Gemeinsames Doktorandenseminar der Italianistik der Universität Ca’ Foscari und der Universität Klagenfurt

Das Meer: Sprachliche und literarische Landschaften

 

Das jährliche gemeinsame Doktorandenseminar, das heuer am 16. und 17. Juni in Venedig stattfinden wird, ist das Ergebnis der Kooperation zwischen der Universität Klagenfurt und der Universität Ca‘ Foscari Venezia im Rahmen des Double Degree PhD-Programms in Italian Studies, welches seit 2019 angeboten wird. Das Seminar, das jährlich abwechselnd in Klagenfurt und in Venedig stattfindet, ermöglicht einen fruchtbaren Austausch zwischen Dozent*innen und Doktorand*innen der beiden Universitäten. In diesem Jahr ist das gemeinsame Seminar dem Meer und seinen sprachlichen und literarischen Landschaften gewidmet.

Neben den fünf Vortragenden – Angela Fabris (Koordinatorin des PhD-Programms an der Universität Klagenfurt), Daniele Baglioni (Koordinator des PhD-Programms an der Universität Ca‘ Foscari Venezia), Ricciarda Ricorda, Eugenio Burgio e Luca Melchior – wird es für jede*n PhD-Studierende*n die Gelegenheit geben, ausgewählte Aspekte des eigenen Dissertationsprojekts kurz vorzustellen. Vortragen werden, unter anderem, die sechs Doktorand*innen des Programms, Cornelia Koffler, Larissa Grantner und Laura Checconi aus Klagenfurt sowie Giacomo Carlesso, Lorenzo Negro und Giorgia Buso aus Venedig. Das Seminar zeichnet sich durch hohe Interdisziplinarität aus, es sind Impulse aus der Literaturwissenschaft, der Komparatistik, der Philologie, den Kulturwissenschaften, der visuellen Medienwissenschaft, der historischen Sprachwissenschaft und der Soziolinguistik zu erwarten.

 

Seminario congiunto del dottorato di Italianistica dell’università Ca’ Foscari con il Doktorat der Philosophie dell’università di Klagenfurt

Il mare: paesaggi linguistici e letterari

 

Il Seminario è frutto della cooperazione tra l’Università di Klagenfurt e l’Università Ca’ Foscari Venezia nell’ambito del Double Degree PhD in Italian Studies che è attivo dal 2019 e che ha consentito la creazione di una rete proficua di contatti e scambi tra docenti e dottorandi di entrambi gli atenei.

Il Seminario congiunto, che si tiene alternativamente un anno a Klagenfurt e un anno a Venezia, è dedicato quest’anno al mare e ai suoi paesaggi linguistici e letterari. Oltre ai singoli docenti – Angela Fabris (coordinatrice di tale programma all’Università di Klagenfurt), Daniele Baglioni (coordinatore del Collegio del Dottorato in “Italian Studies” dell’Università Ca’ Foscari Venezia), Ricciarda Ricorda, Eugenio Burgio e Luca Melchior – vi sarà la possibilità per ciascuno dei dottorandi di presentare brevemente il frutto delle proprie ricerche. Ad aprire la sezione dei dottorandi saranno i giovani studiosi che usufruiscono della convenzione, Cornelia Koffler, Larissa Grantner e Laura Checconi di Klagenfurt e Giacomo Carlesso, Lorenzo Negro e Giorgia Buso di Venezia.

Uno dei punti di forza risiede nell’approccio interdisciplinare del Seminario, evidente nell’ampia gamma delle discipline coinvolte, dagli studi letterari e di carattere comparatistico alle applicazioni filologiche, dalle scienze culturali agli studi sui visual media e dalla linguistica storica alla sociolinguistica.

 

Gastvortrag Prof. Dr. David Bénéteau – 9.6.2022

Das Institut für Romanistik lädt zu einem Gastvortrag von Prof. Dr. David Bénéteau mit dem Titel

„The future of the past: digital editions in the 21st century“

 

Zeit: Donnerstag, 9.6.2022, 11.00-12.30 Uhr

Ort: N.0.67

 

Vita:

David Bénéteau is among the most celebrated scholars in Italy in the editions of medieval manuscripts.  He has finished his third book (Le verace istorie Romane) which will appear this summer and is working on the fourth, Le Amazzoni; two articles appeared last year.  During this year on sabbatical he has been invited to two conferences, and invited to lecture at a series of universities, Bologna, Genova and Siena.  He has taught in Europe, in China and in Canada, and he is a full professor in the United States.  He would like to share the exciting developments which makes the production of critical editions, once a difficult and time-consuming endeavour, accessible to junior colleagues and discuss the future of digital humanities.

