INTERDISZIPLINÄRE FACHKONFERENZ „THE EXERCISE OF JUDGMENT IN THE EARLY MODERN PERIOD“

Von 15. bis 17.11.2018 findet die internationale Fachkonferenz im Rahmen des gleichnamigen HRSM-Projekts zum Thema „The Exercise of JUDGMENT in The Early Modern Period“ statt.

Genauere Informationen, Kontaktdaten und den Programmablauf finden Sie im Programm_Judgment

Vortrag: Epistemische Autorität oder warum es nicht immer richtig ist, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen

Das Institut für Philosophie und der ISP JUDGMENT möchten zum Vortrag einladen zum Thema

Epistemische Autorität oder warum es nicht immer richtig ist, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen

Prof.Dr. Thomas Grundmann (Universität Köln)

Mittwoch, 7. November 2018, 18:00 Uhr, I.2.35

 

 

Respektlosigkeit gegenüber der Wahrheit, eine anhaltende Konjunktur des Verschwörungsdenkens und ein weitreichendes Misstrauen gegenüber Experten sind charakteristische Merkmale der gegenwärtigen Politik und der öffentlichen Meinung. Diese Phänomene haben vielfältige Ursachen, eine davon wird aber eher selten diskutiert: Es gibt eine starke Disanalogie zwischen demokratischen Idealen und epistemischen Normen. Demokratietheoretisch sind alle Bürger gleich und sie sollten alle als unabhängige Wähler in ihrer jeweils eigenen Meinungsbildung respektiert werden. Aus epistemischer Perspektive ist dagegen die epistemische Ungleichheit (z.B. zwischen Experten und Laien) unvermeidlich und Laien sollten rationalerweise oft einfach der Autoritätsmeinung folgen. Im Vortrag vertritt Grundmann die These, dass die Verwechselung von demokratischen und epistemischen Idealen Vertrauen in Experten untergraben kann. Er wird genauer die epistemischen Normen erklären, wonach wir oft einfach auf Expertenmeinungen deferieren sollten, ganz ohne unseren eigenen Verstand auf die Sache anzuwenden und außerdem zeigen, welche Rolle das kritische Denken im Umgang mit epistemisch Überlegenen dennoch spielen kann und warum seine Auffassung nicht zu einer blinden Autoritätsgläubigkeit führt.

 

 

 

Tara Turnbull: „BEING ON STAGE“

Das Institut für Philosophie möchte Sie gerne zu folgender philosophischen Lecture Performance einladen

Tara Turnbull
„Being on Stage“
am Mittwoch, 24.10., um 18:30 Uhr, im Z.1.09

What does it mean to be a student? What does it mean to love wisdom, to Act Academia? Who is the Harold Lloydian Glasses Character? What is “the behaviour of a questioner?” Being-On-Stage is a philosopher play. It is the story of a perpetual student, one who studies ontology and temporality, one who reads Being And Time. Being-On-Stage contains the drama of study, particularly that of Martin Heidegger’s work. Where uncontainable, it bleeds the tragedy of Heidegger’s hypocrisy. The play asks, enacts how one might stare down the bore of a constant canon. Bureaucratic, it emphasizes le bureau, the desk. The play process posits stage as world, desk as stage, stage as desk, stage as studio, studio as sanctuary where and when an Actress re-reads, re-hearses, re-peats Being and Being’s questioning. As in Jerry N. Uelsmann’s 1976 silver gelatin print, the philosopher’s desk is space on, off of, and in which one can and does fall, stand, walk, act, look up, see sky in ceiling’s stead.
What does it mean to be an Actress? Being-On-Stage experiments with Acting as excavation, Actor as ground, Reading as excavatory action. In the archaeological act, dusting off is a dance. Through the text, you meet René Descartes, Gaius Julius Hyginus… You translate with John Macquarrie and Edward Robinson… You correspond with Wilhelm Dilthey and Count Yorck De Wartenburg… You poetize and are poetized. You sing. Ella Fitzgerald, Tracy Chapman, and Cécile McLorin Salvant sing through you. Ontology opens. Being embodies itself. You find yourself in a rhizomatic discourse of thought, of thinkers, of breath, of questions, of acts, in a story of Being, a continuum of everything that was, is, and will be. The play is a pedagogical tool for engaging with both theatre and philosophy. Theatre and philosophy inspire one another in the respiratory and other senses of inspiration, deepening inhalations, deeply affecting that study, that song which occurs on the out-breath.

About the person:
Tara Turnbull is an Actress. Bachelor Of Arts in Theatre & Philosophy Bard College At Simon’s Rock. Master Of Fine Arts The University Of California Los Angeles’ School Of Theatre, Film & Television. Doctor Of Philosophy student with The Transart Institute For Creative Research & Western Sydney University’s Writing And Society Research Centre. Being-On-Stage will have its New York première next m

Vortrag Dr. Diego D’Angelo: „Leibliche Aufmerksamkeit. Phänomenologie und Philosophy of Mind“

Der Vortrag findet am 17.10. um 18:00 Uhr, im I.1.71 statt.

