Alle News von der Fakultät für Kulturwissenschaften

Ankündigungen von Veranstaltungen im WS 2021/22

Vorab die Ankündigung von 2 Veranstaltungen im Zeitraum Oktober bis Dezember 2021:

 

1.

Beiträge zur romanischen Sprachwissenschaft

Symposium zum 80. Geburtstag von Ulrich Wandruszka

Klagenfurt, 15. Oktober 2021, 14.00 Uhr, Z.1.08

Raymund Wilhelm

 

2.

Bonvesin de la Riva: tradizioni di lingua, di poesia e di cultura

Convegno internazionale, Klagenfurt, 11-12 november 2021

Lisa Struckl / Raymund Wilhelm

 

3.

Tagung zur Sprachdidaktik

Syntax und Didaktik der Romanischen Spracehn

Klagenfurt, 2. Dezember 2021

Jaime Climent de Benito / Claudia E. Pichler

 

Nähere Informationen zur allen 3 Veranstaltungen in Kürze!

22.09.: Ursula Wiegele – Arigato, Lesung

Mittwoch, 22. September 2021

 

Ursula Wiegele

Arigato

Lesung 19.30 Uhr

 

 

Vera wünscht sich ein Haus aus Papier. Ein Zuhause auf biegsamen Stäben, das nicht einstürzen kann. Ihre Familie ist nach dem großen Erdbeben in Friaul 1976 obdachlos geworden, und Vera wird nach Villach geschickt, zu Tante Rosa und Onkel Hans. Die beiden sind bereits 1940 vom Kanaltal nach Kärnten ausgewandert. Während die Tante mit Vera eine liebevolle Allianz eingeht, zeigt Onkel Hans seine Abneigung gegen die „halbe Italienerin“. Bei jeder Gelegenheit wettert der ordnungsfanatische Mann gegen die „Verräter“ südlich der Grenze. Vera schützt sich und flüchtet: in ihre Fantasien, in die faszinierende Sphäre des Japanischen und in die Liebschaft mit Hannes, der als langhaariger Sympathisant der Linken so gar nicht den Vorlieben des Onkels entspricht. Bei einem Besuch im Kanaltal entdeckt sie ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Ein weiteres Mal gerät Veras fragiles Lebensgebilde aus den Fugen.

 

Ursula Wiegele, geboren 1963 in Klagenfurt. Philosophische Lehr- und Wanderjahre in Österreich und Italien, Studienabschluss in Innsbruck 1988 mit einer Arbeit über die Ästhetik Th. W. Adornos. Lebt seit 1993 in Graz. Bis 2006 freiberufliche Lektorin. Leitung von Sprachkursen für Geflüchtete und Schreibworkshops. Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes für neue Literatur für einen Auszug aus Arigato (2018).

 

Musik: Matthias Forenbacher

 

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der GAV (Grazer Autorinnen und Autoren Versammlung).

 

16.09.: Alois Hotschnig – Der Silberfuchs meiner Mutter, Lesung

 

 Donnerstag, 16. September 2021

 

Alois Hotschnig

Der Silberfuchs meiner Mutter

Lesung 19.30 Uhr        

 

 

1942 fährt eine Norwegerin nach Vorarlberg. Sie ist schwanger. Eigentlich wollte sie hier ein neues Leben beginnen mit ihrem Verlobten, einem Wehrmachtssoldaten. Doch alles kommt anders. Für sie und ihren Sohn, Heinz.

Ein Roman über einen Menschen, der sich nicht brechen lässt. Und die berührende Liebeserklärung eines Sohnes an seine Mutter.

Alois Hotschnig verwandelt ein reales Schicksal in große Literatur: die Geschichte des Schauspielers Heinz Fritz, mit dem er über Jahre hinweg Gespräche führte.

 

Alois Hotschnig, 1959 in Kärnten geboren, lebt als freier Schriftsteller in Innsbruck. Er ist Verfasser von erzählender Prosa, Gedichten, Theaterstücken und Hörspielen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. Erich-Fried-Preis (2008), Anton-Wildgans-Preis (2009), Gert-Jonke-Preis (2011).

 

Moderation: Arno Rußegger

 

EBW studieren: Durch Diskussion und Interaktion auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten

Manchmal hilft es auf andere zu hören, um gute Entscheidungen treffen zu können. Pavel Barbot wollte jahrelang etwas anderes studieren, bevor für ihn, durch große Unterstützung aus seinem Umfeld, die Entscheidung auf Erziehungs- und Bildungswissenschaften fiel. Heute ist der 25-jährige, der aus Karlsruhe stammt und nach Klagenfurt kam, um seiner Familie nah zu sein, zufrieden mit seiner Wahl und engagiert sich ehrenamtlich bei queeren, feministischen und sexualpädagogischen Themen.

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Šteinacher – Hamsuchung

Das Institut für Kulturanalyse und das Klagenfurt Festival informieren über eine Zeitverschiebung.

