„Wenn die Funktion der Medien nicht mehr als bedeutend wahrgenommen wird, ist eine Grundfeste der Demokratie in Frage gestellt. Es steht viel auf dem Spiel.“

Donald Trump und Alice Weidel wettern gebetsmühlenartig gegen „Fake News“ und „Lügenpresse“ und rütteln so an der Stellung der Medien als Kontrollorgane unserer Gesellschaft. Larissa Krainer (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft) arbeitet gemeinsam mit KollegInnen in Deutschland und der Schweiz an einer Charta, die von der Kommunikationswissenschaft einfordert, stärker ihre Rolle als präsente Diskursstimmen in der Öffentlichkeit wahrzunehmen. Mit uns hat sie darüber gesprochen, warum es eine zugleich lautere wie ruhige Stimme der Wissenschaft in der Öffentlichkeit braucht.

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Das Konflikthafte als Teil einer europäischen Demokratie

Im EU-H2020-Projekt TRACES arbeiten Kunst und Wissenschaft gemeinsam an neuen Diskussionsräumen zu umstrittenen und schmerzhaften geschichtlichen Ereignissen, die bis heute fortwirken. Das Projekt, das nun in seinem letzten Drittel aktiv ist, wurde mit dem „European Year of Cultural Heritage 2018 (EYCH) label“ ausgezeichnet. Der Projektkoordinator Klaus Schönberger, Professor am Institut für Kulturanalyse, erklärt im Interview, was man bisher an Erkenntnissen gewonnen hat.

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„Jeder denkt, dass die Mentees von den MentorInnen lernen, aber MentorInnen lernen auch unglaublich viel von den Jungen.“

Mit diesen Worten beschreibt Peggy Cunningham, Professorin an der Dalhousie University Halifax, die Mentoring-Beziehung zu ihrem Schützling Sarah-Desirée Schäfer, die an der Alpen-Adria-Universität in den Wirtschaftswissenschaften forscht. Peggy Cunningham hat ihre Eindrücke bei der Auftaktveranstaltung des zweiten Durchgangs des Young Scientists Mentoring geschildert. 11 Mentees sind im Studienjahr 2017/18 im Programm und werden im Rahmen dessen vom Vizerektorat für Forschung und vom Forschungsservice bei der Vernetzung mit etablierten Forscherinnen und Forschern außerhalb der Alpen-Adria-Universität unterstützt. Vizerektorin Friederike Wall erläutert im Interview, warum Mentoring für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so wichtig ist und welche weiteren Pläne es gibt.

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Die menschelnde Wirtschaft

Vor wenigen Tagen wurde mit Richard H. Thaler (University of Chicago) einer der Begründer der Verhaltensökonomie als nächster Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften verkündet. Seiner Argumentation zufolge agiert der (in der Wirtschaft handelnde) Mensch nicht immer als homo oeconomicus, also nicht immer rational. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Alexandra Rausch, der Kognitionspsychologe Bartosz Gula und die Sozialpsychologin Janet Kleber sprechen im Interview darüber, welche Anomalien und Irrationalitäten die Forschung kennt und wie man diesen möglicherweise entgegenwirken kann.

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„Technologieentwicklung ist in der Regel nicht Gegenstand demokratischer Aushandlungsprozesse.“

Haben wir die Technik im Griff oder hat die Technik uns im Griff? Und welche Prozesse bringen unsere Technologieentwicklung voran? Und damit: Wer oder was ist entscheidend für die Gestaltung der Welt von morgen? Der Wissenschafts- und Technikforscher Daniel Barben blickt mit ad astra im Sonnenpark St. Veit/Glan in die Zukunft.

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„Wir reden mit den Leuten.“: Arbeitskreis für Qualitative Forschung startet mit Veranstaltungsprogramm

Die drei NachwuchswissenschaftlerInnen Irene Straßer, Jasmin Donlic und Julio Brandl haben einen Arbeitskreis für Qualitative Forschung mit dem Titel „AKquali|Klu“ begründet. Ziel ist der Austausch von Wissen und Vernetzung zwischen (u.a. qualitativ arbeitenden) Forscherinnen und Forschern. Der Arbeitskreis lädt bereits im Oktober und im November zu Veranstaltungen bzw. Workshops ein.

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„Wir sind eine Kulturnation. Und eine Forschungsnation.“

FWF-Präsident Klement Tockner besuchte im Juni gemeinsam mit seinen StellvertreterInnen Artemis Vakianis, Ellen Zechner und Gregor Weihs die Alpen-Adria-Universität, um im Rahmen einer Roadshow auf die Aktivitäten des Wissenschaftsfonds (FWF) aufmerksam zu machen und Projekte vor Ort kennen zu lernen. Im Interview sprechen sie über das (Selbst-)Bewusstsein Österreichs als Forschungsnation und den entsprechenden Aufholbedarf.

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Die vierte Gewalt: Ohne freie Medien keine Demokratie

Traditionelle Medien scheinen an vielerlei Fronten in eine Krise geraten zu sein: Vertriebs- und Werbeerlöse schwinden, der Umstieg auf den digitalen Raum läuft mäßig gewinnträchtig, guter Journalismus scheint kaum mehr bezahlbar und gleichzeitig tönt der Populismus bei jeder Gelegenheit lautstark „Lügenpresse“. Matthias Karmasin sieht keinen Grund für Alarmismus, aber argumentiert für eine Änderung der Medienförderung – im Sinne einer Investition in die Infrastruktur von Demokratie.

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Weite & Offenheit: Neues Open-Access-Journal bietet Raum für Austausch zu Philologien

Während sich die Wissenschaften immer mehr spezialisieren und fokussieren, bietet ein neu an der Alpen-Adria-Universität gegründetes Open-Access-Journal mit dem Titel „Colloquium: New Philologies“ nun einen offenen, weiten und breiten Raum, um Themen aus den Sprach-, Literatur- und sprachlich geprägten Kulturwissenschaften zu diskutieren. Cristina Beretta und Nikola Dobrić vom HerausgeberInnenteam sprechen im Interview eine Einladung an WissenschaftlerInnen und Interessierte aus, diese Plattform mitzugestalten.

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Sowohl Wissen als auch Denken: Plädoyer für „et … et“

Der emeritierte Soziologe Paul Kellermann spricht im Interview über die Notwendigkeit von Selbstorganisation in der Studienorganisation und über die Folgen der Veränderungen im Universitätssystem. Kürzlich hat er gemeinsam mit Helmut Guggenberger und Karl Weber den Sammelband „Universität nach Bologna? Hochschulkonzeptionen zwischen Kritik und Utopie“ herausgegeben.

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