Sozialpädagogischer Fachtag, 24. Juni 2022

RE | DE – INSTITUTIONALISIERUNG. Menschenrechtsbasierte Praxis oder strukturelle Exklusion?

Universität Klagenfurt | 24. Juni 2022 | 09:00 – 15:00 Uhr | Raum Z.1.09

Am 24. Juni 2022 findet an der Universität Klagenfurt wieder der Sozialpädagogische Fachtag statt.

Die vom Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung), dem BMKz (Selbstbestimmt-Leben-Initiative Kärnten) sowie dem Kärntner Monitoringausschuss organisierte Veranstaltung befasst sich mit Fragen der De- und Re-Institutionalisierung, die Adressat*innen in unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern betreffen.

Mit Vorträgen von Rafael Blaschun, Hubert Raunjak, Daniel Voith, Nicole Goritschnig und Fabienne Pirker sowie von Petra Flieger, Marc Diebäcker, Volker Schönwiese u.a.

Details zu den Vorträgen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Wir laden sehr herzlich ein und ersuchen um Anmeldung bis zum 3. Juni 2022 bei Renate Bojanov!

Für das Organisationsteam mit lieben Grüßen,

Ernst Kočnik, Rahel More und Marion Sigot

 

50 Jahre Lebensqualität. Erfolge und Probleme eines vielschichtigen Konzeptes

Buchpräsentation des Sammelbandes „Lebensqualität. Ein Metathema“ – online

26. April 2022 | 17:00-19:00 Uhr

Der Herausgeber MARTIN STAATS (IU Internationale Hochschule) stellt sein Buch „Lebensqualität. Ein Metathema“ vor.


Einführung:

ALBAN KNECHT (Universität Klagenfurt)


Diskussionsbeiträge:

SABINE LUDWIG (Charité Berlin | Katholische Hochschule Mainz)
CLAUDIA BIELING (Universität Hohenheim, Stuttgart)
ULRICH BRAND (Universität Wien)


Anmeldung bis 21.04.2022 bei renate [dot] bojanov [at] aau [dot] at.
Ein Zoom-Link wird kurz vor der Veranstaltung zugesendet. Zutritt ab 16:45.


Info zur Publikation

Flyer

Was wir erreichen können? Das Lebensqualitätskonzept in der Sozialen Arbeit zwischen Psychotechnik, Partizipation und Solidarität

Online-Veranstaltung am Vorabend des WORLD SOCIAL WORK DAY 2022.

Was wir erreichen können? Das Lebensqualitätskonzept in der Sozialen Arbeit zwischen Psychotechnik, Partizipation und Solidarität

14. März 2022 | 17:00 – 19:00

Mit:

  • GABRIELE STARK-ANGERMEIER
    (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit – DBSH)
  • MARINA SALMHOFER
    (Österreichischer Berufsverband der Sozialen Arbeit – OBDS)

Diskussionsbeiträge:

  • ERNST KOČNIK (Universität Klagenfurt | BMKz)
  • JULIANE NOACK NAPOLES (Brandenburgische Technische Universität)
  • THOMAS SCHÜBEL (IU Internationale Hochschule)

Moderation:

  • ALBAN KNECHT (Universität Klagenfurt)
  • MARTIN STAATS (IU Internationale Hochschule)

Veranstaltet von:

  • Institut für Errziehungswissenschaft und Bildungsforschung, AB Sozialpädagogik und Inklusionsforschung
  • Brandenburgische Technische Universität
  • IU Internatonale Schule
  • Österreichischer Berufsverband der Sozialen Arbeit – OBDS

Anmeldung bis 10.03.2022 bei renate [dot] bojanov [at] aau [dot] at.
Ein Zoom-Link wird kurz vor der Veranstaltung zugesendet. Zutritt ab 16:45.

Veranstaltungsflyer

#5 Fragen von Dis/Ability im Feld der Sozialen Arbeit / Dr. Rahel More im Gespräch mit Prof. Dr. Caroline Schmitt

Wie wird Elternschaft von Menschen mit Lernschwierigkeiten gesellschaftlich diskutiert? Wie nehmen Fachkräfte der Sozialen Arbeit die Unterstützung von Eltern mit Lernschwierigkeiten wahr? Wie erfahren österreichische Mütter und Väter mit Lernschwierigkeiten Elternschaft? Rahel More untersuchte von 2017 bis 2021 für ihre Dissertation an der Universität Klagenfurt die Bedeutung von Zuschreibungen und Fremdwahrnehmungen für die Selbstverständnisse von Eltern mit Lernschwierigkeiten. Aktuell forscht und lehrt sie am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt. (EVT: 25.11.2021)

Podcast Inklusionsfragen.podigee.io/5-more

Neue Publikation: Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit

More, Rahel: Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit. Zur Bedeutung von Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverständnissen für Eltern mit Lernschwierigkeiten. Schriftenreihe der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik, Bd. 7. Verlag Barbara Budrich, 2021

Dieses Buch befasst sich mit Elternschaft von Müttern und Vätern mit sogenannten Lernschwierigkeiten, die häufig mit Vorurteilen gegenüber ihren Fähigkeiten in der Elternrolle konfrontiert werden. Die Autorin orientiert sich an der Gesellschaftskritik der Disability Studies und verfolgt einen emanzipatorisch-partizipativen Zugang. Als besonders relevant nach Analyse von gesellschaftlichen Diskussionen in Newsgroups, Interviews mit Fachkräften der Sozialen Arbeit und Interviews mit Eltern mit Lernschwierigkeiten zeigen sich mehrdimensionale Benachteiligungen und die jeweils (nicht) existenten Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung der Elternrolle.