Die Theaterveranstaltung „Šteinacher – Hamsuchung“ beginnt am Samstag, 04.09.2021 ausnahmsweise um 18:45 Uhr.

Am heutigen Freitag, 03.09.2021, beginnt die Premiere um 18:00 Uhr und am Sonntag, 05.09.2021 ist der Beginn wiederum um 18:00Uhr.

 

Urangst und Vergnügen präsentiert:

 

ŠteinacherHamsuchung

3.-5. September 2021 | jeweils 18:00 – 19:00 Uhr | Start: Domplatz Klagenfurt

In dem vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt „Performing Reality“ werden die rituellen Praktiken der 10.-Oktober-Feiern und der sich fortschreibende Diskurs um das Ereignis Volksabstimmung kritisch unter die Lupe genommen. Das Ergebnis des Projekts sind unter anderem zahlreiche Veranstaltungen und Theaterproduktionen. Mit  „Šteinacher – Hamsuchung“ bringen sich Künstler*innen wie Forscher*innen nun beim Klagenfurt Festival 2021 ein. 

Nach dem Jubiläum „100 Jahre Volksabstimmung“ in Koroška/Kärnten (1920–2020) kommt der große Held des ‚Kärntner Abwehrkampfes‘ Hans Steinacher zurück, um den Nachgeborenen auf dem Domplatz die Leviten zu lesen: „100 Jahre nichts zu feiern?“ Von wegen. Der von Patrick Dollas gespielte Wi(e)dergänger ist ein „böser Erlöser“, der nicht retten, sondern richten will! Er fordert nichts Geringeres als sein Denkmal im Herzen Klagenfurts! Während der Theater-Prozession, die am Domplatz beginnt, berichtet er von seinen „Wundertaten“ im Rheinland. Dort agierte der „historische“ Hans Steinacher in den 1920er Jahren als eine Art „völkischer 007, mit der Lizenz zum Töten“, der seine Kärntner Erfahrungen frei und ungehemmt zu einem rechten Terrornetzwerk entfalten konnte. Hinter den Linien war er zugleich der Stichwortgeber der Kärntner illegalen Nazis.

Diese Uraufführung ist eine Koproduktion des aus Mitteln des FWF geförderten Projekts „Performing Reality – Dispositiv Kärnten/ Koroška“ am Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, „Urangst und Vergnügen“ und dem Klagenfurt Festival. „Urangst und Vergnügen“ sind Birgit Angele (Stuttgart), Patrick Dollas (Moers) und Klaus Schönberger (Klagenfurt).

 

Weitere Informationen:

 

Foto zur Veranstaltung:

https://www.klagenfurtfestival.com/wp-content/uploads/2021/07/Steinacher-Hamsuchung.jpg

 

Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dr. Klaus Schönberger
+43 463 2700 2011
Klaus [dot] Schoenberger [at] aau [dot] at

Neue Publikation: Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit

More, Rahel: Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit. Zur Bedeutung von Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverständnissen für Eltern mit Lernschwierigkeiten. Schriftenreihe der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik, Bd. 7. Verlag Barbara Budrich, 2021

Dieses Buch befasst sich mit Elternschaft von Müttern und Vätern mit sogenannten Lernschwierigkeiten, die häufig mit Vorurteilen gegenüber ihren Fähigkeiten in der Elternrolle konfrontiert werden. Die Autorin orientiert sich an der Gesellschaftskritik der Disability Studies und verfolgt einen emanzipatorisch-partizipativen Zugang. Als besonders relevant nach Analyse von gesellschaftlichen Diskussionen in Newsgroups, Interviews mit Fachkräften der Sozialen Arbeit und Interviews mit Eltern mit Lernschwierigkeiten zeigen sich mehrdimensionale Benachteiligungen und die jeweils (nicht) existenten Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung der Elternrolle.

Menschen mit Lernschwierigkeiten sind Personen, denen eine (‚geistige‘) Behinderung zugeschrieben wird und die aufgrund von gesellschaftlichen Barrieren Behinderungen erfahren. Behinderung als Abweichung von Normalitätsvorstellungen wird durch verschiedene Diskurse erzeugt und ist auf den ersten Blick nicht mit den dominierenden Entwürfen von Mutter- und Vaterschaft sowie familialer Leistungs- und Funktionsfähigkeit vereinbar. Viele Eltern mit Lernschwierigkeiten sind aufgrund von Unfähigkeitszuschreibungen von Interventionen der Kinder- und Jugendhilfe betroffen.
Eine Hermeneutik des Verstehens bildet den metatheoretischen Bezugspunkt für die methodologische Annäherung an drei spezifische Forschungsinteressen. Basierend auf diskurstheoretischen Überlegungen der hermeneutischen Wissenssoziologie wurden Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung in Newsgroups analysiert. Interviews mit Fachkräften in der Sozialen Arbeit wurden durchgeführt und mit einer Referenzgruppe partizipativ analysiert. Mütter und Väter mit Lernschwierigkeiten wurden interviewt und die Interviews hermeneutisch-phänomenologisch analysiert. Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverständnisse wurden schließlich in einer theoretischen Diskussion zusammengeführt.
Die Ergebnisse verweisen auf das Streben von Eltern mit Lernschwierigkeiten nach der Erfüllung geschlechtsspezifischer Fähigkeitsorientierungen, das in Wechselwirkung mit ihrer facettenreichen Diskreditierung in der Elternrolle und der Verinnerlichung von Defizitzuschreibungen steht. Für die Wahrnehmung ihrer Mutter- beziehungsweise Vaterschaft unter behindernden Bedingungen sind sowohl die Beobachtung und Kontrolle durch Fachkräfte als auch deren Unterstützung relevant. Die Möglichkeiten der elterlichen Subjektbildung sind demnach von sozialen, kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen, unter anderem von den jeweils (nicht) existenten systemischen Strukturen, abhängig.

