NEUERSCHEINUNG Die 13. Sibylle. Die Prophezeiung der Königin Michalda von Saba.

Redaktionell bearbeitete Edition und Faksimileausgabe einer maschinschriftlichen Fassung aus der Wörthersee-Region in Kärnten, Klagenfurt: Hermagoras Verlag 2020, 84 S., Edition: Dr. Herta Maurer-Lausegger

Die Sibyllen waren im Altertum weissagende Frauen, die erstmals in Kleinasien belegt sind und später unter verschiedenen Namen in unterschiedlichen Gebieten verbreitet waren. Die sibyllinische Prophezeiung zählt zum prophetischen Schrifttum, in dem alttestamentliche, christliche und profane Inhalte geschickt zu einem Ganzen verwoben sind, gleichzeitig aber auch der Zeitgeist des Entstehens zum Ausdruck kommt. Der messianische und apokalyptische Charakter der Prophezeiungen wurde in den frühen nachchristlichen Jahrhunderten als göttliche Offenbarung verstanden, was im Schrifttum und in der christlichen Kunst zum Ausdruck kommt. Religion und Volksglaube wurden in der Folge immer mehr entzweit, zugunsten heterodoxer und ketzerischer Kreise. Am Beginn der Neuzeit erblühte eine enorme Vielfalt von Weissagungen aller Art in den verschiedensten Bereichen: Politik, Religion, Zeit, Eschatologie. Die maschinschriftliche Fassung der Sibylle aus der Wörthersee-Region stellt eine Variante der 1850 in Leitomischl anonym erschienenen Sibyllinischen Bücher, einer deutschen Übersetzung der tschechischen „Proroctví Michaldy, králowny ze Sáby, třinácté Sibylly“, dar. Die Weissagungen bleiben immer mehrdeutig und sind stets im kulturellen, religiösen, gesellschaftspolitischen und historischen Kontext zu sehen.

Ein herzliches Dankeschön für die finanzielle Unterstützung gilt der Fakultät für Kulturwissenschaften der AAU, die das Erscheinen der Publikation ermöglichte.

Hermagoras Verlag/Mohorjeva založba, ISBN 978-3-7086-1097-9
Bestellung: E-mail: buchhandlung [at] mohorjeva [dot] at ; Tel.: +43 (0) 463 56 515 46

Zrinka Kolaković gewinnt Preis der Deutschen Gesellschaft für Kroatistik und der Botschaft der Republik Kroatien für ihre Abschlussarbeit

Zrinka Kolaković, die am Institut für Slawistik der Universität Klagenfurt forscht und lehrt, wird damit für ihre Abschlussarbeit an der Universität Regensburg (und Universität Zagreb) ausgezeichnet.

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NEUERSCHEINUNG „Leitfaden zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Richtlinien zur formalen Gestaltung und strukturellen Gliederung“

Der wissenschaftliche Leitfaden stellt eine praxisorientierte Arbeitsgrundlage für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten dar. Das Werk basiert auf mehr als drei Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschungsarbeit und Lehrtätigkeit im universitären Bereich. Das Konzept orientiert sich an der vielfältigen Praxis innerhalb der philologischen Fachrichtungen, an einschlägigen wissenschaftlichen Ratgebern unterschiedlicher Disziplinen, unter Berücksichtigung aktueller nationaler und internationaler Standards. Das Werk enthält bewusst viele Zitate unterschiedlichen Typs und praktiziert auch die anderen, im Leitfaden empfohlenen Vorgehensweisen, um das theoretisch Dargebotene auch praktisch zu untermauern. Die Ausführungen sind so angelegt, dass sie unterschiedlichen Disziplinen, Studierenden und Lehrenden sowie jeglichem interessierten Nutzerkreis als Arbeitsgrundlage und Hilfestellung dienen können.