In diesem Vortrag stellt Herr Dr. D’Angelo sein Habilitationsprojekt dar, in welchem er versuchen will, eine zusammenhängende Konzeption der Aufmerksamkeit zu entwickeln. Dabei wird für ihn grundsätzlich der Gedanke leitend sein, Aufmerksamkeit als eine schöpferische und leibliche Verhaltensweise zu verstehen.

Um zu zeigen, was damit gemeint ist und welcher Erkenntnisgewinn dadurch erzielt werden kann, ist der Vortrag in die folgenden drei Schritte gegliedert. Zuerst (1) werden alltagspsychologische Konzeptionen der Aufmerksamkeit (vor allem die Idee, Aufmerksamkeit sei als ein Blickstrahl aufzufassen) eingeführt und diskutiert. In einem zweiten Schritt (2) wird diese Konzeption mit Merleau-Pontys Anmerkungen zur Aufmerksamkeit aus seiner Phänomenologie der Wahrnehmung kontrastiert. Anschließend (3) wird eine breitere Bestimmung der Aufmerksamkeit vorgenommen, welche sich hauptsächlich an drei theoretischen Ansätzen aus der Philosophy of Mind orientiert: Aufmerksamkeit als Bindung von Eigenschaften (Anne Treismans “Feature Integration Theory”), Aufmerksamkeit als Selektion für Handlungen (Wayne Wus “Selection for Action Theory), und Aufmerksamkeit als prä-motorische Funktion (Giacomo Rizzolattis “Premotor Theory”). Dadurch lässt sich zeigen, dass eine leibliche Konzeption der Aufmerksamkeit als kreative Verhaltensweise phänomenologisch berechtigt und philosophisch konsistent sein kann.

 

 

Kolloqium: Spinoza’s Natural Philosophy and the Idea of the Human Individual

Vom 10. bis 11. Mai findet das Kolloqium „Spinoza’s Natural Philosophy and the Idea of the Human Individual“ an der Unversität Lyon statt.

Organisation: Univ.-Prof.Dr. Ursula Renz & Sarah Tropper

colloque 10-11 mai

TAGUNG: Gender in Transition

GENDER IN TRANSITION

Interdisziplinäre Tagung über Inter*, Trans*

und geschlechter-non-konforme Lebensweisen

7.- 8. Juni 2018

Universität Klagenfurt

 

 

Organisation:

  • Universität Klagenfurt (AAU)
  • Institut für Philosophie in Zusammenarbeit mit Institut für Psychologie
  • Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien
  • ÖH-queer-Referat
  • Klinikum Klagenfurt, Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Mädchenzentrum Klagenfurt

Eintritt frei – Um Voranmeldung wird gebeten!

Anmeldungen bitte an folgende E-Mail Adresse: Nicole [dot] Markitz [at] aau [dot] at

 

ABSAGE: Vortrag: Jérôme Lèbre „Für Statik – Ein Versuch, auf die globale Beschleunigung zu antworten“

Leider muss der für heute angekündigte Vortrag von Herrn Jérôme Lèbre abgesagt werden.

Wir bitten um Verständnis.

Philosophie-Olympiade: „Artificial Life“ Ass.Prof. Martin Weiss (Festveranstaltung)

Die Festveranstaltung zur Philosophie-Olympiade Kärnten findet jährlich im Vorfeld der jährlichen österreichweiten Philosophie-Olympiade in Wien statt. Jedes Jahr dürfen zwei SchülerInnen zur Internationalen Philosophieolympiade (IPO) fahren. Es wurden bereits mehrere österreichische TeilnehmerInnen ausgezeichnet. Die IPO 2018 wird in Bar, Montenegro, stattfinden. Es wurden im Jahr 2018 1340 SchülerInnen aus ganz Österreich angemeldet. Das ist ein hervorragendes Ergebnis! Im letzten Schuljahr waren es 1215 SchülerInnen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 13.03.2018, 17:00-19:00 Uhr, im Stiftungssaal statt.

 

Ursula Renz: Prolegomena for a Future Philosophy of Self-Knowledge. A Kantian Strategy

Hauptvortrag von Ursula Renz beim Internationaler Workshop „Immanuel Kant: Die Quellen der Apperzeption“ am FREITAG, 16. MÄRZ 2018, 17:00 Uhr

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Was menschliches Leben auszeichnet

Die Philosophin Ursula Renz fragt danach, wie und in welchem Ausmaß die Tatsache, dass wir der menschlichen Lebensform angehören, unsere Art zu leben beeinflusst. Eine Antwort darauf möchte sie mit den Texten von Baruch de Spinoza finden.

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