Menschen mit Lernschwierigkeiten sind Personen, denen eine (‚geistige‘) Behinderung zugeschrieben wird und die aufgrund von gesellschaftlichen Barrieren Behinderungen erfahren. Behinderung als Abweichung von Normalitätsvorstellungen wird durch verschiedene Diskurse erzeugt und ist auf den ersten Blick nicht mit den dominierenden Entwürfen von Mutter- und Vaterschaft sowie familialer Leistungs- und Funktionsfähigkeit vereinbar. Viele Eltern mit Lernschwierigkeiten sind aufgrund von Unfähigkeitszuschreibungen von Interventionen der Kinder- und Jugendhilfe betroffen.
Eine Hermeneutik des Verstehens bildet den metatheoretischen Bezugspunkt für die methodologische Annäherung an drei spezifische Forschungsinteressen. Basierend auf diskurstheoretischen Überlegungen der hermeneutischen Wissenssoziologie wurden Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung in Newsgroups analysiert. Interviews mit Fachkräften in der Sozialen Arbeit wurden durchgeführt und mit einer Referenzgruppe partizipativ analysiert. Mütter und Väter mit Lernschwierigkeiten wurden interviewt und die Interviews hermeneutisch-phänomenologisch analysiert. Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverständnisse wurden schließlich in einer theoretischen Diskussion zusammengeführt.
Die Ergebnisse verweisen auf das Streben von Eltern mit Lernschwierigkeiten nach der Erfüllung geschlechtsspezifischer Fähigkeitsorientierungen, das in Wechselwirkung mit ihrer facettenreichen Diskreditierung in der Elternrolle und der Verinnerlichung von Defizitzuschreibungen steht. Für die Wahrnehmung ihrer Mutter- beziehungsweise Vaterschaft unter behindernden Bedingungen sind sowohl die Beobachtung und Kontrolle durch Fachkräfte als auch deren Unterstützung relevant. Die Möglichkeiten der elterlichen Subjektbildung sind demnach von sozialen, kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen, unter anderem von den jeweils (nicht) existenten systemischen Strukturen, abhängig.

Weitere Infos zur Publikation

Newsbeitrag des Budrich-Verlags mit fünf Fragen an die Autorin

Vortrag „Sexualität – Scham – Soziale Arbeit“ von Sara Blumenthal zum Nachhören

Der von Sara Blumenthal am 10. Mai 2021 in der Vorlesungsreihe „Sexualität, sexuell und geschlechtliche Vielfalt in der Sozialen Arbeit Vol. 2“ der Hochschule RheinMain gehaltene Vortrag „Sexualität – Scham – Soziale Arbeit“ kann unter folgendem Link abgerufen werden.

Sara Blumenthal: Sexualität – Scham – Soziale Arbeit, 10.5.2021

SP Fachtag: Professioneller Umgang mit Scham in sozialen Einrichtungen

11. Juni 2021, 08:45-14:30 | online via Zoom

Der vom IfEB-Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung jährlich stattfindende Sozialpädagogische Fachtag widmet sich dieses Jahr dem Thema Scham in sozialen Einrichtungen.

Während der Scham lange Zeit in professionellen Kontexten keine systematische Aufmerksamkeit zugekommen ist, wird ihre Bedeutung für das individuelle Wohlgefühl, für zwischenmenschliche Begegnungen, aber auch als Mittel der politischen Auseinandersetzung nun zunehmend thematisiert. Scham dient im Positiven der Regulation des Miteinander, kann aber auch im Negativen über Gebühr die eigene Handlungsmöglichkeiten beschränken. Aus Angst beschämt zu werden, vermeiden viele Menschen Situationen, in denen sie beobachtet werden. Als unsichtbares und verdrängtes Gefühl kann Scham menschliche Beziehungen unbemerkt belasten.
Institutionelle Settings können Beschämung – im Falle übermächtiger Strukturen, defizit-orientierter Diagnosen oder bei der Arbeit in Zwangskontexten – mitverursachen. Wie kann in solchen Zusammenhängen durch anerkennendes und die Person würdigendes Verhalten eine stimmige Grundlage für empowernde, ressourcen- und lösungsorientierte Arbeit geschaffen werden? Während die Vorträge und Workshops der Veranstaltung solche Fragen aufgreifen, thematisiert die abschließende Podiumsdiskussion, wie Beschämung, Scham und Schamlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen als „Waffe“ eingesetzt wird, was das für die Einrichtungen bedeutet und wie gegengelenkt werden kann.