„Ich habe das 50-Jahr-Bestandsjubiläum der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (www.aau.at), das im Jahr 2020 begangen wird, als Beweggrund gesehen, den vorliegenden Leitfaden zur Unterstützung beim wissenschaftlichen Schreiben als auch in der Forschung und Lehre zu erstellen.“ (Die Autorin)

Klagenfurt: Hermagoras Verlag 2020, 118 S., Autorin: Dr. Herta Maurer-Lausegger

Hermagoras Verlag/Mohorjeva založba, ISBN 978-3-7086-1096-2
Bestellung: E-mail: buchhandlung [at] mohorjeva [dot] at ; Tel.: +43 (0) 463 56 515 46

Einladung zur Podiumsdiskussion: MANIFEST/O ALPE-ADRIA

Einladung zur Podiumsdiskussion anlässlich der Präsentation des dreisprachigen AA-Buches (Werner Wintersteiner, Cristina Beretta, Mira Miladinović Zalaznik (Hrsg. | a cura di | ur.): Manifest|o Alpe-Adria. Stimmen für eine Europa-Region des Friedens und Wohlstands | Voci per una regione europea di pace e prosperità | Glasovi za evropsko regijo miru in blagostanja. Edition pen Löcker 2020.)

Friedensregion Alpen-Adria – Ausweg aus nationalistischer Enge?

Termin: Dienstag, 20. Oktober 2020, 19 Uhr;

Ort: Landhaus, Grüner Saal, Ursulinengasse 2, 9020 Klagenfurt

Informationen zu den Diskutant*innen (aus den Bereichen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Umweltschutz)

Einladung Manifesto

Lange Nacht der Forschung – DIGITAL

Station: Im Wordrap: Slawistin Magdalena Kaltseis
Neugier, Ausdauer, Beharrlichkeit und Freude, sich lange mit einem Thema auseinanderzusetzen – das ist für Magdalena Kaltseis essenziell, um als Wissenschaftlerin erfolgreich zu sein. Die Slawistin erzählt im Wordrap über ihre Begeisterung für Sprachen. Aktuell fragt sie sich: Wie redet man im russischen Fernsehen über den Ukraine-Konflikt?

em. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Neuhäuser, MA, im 88. Lebensjahr verstorben

Geboren 1933 in Wien und dort aufgewachsen, studierte Rudolf Neuhäuser an der Universität Wien Anglistik und Osteuropäische Geschichte mit Schwerpunkt russische Geschichte (Doktorat) und der Universität Toronto Russische Literatur und Sprache (Master), lehrte und forschte anschließend von 1961 bis 1975 an Universitäten in den USA und Kanada und erreichte an der University of Western Ontario in London/Ontario die Position eines Full Professor.

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SPRACHEIGNUNGSTEST SLOWENISCH / UVRSTITVENI TEST IZ ZNANJA SLOVENSKEGA JEZIKA

Lehramt Unterrichtsfach Slowenisch (Bachelor)

SPRACHEIGNUNGSTEST SLOWENISCH

Laut Curriculum (Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung § C 22, Abs. 3) kann an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt das Lehramtsstudium Unterrichtsfach Slowenisch entweder mit Vorkenntnissen auf dem Niveau B2 des GERS oder ohne entsprechende Vorkenntnisse begonnen werden.

Aus diesem Grund ist zu Beginn des Studienjahres 2019/2020 ein Spracheignungstest zu absolvieren:

Termin: 24.09.2020
Zeit: 12:00 Uhr
Raum: N.0.15 (Institut für Slawistik)
Anmeldung bis 23.09.2019 bei: natasa [dot] hribar [at] aau [dot] at

Je nach Ergebnis des Spracheignungstests beginnt die Sprachausbildung an der AAU entweder mit dem Modul SLA oder dem Modul SLB. Somit wird die Sprachausbildung je nach Vorkenntnissen auf zwei verschiedenen Schienen geführt. Im ersten Studienjahr ergibt sich auf diese Weise das in der Tabelle angeführte slowenistische Studienprogramm für die beiden unterschiedlichen Gruppen.

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UVRSTITVENI TEST IZ ZNANJA SLOVENSKEGA JEZIKA

Kot predpisuje novi učni načrt (Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung § C 22, odst. 3) lahko študentje začnejo s študijem slovenskega jezika na pedagoški smeri (Lehramtsstudium Unterrichtsfach Slowenisch) bodisi z znanjem na stopnji B2 (SEJO) bodisi brez ustreznega predznanja.

