Einladung Gastvortrag: Prof. Dr. Björn Hansen und Dr.in Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum hybriden-Vortrag

 

Von Forschungsfragen zur Datenerhebung. Interviews und Korpusabfragen:

Das deutsch-polnische LangGener-Korpus als neuartige Ressource der Mehrsprachigkeitsforschung

Das Verstehen seltener Phänomene mit Hilfe von Korpora. Der Fall von Akkusativobjekt-Kontrolle im Polnischen

von Prof. Dr. Björn Hansen und Dr.in Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher

 

Der Vortrag findet im Rahmen der LV Methoden der Sprachwissenschaft (für alle SlawistInnen) am Institut für Slawistik der Alpen-Adria-Universität am 21.06.2022 von 12.00 bis 14.00 Uhr im N.0.18 und über ZOOM statt (Link sowie Meeting-ID und Passwort finden Sie ganz unten)

 

Das deutsch-polnische LangGener-Korpus als neuartige Ressource der Mehrsprachigkeitsforschung (Prof. Dr. Björn Hansen)

Das digitale, im Rahmen des deutsch-polnischen Projekts LangGener* entstandene, On-line-Korpus enthält Interviews, die mit zweisprachigen Personen aufgenommen wurden, die zwei Generationen zuzuordnen sind:

„Generation Polen“ umfasst Personen mit Deutsch als Erstsprache, die in den vor dem Zweiten Weltkrieg zu Deutschland gehörenden Gebieten des heutigen Polens geboren wurden und heute dort leben. „Generation Deutschland“ umfasst die in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ebenfalls dort Geborenen, die nach Deutschland ausgewandert sind. Die Interviews wurden sowohl auf Deutsch als auch Polnisch geführt. In dem Vortrag werden die einzelnen Schritte von der Feldforschung zum Korpus vorgestellt.

*Language across Generations: Contact Induced Change in Morphosyntax in German-Polish Bilingual Speech (Beethoven 2)

 

Das Verstehen seltener Phänomene mit Hilfe von Korpora. Der Fall von Akkusativobjekt-Kontrolle im Polnischen (Dr.in Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher)

Während Haupttendenzen im Sprachgebrauch meist leicht zu begreifen sind, bleibt ein bestimmter Anteil häufig außerhalb des großen Bildes und wird deswegen als inkorrekt oder nicht-standard gemäß betrachtet. Große Korpora ermöglichen heutzutage die Erhebung von zuverlässigen Stichproben auch für seltenere Strukturen.

In dem Vortrag wird das Thema anhand von Infinitivkomplementen mit einem für das Polnische atypischen akkusativen Kontrolleur besprochen. Als Grund dieser Abweichung verweisen Autoren auf Kontakt mit dem Russischen, wo die Nutzung von Infinitiv als Komplement im Vergleich zum Polnischen stärker verbreitet ist. Am Beispiel des Verbs zmusić ‚zwingen‘ zeige ich, dass die Frequenz der Infinitivkomplementierungsmuster mit der Form des Matrixverbs korreliert. Zudem arbeite ich heraus, welche Methoden in der Korpus-Recherche zu solchen Erkenntnissen führen können.

Prof. Dr. Björn Hansen ist der Lehrstuhlinhaber für slawische Sprachwissenschaft an der Universität Regensburg. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Polnischen, Kroatischen/Serbischen und Russischen. Am bekanntesten ist er für seine Forschungsarbeiten zur Modalität und zur Grammatikalisierung von Modalkonstruktionen. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Sprachkontakt, funktionale Syntax und Semantik und zwar mit Fokus auf die Musterreplikation bei den polnisch-deutschen bilingualen Sprecher*innen, Unbestimmtheit, Klitika und die Sprache der Korruption.

