Kulturpreis des Landes Kärnten für Barbara Kaltenbacher

Am Freitag, dem 21. November 2025, wurden die 13 Preisträger:innen der diesjährigen Preise durch Landeshauptmann Peter Kaiser gewürdigt. Der mit 20.000 Euro dotierte Kulturpreis des Landes Kärnten im Bereich Naturwissenschaften/technische Wissenschaften ging in diesem Jahr an Barbara Kaltenbacher, Professorin am Institut für Mathematik der Universität Klagenfurt.

Landeshauptmann Peter Kaiser dankte Barbara Kaltenbacher für ihr Engagement und ihr Bestreben, auch die Wissenschaft als Kunst sichtbar zu machen und in die Kultur miteinfließen zu lassen. „Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre Leidenschaft für die Mathematik und ihre Verbindung zu Kärnten machen Barbara Kaltenbacher zu einer herausragenden Persönlichkeit, die eine Auszeichnung mit dem Kulturpreis des Landes Kärnten für Leistungen in technischen Wissenschaften mehr als verdient hat. Sie trägt dazu bei, Kärnten als einen Ort der wissenschaftlichen Exzellenz und der Bildung zu positionieren“, heißt es in der Aussendung des Landes Kärnten.

Barbara Kaltenbacher, geboren 1969 in Linz, ist seit 2011 Universitätsprofessorin für Angewandte Analysis an der Universität Klagenfurt. Sie studierte Technische Mathematik an der Universität Linz, wo sie 1996 promovierte und 2003 habilitierte. Sie hatte Professuren für Optimierung in Stuttgart und für Angewandte Mathematik in Graz inne. Von 2011 bis 2020 war sie Kuratoriumsmitglied des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. 2018 -2022 war sie Präsidentin der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft und 2019-2024 leitende Herausgeberin (mit Anton Alexeev) des Journal of the European Mathematical Society. Außerdem ist sie im Executive Committee der European Mathematical Society. Seit 2023 ist sie wirkliches Mitglied in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Barbara Kaltenbacher forscht vor allem zu Inversen Problemen. Mit neuen Methoden in diesem Feld der Mathematik will man durch Messungen an der Oberfläche Rückschlüsse auf das Körperinnere errechnen. Neue Ansätze bei den Inversen Problemen führen beispielsweise zu genaueren Bildern vom Inneren von Brückenpfeilern, aber auch vom Inneren des menschlichen Körpers. So trägt Barbara Kaltenbacher aktuell beispielsweise zum vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Spezialforschungsbereich „Mathematics of Reconstruction in Dynamical and Active Models“ bei, indem sie mit ihrem Team neue mathematische Werkzeuge für aktive, dynamische und modellbasierte Bildgebungsmodalitäten, z.B. für die Magnetresonanztomographie, entwickelt.

Vergeben wurden neben dem Kulturpreis des Landes Kärnten drei Würdigungspreise, unter anderem an Valentin Oman, Ehrendoktor der Universität Klagenfurt, ein Anerkennungspreis für besondere Leistungen im Bereich der freien Kulturarbeit für den Verein Lendhauer, dessen Vorstand auch Mitarbeitende der Universität Klagenfurt angehören, und acht Förderungspreise, darunter Rahel More, Lehrende im Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung an der Universität Klagenfurt.

Aussendung des Landes Kärnten