IfEB-Spotlight März 2026: Tjaša Jehart „Soziale Inklusion durch sprachliche Inklusion im Bildungswesen“
Welches Thema bearbeitest Du und was bedeutet es für Dich?
In meiner Masterarbeit habe ich mich mit dem Thema „Soziale Inklusion durch sprachliche Inklusion im Bildungswesen: Eine Analyse der Berücksichtigung von Erstsprachen in monolingualen und bilingualen Volksschulen in Kärnten“ beschäftigt. Dieses Thema bedeutet mir persönlich sehr viel, da Sprache für mich weit mehr als ein Kommunikationsmittel ist – sie ist Ausdruck von Identität, Zugehörigkeit und kultureller Vielfalt. Meine Motivation entstand aus der Überzeugung, dass Kinder, die ihre Erstsprachen wertgeschätzt erleben, nicht nur sprachlich, sondern auch emotional und sozial gestärkt werden.
Da ich selbst in einer zweisprachigen Bildungseinrichtung tätig bin, bringe ich eigene Erfahrungen in die Arbeit ein und erlebe täglich, wie bereichernd, aber auch herausfordernd der Umgang mit Mehrsprachigkeit im schulischen Alltag sein kann. Diese berufliche Perspektive hat mein Interesse an der Thematik vertieft und mir gezeigt, wie entscheidend es ist, sprachliche Vielfalt im Unterricht bewusst und wertschätzend zu fördern. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass Mehrsprachigkeit im Bildungswesen nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung verstanden wird, und dass jedes Kind mit all seinen sprachlichen und kulturellen Ressourcen wahrgenommen und gestärkt wird.
Wie ist dieses Thema mit Deinem Studium verbunden?
Das Thema ist eng mit meinem Studium verbunden, da es zentrale Fragen der Sprachwissenschaft, Pädagogik und Bildungssoziologie vereint. Mein Studium hat mir ermöglicht, theoretische und methodische Grundlagen zum Thema Mehrsprachigkeit und Inklusion zu erarbeiten und diese in meiner Forschung praktisch anzuwenden. Besonders die Auseinandersetzung mit bilingualem Unterricht, sprachdidaktischen Konzepten und interkultureller Bildung bildet das Fundament meiner Arbeit.
Wie gehst Du im Forschungsprozess vor?
Ich habe qualitativ gearbeitet und Interviews mit Lehrkräften an monolingualen und bilingualen Volksschulen in Kärnten durchgeführt. Diese Interviews bilden die Grundlage meiner Analyse und ermöglichen es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit sprachlicher Vielfalt herauszuarbeiten. Ergänzend habe ich Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien untersucht, um ein umfassendes Bild der schulischen Praxis zu erhalten. Mein Ziel ist es, die Bedeutung sprachlicher Inklusion empirisch sichtbar zu machen und daraus Impulse für eine gerechtere und sensiblere Unterrichtsgestaltung abzuleiten.
Was möchtest Du anderen Studierenden an Erfahrungen und Tipps mitgeben?
Ich möchte anderen Studierenden mitgeben, dass jeder seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo im Schreibprozess hat. Auch wenn man – so wie ich – nicht durchgehend schreiben kann und manchmal Pausen braucht, erreicht man am Ende dennoch dasselbe Ziel. Wichtig ist, dranzubleiben und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es einmal langsamer vorangeht. Jede noch so kleine Etappe bringt einen dem Ziel näher.
Mein wichtigster Tipp ist:
Gib nicht vor dem Ende auf. Auch wenn der Weg manchmal mühsam oder lang erscheint, lohnt es sich, weiterzumachen. Am Ende überwiegen die Freude und Erleichterung darüber, dass man es geschafft hat – und dieses Gefühl ist unbezahlbar.
Außerdem hilft es, sich regelmäßig kleine Ziele zu setzen und sich zwischendurch bewusst Pausen zu gönnen. So bleibt man motiviert und findet immer wieder neue Energie für den nächsten Schritt.