 

Abstract:

Prof. Bénéteau will talk about how digital changes have revolutionized the work as philologers. First, what used to be necessary to produce a book worthy of publication?  Great expertise; time; and extensive funding.  It’s increasingly rare to see “magnum opuses” that the one I published appear under one author’s name.  Faculty often can’t take the time away from teaching, or find the funding available for the travel.

Nowadays, the principal novelty is the abundance of digital copies of mss. available.  On one hand, this makes it harder: there is much more material to be considered.  On the other hand, it can be done from anywhere and requires little funding.

Imagine you can create a team as a Principal Investigator: you have a philologist, paleographer, linguist, codicologist, historian, art history expert on miniatures, map maker, experts in different countries where the manuscripts are, computer programmer.  These grants exist now and there are many in Europe:  they are called ERC advanced grants.  I hope to encourage students to try to join such research teams.

 

Gastvortrag Peter V. Zima – 2. Juni 2022

Wir möchten Sie herzlich zu einem Vortrag von Em.Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter V. Zima (Freiburg/Klagenfurt) einladen zum Thema

 

„Diskurs und Macht zwischen Literatur und Soziologie: Von Luigi Pirandello zu Erving Goffman“

 

Termin: 2. Juni 2022, um 11:00 Uhr, im N.0.67

Vortragsabstract:

In diesem Vortrag soll deutlich werden, dass es in nahezu allen gesellschaftlich-sprachlichen Situationen oder „Diskursformationen“ (Foucault) Herrschende und Beherrschte gibt und dass die Beherrschten in der Regel allergrößte Mühe haben, sich der Machtausübung der Herrschenden und Ihrer etablierten Sprachen zu entziehen. Dies gilt sowohl für die vom Utilitarismus beherrschte soziolinguistische Situation, in der sich Pirandellos Protagonist Vitangelo Moscarda im Roman Uno, nessuno e centomila (1926) vergeblich gegen das Etikett „Wucherer“ („usuraio“) wehrt, als auch für die von Erving Goffman analysierte psychiatrische Klinik, in der Insassen vergeblich gegen ihre Vereinnahmung durch die Diskurse der Anstalt kämpfen. In beiden Fällen geht es um die entscheidende Frage: „Wer erzählt wen?“ Diese Frage verbindet die Semiotik als Diskurs- oder Erzähltheorie mit der soziologischen Machttheorie, zu der der amerikanisch-kanadische Soziologe Erving Goffman (1922-1982) wichtige Beiträge veröffentlicht hat: Stigma (1964) und Asyle (Asylums, 1961).

Der Vortrag ist ein Kommentar des 5. Kapitels aus Peter V. Zimas jüngst im UTB Verlag erschienenem Buch, „Diskurs und Macht. Einführung in die herrschaftskritische Erzähltheorie“.

 

Vita:

Peter V. Zima ist ein Literaturwissenschaftler. Er studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Edinburgh und Literatursoziologie an der École des hautes études en sciences sociales in Paris, wo er mit zwei Dissertationen promovierte und sich habilitierte. Er war von 1972 bis 1975 Gastdozent und Assistent an der Universität Bielefeld, von 1976 bis 1983 Dozent an der Universität Groningen. Von 1983 bis 2012 war er ordentlicher Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Seit 2012 ist er emeritierter Professor der Universität Klagenfurt, seit 1998 korrespondierendes Mitglied der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seit 2010 Mitglied der Academia Europaea in London. 2014 wurde er zum Honorarprofessor der East China Normal University in Schanghai ernannt. In seiner Forschung setzt Zima sich mit Soziologie, Semiotik, Ästhetik, Komparatistik, Dekonstruktion, Ideologiekritik und Theorien des Subjekts auseinander.

Neueste Publikationen: Essai et Essayisme. Le potentiel théorique de l’essai: de Montaigne jusqu’à la postmodernité, Paris, Classiques Garnier, 2018; Soziologische Theoriebildung. Ein Handbuch auf dialogischer Basis, Tübingen, Narr-Francke-Attempto (UTB), 2020; Diskurs und Macht. Eine Einführung in die herrschaftskritische Erzähltheorie, Leverkusen, Budrich (UTB), 2022.