Dr.in Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher ist die PostDoc Assistentin für slawische Sprachwissenschaft an der Universität Regensburg. Sie schloss ihr Studium der ungarischen Philologie an der Universität Warschau ab. Ihre binationale Doktorarbeit, eine kontrastive korpusgetriebene Studie zum Aspekt im Polnischen und Finnischen verfasste sie an der Universität Helsinki und der Universität Regensburg. Die Komplementierung in slawischen und uralischen Sprachen steht in ihrem aktuellen Forschungsfokus. Zu ihren weiteren Forschungsschwerpunkten gehört die Anwendung empirischer Methoden in der Sprachwissenschaft, vor allem in Übersetzungs- und Sprachvergleichsstudien.

 

Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Thema: Von Forschungsfragen zur Datenerhebung. Interviews und Korpusabfragen
Uhrzeit: 21. Juni 2022 12:00 AM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten
https://uni-regensburg.zoom.us/j/65114964504?pwd=aHo2ZzZZdlNROE0vc1RVRW9YR3JiQT09

Meeting-ID: 651 1496 4504
Kenncode: 729895
Schnelleinwahl mobil
+496938079883,,65114964504#,,,,*729895# Deutschland
+496938079884,,65114964504#,,,,*729895# Deutschland

Über SIP beitreten
65114964504 [at] fr [dot] zmeu [dot] us

Über H.323 beitreten
213.244.140.110 (Deutschland)
Kenncode: 729895
Meeting-ID: 651 1496 4504

Einladung zum Gastvortrag: HR Prof. H.C. Univ.-Doz. Dr. Peter JORDAN (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

“Zur Bedeutung der öffentlichen Repräsentanz der Namen und Sprache von Minderheiten. Methodik und Ergebnisse einer vergleichenden Studie von Kärnten und dem Teschener Gebiet in Tschechien”

 

HR Prof. H.C. Univ.-Doz. Dr. Peter JORDAN

https://www.oeaw.ac.at/isr/team/ag-urbane-transformation/peter-jordan

 

Freitag, 03. Juni 2022

12:00-13:00 Uhr

Raum: S.0.05 (Südtrakt-Ebene 0)

 

Einladung zum Gastvortrag: Prof. Dr. Oksana Ruchynska, Karazin-Universität, Charkiw (Partneruniversität der AAU)

“V.N. Karazin Kharkiv National University, War and Ancient History”

 

Donnerstag, 24. März 2022

18:00-20:00 Uhr

Raum: Z.1.09 (Zentralgebäude)

 

In dem Vortrag wird es um die Bedeutung der Universität und die Ergebnisse des Instituts für die Geschichte der Antike gehen, insbesondere die Erforschung der griechischen Poleis am nördlichen Schwarzmeerufer, sowie um die Lehren für die Gegenwart.

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Gastvortrag Dr. Dóra Vuk: „Genus- und Numeruskongruenz in der kroatischen Herkunftssprache in Ungarn und Österreich“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Online-Vortrag

„Genus- und Numeruskongruenz in der kroatischen Herkunftssprache in Ungarn und Österreich“

von Dr.in Dóra Vuk

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Gastvortrag Prof. Dr. Sandra Birzer: „Reflexiva im Russischen“

Gastvortrag von Prof.in Dr.in Sandra Birzer mit dem Thema „Reflexiva im Russischen

Mittwoch, 19.05.2021 (12:00 – 13:30 Uhr)

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Gastvortrag Dr. Roswitha Kersten-Pejanić: „Gendergerechter Sprachgebrauch als „Anti-Sprache“: Feministische Sprachkritik in Kroatien“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Online-Vortrag

Gendergerechter Sprachgebrauch als „Anti-Sprache“: Feministische Sprachkritik in Kroatien

von Dr.in Roswitha Kersten-Pejanić

(Centar za napredne studije Jugoistočne Europe (CAS SEE), Universität Rijeka)

Der Vortrag findet im Rahmen des Kulturwissenschaftliches Proseminar (Spezialkurs Kulturkunde (KuWi Proseminar; für alle SlawistInnen)) an der Slawistik der Alpen-Adria-Universität am 28.04.2021 um 14.00 Uhr ONLINE statt .

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Gastvortrag Sanat Seidekhanov: „Telegram-Pedagogika“

Am 27.05.2021 um 10:00 Uhr wird Sanat Seidekhanov, Journalist und Vortragender an der Kasachischen Nationalen Al-Farabi-Universität in Almaty, via Zoom bei uns einen Gastvortragonline auf Russisch zum Thema „Telegram-Pedagogika“ halten.