Zato bodo študentje na začetku študijskega leta 2019/2020 pisali uvrstitveni test:

Termin: 24.09.2020
Čas: 12:00
Predavalnica: N.0.15 (Inštitut za slavistiko)
Prijava do 23.9.2019 na elektronski naslov: natasa [dot] hribar [at] aau [dot] at

Glede na rezultat testa začnejo študentje na Univerzi v Celovcu (AAU) jezikovno izobrazbo z modulom SLA ali SLB. Študij bo torej glede na predznanje slovenskega jezika potekal v dveh smereh. V prvem študijskem letu se študij slovenskega jezika začne tako, kot je prikazano v spodnji tabeli.

 

Gastvortrag Dr. Tomaž Erjavec und Dr. Nikola Ljubešić: „Good research needs good infrastructure: The CLARIN.SI and CLASSLA options for supporting research on South Slavic languages Practices“

In this talk the European CLARIN and the Slovene CLARIN.SI national infrastructure for language resources and technologies will be presented, as well as its CLASSLA Knowledge centre on South Slavic languages.

The infrastructure and the adjoining knowledge centre offer, among others, the following resources: two concordancers enabling search through 67 corpora of various South Slavic languages, a data repository with 100+ South Slavic datasets, web services currently enabling processing of text written in Slovene, Croatian or Serbian, various training activities, frequently-asked-questions documentation, and a helpdesk which either answers additional questions on the available resources, or gives support in producing or improving language resources and technologies for South Slavic languages.

Nikola Ljubešić (2020) The CLASSLA knowledge centre for South Slavic languages

Tomaž Erjavec (2020) CLARIN.SI infrastructure

 

Dr. Tomaž Erjavec und Dr. Nikola Ljubešić, Department of Knowledge Technologies Jožef Stefan Institute, Ljubljana

tomaz [dot] erjavec [at] ijs [dot] si

nikola.ljubešić@ijs.si

Gastvortrag Ass.-Prof. Dr. Petar Vuković: „The Bunjevci of Bačka: Identities and Language Practices“

The Bunjevci are a South Slavic (sub)ethnic group, settled mostly in Croatia, but partially also in Bačka, a region divided between Serbia and Hungary. Most of the Bunjevci identify themselves as ethnic Croats and consider their dialect a variety of Croatian. However, some Bunjevci in Bačka consider themselves a distinct ethnic group with their own language.

The lecture deals with the historical causes of the polarization of ethnic identification among members of this community, as well as with the consequences this polarization has in the construction of their contemporary identities and language practices.

In the first part, the formation of the Bunjevci as an early modern ethnicity in sixteenth-century Dalmatia will be discussed, while in the second part attention will be directed to the historical experiences of those Bunjevci who later migrated to Bačka.

In the final part of the lecture Bunjevci who consider themselves Croats will be compared to those who reject that ethnic identification with regard to their language regulation practices and identity politics.

 

Ass.-Prof. Dr. Petar Vuković, Department of West Slavonic Studies, Faculty of humanities and social sciences, University of Zagreb

petar [dot] vukovic [at] ffzg [dot] hr

Mittwoch, 03. Juni 2020 – 14:00 Uhr, über ZOOM

Gastvortrag Dr. Ana Šimić: „Slavonic legacy of Cyril and Methodius: yesterday, today and tomorrow“

The greatest Slavonic story ever told is one of two noble and high-ranking Greek (Byzantine) brothers who relinquished their rightful privileges and embarked on a mission that changed the face of Europe: bringing the light of the written word to the illiterate Slavs.

The lecture presents the history and highlights of the Cyrillo-Methodian mission, its outcomes with respect to literacy and its impact on the later-established realms of Slavia Orthodoxa and Slavia Latina. The unexpected fate of two Slavonic scripts (Glagolitic and Cyrillic) as well as modern representations of the holy brothers and their heritage are also addressed.

The lecture emphasizes the idea of continuous practice of basic literacy as a ground zero for any kind of growth, development and empowerment, whether individual or collective.

 

Dr. Ana Šimić, Staroslavenski institut, Zagreb

ana [dot] simic [at] stin [dot] hr

Mittwoch, 17. Juni 2020 – 14:00 Uhr, über ZOOM