 

Das Institut für Romanistik freut sich auf Ihr Kommen!

 

 

 

 

Gastvortrag Enrico Testa – 9. Juni 2022

Hiermit möchten wir Sie aufmerksam machen auf einen in Kürze stattfindenden Gastvortrag von Prof. Enrico Testa zum Thema

„L’italiano nascosto. Una storia linguistica e culturale“

 

Termin: Donnerstag, 9.6.2022, 15 bis 17 Uhr

Raum: N.1.04

 

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Plakat

 

 

Lange Nacht der Forschung 2022

Das Institut für Romanistik und das Zentrum für Romanistische Mediävistik laden am 20. Mai 2022

zu folgendem Stationenbetrieb der Langen Nacht der Forschung 2022 ein:

Tiere in Bild und Text im romanischen Mittelalter (Station U 15)

Nähere Informationen finden Sie unter: https://langenachtderforschung.at/station/2051

Kontakt: zrm [at] aau [dot] at

Conversation avec Mathias Énard – 8. März 2022

Das Institut für Romanistik lädt ein zu einem

Autorengespräch mit dem französischen Schriftsteller MATHIAS ÉNARD.

 

Termin: 8. März 2022, 14:30-16:30 Uhr, Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse O.0.01 (Universität Klagenfurt)

 

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem italienischen Literaturfestival „Dedica“ http://www.dedicafestival.it/ organisiert und durch die Fakultät für Kulturwissenschaften gefördert.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Plakat.

Wir würden uns über Ihr Kommen sehr freuen!

Seminar „Il miracolo nell’Europa medievale. Prospettive linguistiche e letterarie“

Das Institut für Romanistik und das Zentrum für romanistische Mediävistik (ZRM) der Universität Klagenfurt und der Corso di Dottorato internazionale „Forme dello scambio culturale“ der Università di Trento laden ein zu einem gemeinsamen Seminar:

„Il miracolo nell’Europa medievale. Prospettive linguistiche e letterarie“

mit Beiträgen von
Roberta Capelli, Antonella Degl’Innocenti, Fulvio Ferrari, Raymund Wilhelm

Donnerstag, 16. Dezember 2021; 14.30 – 17.00 Uhr

Das Seminar findet online statt; Anmeldungen unter: lisa [dot] struckl [at] aau [dot] at

Online-Vortrag „Zur Aktualität von Louise Labés Liebes- und Leidens-Sonetten“

Wir möchten auf einen Online-Vortrag im Rahmen der Vorlesung „Überblick über die früheren Epochen der französischen Literaturgeschichte“ aufmerksam machen.

Prof. Marina Ortrud Hertrampf von der Universität Passau wird am 10. Dezember 2021 um 13 Uhr sprechen.

Titel: Zur Aktualität von Louise Labés Liebes- und Leidens-Sonetten

Convegno internazionale: Bonvesin da la Riva. Tradizioni di lingua, di poesia e di cultura

Das Institut für Romanistik und das Zentrum für romanistische Mediävistik laden herzlich zu folgender Tagung ein:

Bonvesin da la Riva. Tradizioni di lingua, di poesia e di cultura

Convegno internazionale

11. bis 12. November 2021

Universität Klagenfurt, Stiftungssaal K.0.01

Die Veranstaltung wird unter Einhaltung der aktuell gültigen Schutzmaßnahmen (2-G-Regel) in Präsenz stattfinden. Zudem wird die Tagung live übertragen.

Nähere Informationen zum Ablauf sowie zu den einzelnen Vorträgen entnehmen Sie dem Programmheft.

Genaueres zu den an der AAU gültigen Schutzmaßnahmen finden Sie unter: https://www.aau.at/aktuelle-informationen-zum-coronavirus/ .

Workshop „Praxis des Urteilens in frühneuzeitlichen Texten“ im Rahmen des HRSM-Projekts The Exercise of Judgment in the Early Modern Age

Wir möchten Sie aufmerksam machen auf einen Workshop im Rahmen des HRSM-Projekts: The Exercise of Judgment in the Early Modern Age

Der Workshop widmet sich der „Praxis des Urteilens in frühneuzeitlichen Texten“. Ein Programm mit allen Vortragenden sowie der zeitlichen Abfolge stellen wir Ihnen hier gerne bereit: Programm November 2021

Außerdem weisen wir Sie hin auf die Homepage mit genaueren Informationen rund um das Projekt.