Symposium „Selbstbestimmung als Utopie?“ vergleicht europäische Volksabstimmungen nach 1918

Wie ordnet man Staatsgrenzen nach einem Weltkrieg neu? Referenden über die künftige staatliche Zugehörigkeit in genau festgelegten Abstimmungsgebieten fanden 1920 nicht nur im Süden Kärntens statt (10. Oktober), sondern auch in Schleswig (Februar/März), in West- und Ostpreußen (Juli) sowie, im März 1921, in Oberschlesien. Das Symposium „Selbstbestimmung als Utopie?“ stellt am 7. Oktober 2020 einen europäischen Vergleich dieser Volksabstimmungen an.

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Symposium und Podiumsdiskussion Selbstbestimmung als Utopie? Volksabstimmungen 1920 im europäischen Vergleich

Wie ordnet man Staatsgrenzen nach einem Weltkrieg neu? Referenden über die künftige staatliche Zugehörigkeit in genau festgelegten Abstimmungsgebieten fanden 1920 nicht nur im Süden Kärntens statt (10. Oktober), sondern auch in Schleswig (Februar/März), in West- und Ostpreußen (Juli) sowie, im März 1921, in Oberschlesien. Das Symposium „Selbstbestimmung als Utopie?“ stellt am 7. Oktober 2020 einen europäischen Vergleich dieser Volksabstimmungen an.

Mittwoch, 7. Oktober 2020
Universität Klagenfurt | Hörsaal 1 & Oman-Saal | Universitätsstraße 65-67 | 9020 Klagenfurt

Das aktuelle Programm ist unter www.aau.at/selbstbestimmung-als-utopie abrufbar. Die Anmeldung zur Veranstaltung (unter demselben Link) ist unbedingt erforderlich, da durch die gültigen Abstandsregeln nur begrenzte Kapazitäten im Hörsaal bereitgestellt werden können.

Internationales Symposium: Arbeit & Demokratie. Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft

Das internationale Symposium Arbeit und Demokratie findet am 24. September 2020 im Konferenzsaal der AK Kärnten in Klagenfurt statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden über das Kernthema der Kärntner Volksabstimmung hinaus historische, demokratiepolitische sowie gegenwartsbezogene und zukunftsorientierte Fragestellungen miteinander diskutiert. In vier moderierten Panels rücken etwa der 10. Oktober 1920 in internationaler Perspektive, demokratiepolitische Entwicklungen oder die Rolle Kärntens in Europa in den Fokus. Einen Schwerpunkt bildet das Thema Arbeit und damit verbunden die Rolle und Bedeutung der Kärntner Arbeiterschaft im Kontext der Kärntner Volksabstimmung. Mit diesen Schwerpunktsetzungen möchte die Veranstaltung neue Perspektiven eröffnen, die sich aus fundierten Beiträgen von ExpertInnen aus Österreich, Slowenien, Deutschland und den Niederlanden ergeben.

Die einzelnen Vorträge verfolgen eine populärwissenschaftliche Ausrichtung und sind für ein breites Zielpublikum (u.a. BetriebsrätInnen, GewerkschafterInnen, Studierende, interessiertes Fachpublikum bis hin zu Wissenschaftern) ausgelegt. Das genaue Programm finden Sie hier

Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum Symposium sind auf www.zusammen-arbeiten.at/symposium abrufbar.

Das Symposium wird vom Land Kärnten innerhalb des Gesamtprojektes CARINTHIja 2020 gefördert.

Ausstellung „asozial“ – Ausgrenzung gestern und heute im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek der AAU

Das Institut für Geschichte, das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien und die Universitätsbibliothek der AAU sowie das Slowenische Wissenschaftliche Institut laden mit Unterstützung der Landeshauptstadt Klagenfurt (Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen) sowie der Fakultät für Kulturwissenschaften der AAU herzlich zur Eröffnung der Ausstellung  „asozial“ – Ausgrenzung gestern und heute ein.

Die Ausstellung widmet sich einer spezifischen Form von Ausgrenzung im Nationalsozialismus: Es stehen Strukturen der Verfolgung von jenen Frauen und Mädchen im Mittelpunkt, die moralischen und sittlichen Vorstellungen der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ nicht entsprachen. Für viele führten Ausgrenzung und Entrechtung zur Einweisung in Arbeitsanstalten und Konzentrationslager.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie im Flyer anbei.

Die Ausstellung wird mit einem Gastvortrag der Kuratorinnen Brigitte Halbmayr und Helga Amesberger (Institut für Konfliktforschung, Wien)„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt“ – Stigmatisierung und Verfolgung von ‚asozialen‘ Mädchen und Frauen gestern und heute  am 14.01. 2020 um 18 Uhr im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek der AAU eröffnet.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Über die Vortragenden:

Dr.in Helga Amesberger und Dr.in Brigitte Halbmayr sind Sozialwissenschafterinnen am Institut für Konfliktforschung (Wien) mit den Arbeitsschwerpunkten Rassismus, Nationalsozialismus und Holocaust, Oral History, Gender Studies.
Sie haben u.a. folgende Preise erhalten: Käthe Leichter-Preis 2011 und Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments 2019.