Weitere Infos zur Publikation

Newsbeitrag des Budrich-Verlags mit fünf Fragen an die Autorin

Einladung zum 39. Klagenfurter Stadtgespräch „Ethik für alle – Wie die offene Gesellschaft Schule machen könnte“ [15.09.2021|18.00 Uhr| Hörsaal A]

Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Die Karl Popper Foundation Klagenfurt ladet Sie herzlich zum 39. Klagenfurter Stadtgespräch „Ethik für alle – Wie die offene Gesellschaft Schule machen könnte“ ein.

 

 

Begrüßung & Moderation: Em. Univ.-Prof. Mag. Dr. Reinhard Neck

Referent: Dr. phil. Dr. h.c. Michael Schmidt-Salomon

Diskussionspartner: Stadtrat Mag. Franz Petritz & Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Weiß

Zeit & Ort: Mittwoch, 15. September 2021 |18.00 Uhr| Hörsaal A im Südtrakt (S)

Eine Kurzbeschreibung der Veranstaltung sowie alle wichtigen Informationen (Covid-Schutzmaßnahmen, Eintrittsnachweis usw.) finden Sie im Veranstaltungsfolder.

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist wegen der Corona-Situation und wegen der beschränkten TeilnehmerInnenzahl unbedingt erforderlich: kp-f [at] aau [dot] at

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis bei der Umsetzung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Em. Univ.-Prof. Mag. Dr. Reinhard Neck (Präsident)
Karl Popper Foundation Klagenfurt (ZVR 110730003)
Universitätsstraße 65-67, A-9020 Klagenfurt
Tel: 0676/83556679
Email: kp-f [at] aau [dot] at
Homepage: www.aau.at/kpf

Workshop (online): THE PHENOMENON OF TEMPORALITY

 

 

Am 16. September findet der Online Workshop

„THE PHENOMENON OF TEMPORALITY“

 

von 13.00 – 18.00 Uhr statt.

 

Programm:

The phenomenon of temporality-24-08

Abstract:

The Phenomenon of Temporality – Abstracts

 

Organisation:

Daniel Neumann (Universität Klagenfurt)

Tina Röck (University of Dundee)

 

Rückfragen und Anmeldung: daniel [dot] neumann [at] aau [dot] at

 

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

07. 09.: Michael Stavarič – Fremdes Licht, Lesung

Michael Stavarič
Fremdes Licht

Lesung, 19.30 Uhr

ORT: Musil-Institut, Bahnhofstraße 50,1. Stock, 9020 Klagenfurt

Moderation: Paul Keckeis

 

Eine Weltraumsaga über den letzten lebenden Menschen, die alten Mythen der Inuit auf Grönland und die Abenteuer des Polarforschers Fridtjof Nansen – diese Themen packt der Schriftsteller Michael Stavarič in seinem neuen Roman Fremdes Licht zwischen zwei Buchdeckel.

Sie ist an einem unbekannten Ort und in einer eisigen, unwirtlichen Umgebung. Erst nach und nach kehrt die Erinnerung zurück, und Elaine begreift, was passiert ist: dass ihr Großvater einst bei den Inuit in Grönland lebte und er sie mit dem Überleben in Eis und Schnee vertraut machte. Dass sie zuletzt für einen Konzern im Schweizer Ort Winterthur tätig war und sich dort als Genforscherin mit der Rekonstruktion von Leben beschäftigte. Dass die Erde während eines Kometeneinschlages zugrunde ging und sie die letzte Überlebende zu sein scheint. Was das alles mit ihrer Urgroßmutter aus Grönland zu tun hat, ahnt sie nicht.

 

“ ‚Fremdes Licht‘ ist ein phantasmagorisches Erzähl- und Leseabenteuer.“
(Deutschlandfunk Kultur)

 

Michael Stavarič wurde 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren. Er lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur.

 

 

Den Spuren der Bleistifte nachspüren: Untersuchungen zum literarischen Schreiben von Florjan Lipuš

Der Doktorand Dominik Srienc geht dem Gestus des literarischen Schreibens des Kärntner Schriftstellers Florjan Lipuš auf den Grund. Er untersucht dafür seinen Vorlass.

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