Forschendes Lernen als Brücke zwischen Schule und Universität

Am 12.01.2026 besuchten 32 Schüler:innen der MS Weitensfeld das Institut für Geographie und Regionalforschung, um gemeinsam mit Studierenden des Bachelorstudiums „Geographie und wirtschaftliche Bildung“ (GWB) forschend zu lernen.

In sechs forschungsorientierten Lernstationen, die die Studierenden ein Semester lang vorbereitet hatten, erprobten die Schüler:innen moderne technische Geräte und Modelle zu geographischen und sozioökonomischen Fragestellungen und gewannen dabei vielseitige Erkenntnisse. Ziel war es, ein Verständnis für Wissenschaft und wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung zu entwickeln sowie Probleme mit Lebensweltbezug mithilfe selbst erhobener Daten zu beleuchten. Wir blicken auf einen erfolgreichen und spannenden Vormittag zurück und freuen uns auf weitere Durchgänge dieser Art.

Organisation: Horst Kanzian mit Lehramtsstudierenden im Unterrichtsfach GWB.

 

 

Dies academicus an der Universität Klagenfurt mit Ehrenringverleihung an Kornelia Tischler und erstmaliger Verleihung der Public Engagement Awards

Im Rahmen des dies academicus 2026 verlieh die Universität Klagenfurt den Ehrenring an die Bildungswissenschaftlerin Kornelia Tischler und würdigte damit ihr jahrzehntelanges Engagement in Forschung, Lehre und universitärer Selbstverwaltung. Erstmals wurden zudem Lehrende mit dem neuen Public Engagement Award ausgezeichnet, die sich besonders für die Sichtbarkeit der Universität bei Schüler:innen und Studieninteressierten einsetzen.

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Habilitationsschrift von Maximilian Benner mit „Hans-Bobek-Preis 2024“ ausgezeichnet

Die Österreichische Geographische Gesellschaft hat ihren „Hans-Bobek-Preis“ für das Jahr 2024 an Maximilian Benner für dessen Habilitationsschrift „Institutional Context and Translation in Regional Development and Policymaking Processes“ verliehen. Die Habilitationsschrift ist im Jahr 2023 an der Universität Klagenfurt eingereicht und Maximilian Benner im Jahr 2024 zum Privatdozenten am Institut für Geographie und Regionalforschung ernannt worden.

Die Habilitationsschrift beschäftigt sich mit der Frage, wie der institutionelle Kontext einer Region deren sozio-ökonomische Entwicklung beeinflusst und wie politische Impulse von höheren räumlichen Ebenen von regionalen Akteur*innen in den jeweiligen regionalen institutionellen Kontext „übersetzt“ werden und dort beispielsweise Regionalentwicklungsstrategien prägen.

Der Hans-Bobek-Preis wird von der Österreichischen Geographischen Gesellschaft jährlich an Nachwuchsforschende für herausragende Habilitationsschriften oder Dissertationen vergeben. Maximilian Benner ist einer von zwei Preisträgern für das Jahr 2024.

Professorin für Humangeographie: Univ.-Prof. Dr. Martina Blank

Martina Blank ist seit September 2025 als Professorin für Humangeographie am Institut für Geographie und Regionalforschung der Fakultät für Sozialwissenschaften tätig.

Sie studierte Politologie, Lateinamerikastudien und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der Universidad de Buenos Aires und an der School of Oriental & African Studies in London. 2008 promovierte sie an der Freien Universität Berlin im Fach Politikwissenschaft. 2025 habilitierte sie sich im Fach Geographie an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über urbane Fluchtmigrationsregime.

Ihre akademische Laufbahn führte sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Von 2017 bis 2023 war Martina Blank als Postdoc am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Es folgten eine Professurvertretung im Fachbereich Erdsystemwissenschaften an der Universität Hamburg (2024) sowie eine Gastprofessur für Humangeographie an der Goethe-Universität Frankfurt (2025), bevor sie dem Ruf nach Klagenfurt folgte.

Ihr Werdegang zeichnet sich durch Interdisziplinarität aus: Einerseits wechselte sie die wissenschaftliche Disziplin – von der Politikwissenschaft zur Geographie – andererseits sammelte sie umfangreiche Erfahrungen außerhalb der Universität. So leitete sie mehrere Jahre ein entwicklungspolitisches Netzwerk in Hessen und war in Frankfurt am Main als Leiterin für die Unterbringung von Geflüchteten tätig.

Martina Blank vertritt die Humangeographie in ihrer gesamten Breite. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang von gesellschaftlicher Transformation und Raum. Zuletzt arbeitete sie vor allem zum Nexus von Migration und Stadt; an der Universität Klagenfurt möchte sie sich verstärkt Fragen der sozial-ökologischen Transformation widmen. Methodisch liegt ihr Schwerpunkt auf qualitativer Sozialforschung mit besonderem Interesse an forschungsethischen Fragen und kollaborativen Methoden. Sie forscht bevorzugt transdisziplinär in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

 

Blank Martina