Neue Professur für Bewegungswissenschaften an der Universität Klagenfurt


Im Juni 2022 wurde die Stiftungsprofessur „Bewegungswissenschaften“ mit Jan Wilke besetzt.

 

Univ.-Prof. Dr. Jan Wilke

§ 99-Professur (Stiftungsprofessur, 5 Jahre befristet)

Jan Wilke ist seit Juni 2022 Professor für Bewegungswissenschaften am Universitätszentrum School of Education und zuständig für das Unterrichtsfach Bewegung und Sport. Die Stiftungsprofessur wurde durch die Landeshauptstadt Klagenfurt mitfinanziert.


Jan Wilke, geboren 1985, studierte Sportwissenschaften mit den Schwerpunkten Prävention und Rehabilitation an der Georg-August-Universität Göttingen und der Universidad de Granada. 2016 promovierte Wilke in Sportwissenschaften über die Bedeutung myofaszialer Ketten für das Bewegungssystem. Seine Habilitation verfasste er 2021 mit dem Titel „Acute effects of resistance exercise on cognitive function and their potential relevance in interactive sports“ und erhielt die Lehrbefugnis (venia legendi) für das Fach Sportwissenschaften. Er war Gastwissenschaftler an der Universität Amsterdam (Niederlande) und an der Liverpool John Moores University (England). Von 2012 bis 2021 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt an der Abteilung für Sportmedizin und leitete die Forschungsgruppen „Faszien und Bewegungssystem“ sowie „Neurokognition der Bewegung“. Bis zu seiner Berufung an die Universität Klagenfurt (2021 bis 2022) arbeitete er am Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt im Bereich Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin.

Jan Wilke ist Mitglied des American College of Sports Medicine (ACSM) und Teil des internationalen Thinktank-Expert*innengremiums zum Thema Faszien. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war er als Fitness- und Athletiktrainer der ehemaligen Tennis-Weltranglistenerste Angelique Kerber tätig.

Zu Wilkes Forschungsschwerpunkten zählen die funktionelle Relevanz des Bindegewebes in Sport und Therapie, die Interaktion von Neurokognition und Bewegung sowie die Prävention von Sportverletzungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen.  Sein Kommentar zum Thema „Myofasziale Ketten“ in Gray‘s Atlas der Anatomie war einer der ersten detaillierten Beiträge zu Faszien in einem internationalen Anatomiebuch.