habilitierte sie sich im Fach Geographie an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über urbane Fluchtmigrationsregime.
Ihre akademische Laufbahn führte sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Von 2017 bis 2023 war Martina Blank als Postdoc am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Es folgten eine Professurvertretung im Fachbereich Erdsystemwissenschaften an der Universität Hamburg (2024) sowie eine Gastprofessur für Humangeographie an der Goethe-Universität Frankfurt (2025), bevor sie dem Ruf nach Klagenfurt folgte.
Ihr Werdegang zeichnet sich durch Interdisziplinarität aus: Einerseits wechselte sie die wissenschaftliche Disziplin – von der Politikwissenschaft zur Geographie – andererseits sammelte sie umfangreiche Erfahrungen außerhalb der Universität. So leitete sie mehrere Jahre ein entwicklungspolitisches Netzwerk in Hessen und war in Frankfurt am Main als Leiterin für die Unterbringung von Geflüchteten tätig.
Martina Blank vertritt die Humangeographie in ihrer gesamten Breite. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang von gesellschaftlicher Transformation und Raum. Zuletzt arbeitete sie vor allem zum Nexus von Migration und Stadt; an der Universität Klagenfurt möchte sie sich verstärkt Fragen der sozial-ökologischen Transformation widmen. Methodisch liegt ihr Schwerpunkt auf qualitativer Sozialforschung mit besonderem Interesse an forschungsethischen Fragen und kollaborativen Methoden. Sie forscht bevorzugt transdisziplinär in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Univ.-Prof. Dr. Thomas Wozniak
§ 98-Professur (unbefristet)
Thomas Wozniak ist seit September 2025 als Professor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Grundwissenschaften am Institut für Geschichte der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften tätig.
Thomas Wozniak, geboren 1973 in Quedlinburg, studierte an der Universität zu Köln Mittlere und Neuere Geschichte, Geographie sowie Historische Hilfswissenschaften. 2009 wurde er dort promoviert. 2017 folgte die Habilitation an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zur Wahrnehmung, Darstellung und Instrumentalisierung extremer Naturereignisse und ihrer Folgen in Chroniken und Annalen vom 6. bis 11. Jahrhundert.
Von 2009 bis 2015 war Thomas Wozniak wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg. Lehrtätigkeiten führten ihn seit 2009 an die Universitäten Köln, Marburg, Stuttgart und Tübingen. Von 2015 bis 2021 arbeitete er als Assistent am Seminar für mittelalterliche Geschichte der Universität Tübingen. Dort übernahm er 2017 eine Vertretungsprofessur für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften. Weitere Professurvertretungen führten ihn an die Ludwig-Maximilians-Universität München (2018–2019) und an die Universität Bamberg (2024–2025). 2019 war er zudem als Gastdozent an der Weber State University in Ogden (USA) tätig und von 2022 bis 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa in Leipzig.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der mittelalterlichen Stadt, bei den Ottonen und Saliern, den Kreuzzügen, den Witterungs- und Klimafolgen im Früh- und Hochmittelalter sowie in den Historischen Hilfswissenschaften.










Daniel Waschnig