Um Anmeldung bis 15.05.2021 bei Renate [dot] Bojanov [at] aau [dot] at wird gebeten. Der Teilnahmlink wird nach erfolgter Anmeldung übermittelt!

Download: Programm

Buchvorstellung „Stimmen gegen Armut“ auf Radio Agora zum Nachhören

Ungleichheit führt zu einer tiefen sozialen Kluft in der Demokratie und gefährdet den sozialen Zusammenhalt: Alban Knecht, Mitglied der Armutskonferenz und Mitherausgeber des Buches „Stimmen gegen Armut“ stellt sich im Interview brennenden Fragen zur Situation von Armut betroffener Menschen in Österreich.

Neenakost vodi v globoko socialno vrzel v demokraciji in ogroža socialno kohezijo: Alban Knecht, član konference o revščini in sourednik knjige „Glasovi proti revščini„, odgovarja na pereča vprašanja o položaju ljudi, prizadetih zaradi revščine.

Gestaltung | Oblikovanje: Asja Boja

Permanenter Link zur Sendung: https://cba.fro.at/496788

Vortragsreihe: Fluchtmigration und Geflüchtetenunterbringung. Interdisziplinäre Dialoge

Kooperationsveranstaltung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt, der Ethnologie der Universität Trier und des Arbeitskreises „Flucht, Agency und Vulnerabilität“ des Netzwerks Fluchtforschung im Zeitraum 13. April bis 01. Juni 2021.

Die digitale Vortragsreihe gibt einen Einblick in theoretische und empirische Perspektiven auf Fluchtmigration und Geflüchtetenunterbringung. Die Vorträge befassen sich mit Fragen von Grenzen, Dekolonialisierung, Agency, Bildung, ethnografischer und partizipativer Forschung sowie Ethik. Hierbei denken die Vortragenden über den Status Quo hinaus und eröffnen neue Ansatzpunkte für gesellschaftliche Umgangsweisen mit Flucht und Mobilität.

 

Di, 13. April 2021, 10.15 – 11.45:

Grenzüberschreitende Fluchtmigration in Zeiten der Corona-Krise: Ethnografische Perspektiven aus Griechenland (Moria) und Kenia (Kakuma)

Dr.in Claudia Böhme, Dr.in Anett Schmitz (Universität Trier)

 

Di, 27. April 2021, 10.15 – 11.45:

Dekoloniale Perspektiven auf Fluchtmigration und ein Leben in Lagern als schrecklicher sozialer Prozess

Prof. Dr. Ronald Lutz (Fachhochschule Erfurt)

 

Di, 4. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

„Man kämpft sich müde“. Agency und Vulnerabilität im professionellen Handeln pädagogischer Fachkräfte in Geflüchtetenunterkünften

Prof.in Dr.in Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt)

 

Di, 11. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

Schule und Flucht. Partizipative Zugänge in der Fluchtforschung

Prof. Dr. Hans Karl Peterlini, Dr. Jasmin Donlic, Daniela Lehner, MSc (Universität Klagenfurt)

 

Di, 18. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

Postmigration. Perspektiven jenseits von Grenzen aus der EUREGIO

Assoz. Prof. Dr. Marc Hill (Universität Innsbruck), Jun.-Prof.in Dr.in Claudia Lintner (Freie Universität Bozen)

 

Di, 01. Juni 2021, 10.15 – 11.45:

Forschen im Kontext von Flucht und Asyl. Impulsgespräche

Dr.in Margrit Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Ronald Lutz (Fachhochschule Erfurt), Dr.in Laura Otto (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Michael Schönhuth (Universität Trier), Hoa Mai Trần, M.A. (Fachstelle Kinderwelten, Institut für den Situationsansatz Berlin)

 

Organisation und Moderation: Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt), Anett Schmitz (Universität Trier)

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten: Bitte geben Sie den entsprechenden Vortrag, Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an: ethnologie [at] uni-trier [dot] de.

Der Link zur Online-Veranstaltung wird Ihnen rechtzeitig zugeschickt.

Buchvorstellung/Podiumsdiskussion: Globale Ungleichheit – globale Armut – globaler Klimawandel

17. November // 17 Uhr // Uni Klagenfurt, im Stiftungssaal // sowie Online‐Liveübertragung

Podiumsdiskussion mit:
Karin Fischer (JKU Linz), Alexander Brenner (Armutsnetzwerk Kärnten), Claudia Brunner (AAU Klagenfurt), Renate Hübner (AAU Klagenfurt), Markus Tripp (Fridays for Future)

Moderation:
Maria Mucke und Alban Knecht (beide AAU Klagenfurt)

Wir bitten um verbindliche Anmeldung per E‐Mail für Präsenz‐ und online‐Teilnahme unter renate [dot] bojanov [at] aau [dot] at.

Zum Buch: Karin Fischer und Margarete Grandner (Hg., 2019): Globale Ungleichheit. Über Zusammenhänge von Kolonialismus, Arbeitsverhältnissen und Naturverbrauch Wien: mandelbaum