RLB Kärnten, Vorstand Bild: Georg Messner

„Gut denken, gut sprechen, gut handeln.“

Das ist das Lebensmotto von Raiffeisen Vorstand Georg Messner. Am 13. Mai besucht er die Universität Klagenfurt zum Business Lunch. Er wird aus dem Nähkästchen zu den Bewerbungsprozessen bei der Raiffeisenlandesbank plaudern und auch inhaltlich über das Erfolgsmodell Genossenschaft sprechen. Wir haben Georg Messner schon vorab ein paar Fragen gestellt.

Am 13. Mai diskutieren Sie mit Wirtschaftsstudierenden über Anforderungen im Berufsleben. Welches Studium haben Sie absolviert?

Nach der Matura habe ich  in Wien „Betriebsinformatik“ studiert. Während des Studiums hatte ich  im Rahmen meines Praktikums bereits erste Berührungspunkte mit der Raiffeisen Landesbank. Nach Beendigung des Studiums bin ich dann direkt in die Bank eingetreten.

Wie ging es denn nach Ihrer Ausbildung weiter? Waren Sie jemand, der immer ganz klar wusste, wohin der Weg gehen wird?

Ich begann meine Karriere 1988 als Sachbearbeiter im Controlling/Rechnungswesen. In den darauf folgenden Jahren konnte ich meine Aufgabengebiete schrittweise erweitern und bekam immer wieder Projekte übertragen. In meine Zuständigkeiten fielen später u.a. das Treasury, sowie die Vertriebsverantwortung für mehrere Produktschienen. Nach 20 Jahren Unternehmenszugehörigkeit rückte ich schließlich in den Vorstand der Raiffeisen Landesbank Kärnten auf. In meine Verantwortung fallen seitdem das Treasury und die Betreuung der Kärntner Raiffeisenbanken.

Man kann eine Karriere nicht am Reißbrett planen. Aber ich empfand meist große Leidenschaft für die Themen, an denen ich arbeitete. Kombiniert mit Ernsthaftigkeit und Engagement war mir klar, dass sich Möglichkeiten für mich ergeben werden. Ich habe meine Arbeit immer als große Chance sich zu beweisen verstanden. Früher oder später öffnen sich dann auch Türen.

Und dann kommt der wichtigste Schritt: Man muss den Mut haben durch die offen stehende Tür zu gehen. Das ist gleichzeitig mein Karrieretipp an alle Studierenden und Berufseinsteiger.

Was wollten Sie als Kind werden?

Architekt, Baumeister.

Sie sind Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten, was ist Ihr Aufgabengebiet? Welche Tendenzen sehen Sie im Zuge der Digitalisierung, zum Beispiel bei den Zahlungsmitteln? Wo sehen Sie die Herausforderungen der Zukunft im Bankensektor?

Ich bin innerhalb der Raiffeisen Landesbank für die Dienstleistungen an die (selbstständigen) Kärntner Raiffeisenbanken zuständig. Hier bieten wir eine Vielzahl von Unterstützungs- und Serviceleistungen an. Das reicht vom Treasury, der Ertrags- und Vertriebssteuerung über die Personalentwicklung, Rechenzentrum und IT, bis hin zu sehr öffentlichkeitswirksamen Themen, wie dem landesweiten Marketing.

Mit den Digitalisierungstrends beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren. Wir setzen viele Schritte in der Digitalisierung nach innen und optimieren permanent unsere Prozesse. In der Außenwirkung -für unsere Kunden-  wollen wir die „Digitale Regionalbank“ sein. Eine Kombination von hochwertigen digitalen Möglichkeiten quer über alle Kanäle und einem persönlichen, qualifizierten Bankberater, der seine Kunden und die Region bestens kennt und unterstützen kann.

Die Marktforschung zeigt sehr klar, dass Kunden genau diese Verschränkung wünschen. Einen hohen Digitalisierungsgrad mit entsprechender Usability, z.B. für den Zahlungsverkehr und eine verlässliche Ansprechperson vor Ort.  Diesen Erwartungen kommen wir im Rahmen der „Digitale Regionalbank“   mit unserer bereiten Produktpalette, dem engmaschigen Bankstellennetz und exzellenten Bankberatern nach.

Herausforderungen erkennen wir in der oft überbordenden Regulatorik, oft direkt damit verbundenen enormen Kosten und der weiterhin problematischen Zinssituation.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

„Gut denken, gut sprechen, gut handeln“ – gelingt nicht immer, aber ich bemühe mich darum!

Was muss eine Universität ihren AbsolventInnen mitgeben? Welchen Rat möchten Sie unseren Studierenden mit auf den Weg geben?

Die Universität vermittelt fachliches Know How, das ist eine wichtige Basis für das spätere Berufsleben. Darüber hinaus sollten Studierende aber auch in weiteren Gebieten Kompetenzen erwerben. Interesse und Engagement ist entscheidend. Egal ob, Sprachen, Kulturen oder andere einschlägige Qualifikationen – alles kann am späteren Karriereweg oder schon im Bewerbungsprozess einen entscheidenden Vorteil mit sich bringen.

 

BUSINESS LUNCH mit Georg Messner

13. Mai 2019 | 11:30 – 13:30 Uhr, Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse, Universität Klagenfurt

Anmeldung unter: wirtschaft [at] aau.at