Aktuellste Veröffentlichungen:
Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal (2019): „Arbeitsscheu und moralisch verkommen“. Verfolgung von Frauen als „Asoziale“ im Nationalsozialismus. Wien: Mandelbaum.
Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Simon Clemens (2019): „Meine Mama war Widerstandskämpferin“ – Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation. Wien: Picus

R. Lafer – H. Dolenz – M. Luik (Hgg.), Antiquitates variae: Festschrift für Karl Strobel zum 65. Geburtstag, Rahden/Westf. 2019

Die Festschrift wurde von Renate Lafer, Heimo Dolenz und Martin Luik herausgegeben und beinhaltet zahlreiche Beiträge international und national anerkannter Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Alte Geschichte, Archäologie, Papyrologie, Numismatik und antike Rechtsgeschichte.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier

Expertengespräch zum Thema: „Kontroversen zur Geschichte Österreichs in den 1930er Jahren. Republik? Ständestaat? Diktatur?

Der Streit um die Jahre 1933 bis 1938 in der Geschichtswissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt einer um ihre Benennung. Termini wie „Bürgerkrieg, Ständestaat, Republik, Klerikalfaschismus“ werden oftmals unterschiedlich interpretiert und aufgefasst. Diese Veranstaltung soll diese Divergenz der Begriffe auflösen. Die Experten Ass.-Prof. Dr. Ulfried Burz, Univ.-Prof. Dieter Pohl aus dem Hause und Mag. Dr. Florian Wenninger aus Wien werden sich der Fragen der drei Geschichtsstudenten stellen. Auf ein Kommen freut sich das Organisationsteam am 10. Dezember 2019 um 19.00 im Hörsaal Z.1.08

Internationales Kolloquium „Der Alpen-Adria-Raum und das Imperium Romanum in der hohen Kaiserzeit: Neue wirtschafts- und sozialgeschichtliche Forschungen im Spiegel archäologischer, epigraphischer, numismatischer und papyrologischer Quellen“

Anlässlich des 65. Geburtstages von Univ.-Prof. Mag. Dr. Karl Strobel findet vom 27.-29.11.2019 an der Universität Klagenfurt im Raum Z.1.09 ein von der Abteilung für Alte Geschichte, Altertumskunde und Archäologie des Instituts für Geschichte organisiertes, internationales Kolloquium statt. Die Tagung ist neuen Erkenntnissen zu wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Aspekten in der römischen Kaiserzeit mit Schwerpunkt auf dem Alpen-Adria Raum gewidmet.

Im Rahmen dieses Kolloquiums wird dem Jubilar darüber hinaus am 28.11.2019 um 19.00 Uhr im Raum Z.1.09 eine Festschrift überreicht werden.

Nähere Informationen zum Tagungsprogramm entnehmen Sie bitte hier

Weiterführende Informationen zum öffentlichen Abendvortrag von Prof. Rudolf Haensch (Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik, München) zum Thema „Augusta Vindelicum und Virunum – Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier nordalpiner Statthaltersitze“ entnehmen Sie bitte hier

 

Mächtekongresse 1818–1822. Digitale Edition der Dokumente zu den Kongressen von Aachen (1818), Troppau (1820), Laibach (1821) und Verona (1822)

MMag.a Dr.in Karin SCHNEIDER, MAS / Mag. Dr. Stephan KURZ

Montag, 02. Dezember 2019, 14:15 Uhr, SR N.1.04

Im Jahr 2019 ging die digitale Edition „Mächtekongresse 1818–1822“ online. Bis es dazu kam, war ein langer Weg zurückzulegen: von den Vorarbeiten der Transkription im Rahmen mehrerer FWF-Projekte bis zur Konversion der Daten in den XML-Standard der TEI (Text Encoding Initiative), von den TEI-Daten zu einer Darstellungsapplikation nach dem Modell der dsebaseapp mit zahlreichen kleinteiligen Anpassungen, von den „fertigen Daten“ zu deren Repräsentation im Forschungsdatenrepositorium ARCHE und in diversen Katalogen von digitalen Editionen. Die Vortragenden berichten über diese abenteuerliche Reise, die hier in Klagenfurt begann und am Wiener Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW endete, und stellen das Resultat der zahlreichen Arbeitsschritte vor.

https://maechtekongresse.acdh.oeaw.ac.at/pages/index.html

Das Institut für Geschichte freut sich auf Ihr Kommen.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Reinhard Stauber

Einladung zum Gastvortrag Informalität im Wandel. Zur Epochenspezifik eines zeitlosen Phänomens

Prof. Dr. Birgit Emich (Historisches Seminar, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Donnerstag, 21. November 2019, 18:00 Uhr, N.1.44

Frau Prof. Dr. Birgit Emich ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte: Politik- und Verwaltungsgeschichte in kulturalistischer Perspektive, Informalität und Formalisierung. Reformation und Konfessionskulturen, Kulturgeschichte des Papsttums sowie Territorialität und Zugehörigkeit.

Die Forschungsplattform JUDGMENT sowie das Institut für Geschichte freuen sich auf Ihr Kommen.

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Stauber

Workshop zum Thema „,Judgment‘ und die Dynamiken des Informellen (in der Frühen Neuzeit) – Diplomatie und Reichsinstitutionen“

Im Rahmen der an der AAU verankerten Forschungsplattform JUDGMENT findet vom 21. bis 22. November 2019 am Institut für Geschichte der von Elisabeth Lobenwein (Klagenfurt) und Eva Ortlieb (Graz) organisierte Workshop zum Thema „,Judgment‘ und die Dynamiken des Informellen (in der Frühen Neuzeit) – Diplomatie und Reichsinstitutionen“ statt.

Das ausführliche Programm kann hier heruntergeladen werden