Im Vortrag geht es darum, wie und zu welchen Zwecken der Messenger-Dienst Telegram im Unterricht und in der Lehre eingesetzt werden kann.

Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer*innen!“

Zoom-Link – hier klicken: Gastvortrag Seidekhanov

Meeting-ID: 255 561 2377
Kenncode: 4E4CM3

Gastvortrag Dr. Tomaž Erjavec und Dr. Nikola Ljubešić: „Good research needs good infrastructure: The CLARIN.SI and CLASSLA options for supporting research on South Slavic languages Practices“

In this talk the European CLARIN and the Slovene CLARIN.SI national infrastructure for language resources and technologies will be presented, as well as its CLASSLA Knowledge centre on South Slavic languages.

The infrastructure and the adjoining knowledge centre offer, among others, the following resources: two concordancers enabling search through 67 corpora of various South Slavic languages, a data repository with 100+ South Slavic datasets, web services currently enabling processing of text written in Slovene, Croatian or Serbian, various training activities, frequently-asked-questions documentation, and a helpdesk which either answers additional questions on the available resources, or gives support in producing or improving language resources and technologies for South Slavic languages.

Nikola Ljubešić (2020) The CLASSLA knowledge centre for South Slavic languages

Tomaž Erjavec (2020) CLARIN.SI infrastructure

 

Dr. Tomaž Erjavec und Dr. Nikola Ljubešić, Department of Knowledge Technologies Jožef Stefan Institute, Ljubljana

tomaz [dot] erjavec [at] ijs [dot] si

nikola.ljubešić@ijs.si

Gastvortrag Ass.-Prof. Dr. Petar Vuković: „The Bunjevci of Bačka: Identities and Language Practices“

The Bunjevci are a South Slavic (sub)ethnic group, settled mostly in Croatia, but partially also in Bačka, a region divided between Serbia and Hungary. Most of the Bunjevci identify themselves as ethnic Croats and consider their dialect a variety of Croatian. However, some Bunjevci in Bačka consider themselves a distinct ethnic group with their own language.

The lecture deals with the historical causes of the polarization of ethnic identification among members of this community, as well as with the consequences this polarization has in the construction of their contemporary identities and language practices.

In the first part, the formation of the Bunjevci as an early modern ethnicity in sixteenth-century Dalmatia will be discussed, while in the second part attention will be directed to the historical experiences of those Bunjevci who later migrated to Bačka.

In the final part of the lecture Bunjevci who consider themselves Croats will be compared to those who reject that ethnic identification with regard to their language regulation practices and identity politics.

 

Ass.-Prof. Dr. Petar Vuković, Department of West Slavonic Studies, Faculty of humanities and social sciences, University of Zagreb

petar [dot] vukovic [at] ffzg [dot] hr

Mittwoch, 03. Juni 2020 – 14:00 Uhr, über ZOOM

Gastvortrag Dr. Ana Šimić: „Slavonic legacy of Cyril and Methodius: yesterday, today and tomorrow“

The greatest Slavonic story ever told is one of two noble and high-ranking Greek (Byzantine) brothers who relinquished their rightful privileges and embarked on a mission that changed the face of Europe: bringing the light of the written word to the illiterate Slavs.

The lecture presents the history and highlights of the Cyrillo-Methodian mission, its outcomes with respect to literacy and its impact on the later-established realms of Slavia Orthodoxa and Slavia Latina. The unexpected fate of two Slavonic scripts (Glagolitic and Cyrillic) as well as modern representations of the holy brothers and their heritage are also addressed.

The lecture emphasizes the idea of continuous practice of basic literacy as a ground zero for any kind of growth, development and empowerment, whether individual or collective.

 

Dr. Ana Šimić, Staroslavenski institut, Zagreb

ana [dot] simic [at] stin [dot] hr

Mittwoch, 17. Juni 2020 – 14:00 Uhr, über ZOOM