Film & Diskussion: Eine eiserne Kassette

17. März 2020, 18:00 Uhr, HS 1

1985 sorgte der österreichische Politiker Freidhelm Frischenschlager für einen Skandal, weil er den früheren SS-Offizier und Kriegsverbrecher Walter Reder in Wien am Flughafen in Empfang nahm, als dieser nach Verbüßung einer langen Haftstrafe in Italien zurückkehrte. Reder war die Schlüsselfigur im Zusammenhang einer Reihe von Massakern, die deutsche Truppen auf dem Rückzug durch Oberitalien im Jahr 1944 an der Zivilbevölkerung verübten. Eines der Mitglieder in der SS-Formation von Reder war Olaf Jürgenssen, der als Sanitäter diente. Nebenbei machte er zahlreiche fotografische Aufnahmen, wovon einzelne Abzüge in einer eisernen Kassette aufbewahrt wurden, deren Negative sein Enkel Nils Olger im Nachlass fand. Der Filmemacher nimmt dieses Familienerbe zum Anlass einer Reise auf den Spuren des Großvaters. (mehr Infos unter https://olger.net/)

Im Anschluss der Filmvorführung gibt es ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Nils Olger.

Veranstaltet durch: erinnern.at, ÖH Klagenfurt Stv. Erziehungs- und Bildungswissenschaft, IfEB, BMBWF

World Social Work Day 2020

Am 17. März 2020 finden im Rahmen World Social Work Day wieder weltweit Zusammenkünfte und Märsche statt, in denen Soziale Arbeit gefeiert und deren Beiträge und wichtige Anliegen öffentlich thematisiert werden. Der World Social Work Day steht diesmal unter dem Motto „Für die Bedeutung menschlicher Beziehungen eintreten“.

Zur Feier dieses Tages und zur Information über die gesellschaftliche Bedeutung Sozialer Arbeit organisiert der Berufsverband der Sozialen Arbeit Kärnten am 17. März 2020 in Klagenfurt eine Aktion, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Treffpunkt ist um 9 Uhr 30 am Heuplatz. Von dort werden um 10 Uhr gemeinsam „Bausteine der Sozialen Arbeit“ zum Alten Platz getragen, wo danach verschiedene Statements zu Sozialer Arbeit abgegeben werden. Danach besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer Begegnungszone verschiedenste Vereine und Organisationen / Institutionen / Bildungseinrichtungen der Soziallandschaft Kärntens kennen zu lernen und mit ihren Mitarbeitern/innen in Kontakt zu treten. Auch Mitarbeitende und Studierende des Arbeitsbereiches Sozialpädagogik und Inklusionsforschung werden bei der Veranstaltung präsent sein.

Programm WSWD 2020

Vortrag Prof. Lyn Tett: Adult Basic Education and Social Justice

Mittwoch, 29. April 2020, 18.30 bis 20.00 Uhr, Universität Klagenfurt, Raum Z.1.09

Lyn Tett, Professorin an den Universitäten Huddersfield und Edinburgh, verbringt auf Einladung des Arbeitsbereiches Erwachsenenbildung und berufliche Bildung eine Woche an der Universität Klagenfurt als Gastwissenschaftlerin. Neben gemeinsamen Workshops und Mentoring-Aktivitäten wird Prof. Tett auch einen öffentlichen Vortrag (in englischer Sprache) halten, zu dem alle Interessierten von innerhalb und außerhalb der Universität sehr herzlich eingeladen sind.

Nähere Informationen zu Vortrag und Prof. Tett sind der Einladung zu entnehmen. Bei Rückfragen steht Monika Kastner (monika [dot] kastner [at] aau [dot] at) gerne zur Verfügung.

Anmeldungen zum Vortrag sind erwünscht und werden von Bettina Karpf (bettina [dot] karpf [at] aau [dot] at) gerne entgegengenommen.

wEBtalk zum Thema Berufseinstieg in die Erwachsenenbildung

Vier erfahrene Erwachsenenbildner*innen stellten sich am 30. Oktober 2019 beim wEBtalk der Frage, wie es gelingen kann, in der Erwachsenenbildung beruflich Fuß zu fassen.
Aus ihrer Erfahrung berichteten die Bildungsmanagerin Monika Sträußlberger, der Business Trainer und Coach Winfried Hofer, der langjährige Online-Bildungsberater und auch Bildungsmanager Stefan Csacsinovits und die Pädagogische Mitarbeiterin eines Bildungshauses Sabine Molterer. Durch das Gespräch führte Wilfried Frei, Geschäftsführer CONEDU und Redaktionsleiter von erwachsenenbildung.at, dem österreichischen Online-Portal für die Erwachsenenbildung.

Hier finden Sie Bericht und Aufzeichnung:

https://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten/13486-wie-der-berufseinstieg-in-der-erwachsenenbildung-gelingen-kann.php

Bildungsforschung auf dem Weg der Profilbildung

Die Universität Klagenfurt wurde als Hochschule für Bildungswissenschaften gegründet. Bis heute arbeiten viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Thema Bildung – verteilt auf verschiedene Institute und Fakultäten. Nun bemüht man sich, im Sinne einer verstärkten Profilbildung, um den Aufbau einer intensiveren Kooperation. Wir haben mit Monika Kastner und Jasmin Donlic (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) über diesen Prozess gesprochen.

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Neue Publikation: Lernprozesse über die Lebensspanne. Bildung erforschen, gestalten und nachhaltig fördern

An der Universität Klagenfurt besteht der Forschungsschwerpunkt „Bildung und Gesellschaft“, der unter anderem vom Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung betrieben wird. In Kooperation mit dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung und dem Institut für Volkswirtschaftslehre wurde im Herbst 2018 eine Tagung zur Bildungsforschung ausgerichtet. Der vorliegende Sammelband ermöglicht vertiefte Einblicke in das inter- und multidisziplinäre Unterfangen der Bildungsforschung und stellt Theoriebezüge und aktuelle Forschungsergebnisse vor. Das Buch ist als Open-Access-Publikation bei Budrich erschienen.

Die inter- und multidisziplinäre Beschaffenheit der empirischen Bildungs­forschung verweist auf Vernetzungen und Berührungspunkte von Theo­riepositionen und Forschungserkenntnissen. Zentral ist die Betrachtung von personalen und sozialen Lernprozessen über die Lebensspanne. Aus kritisch-konstruktiver Perspektive kommen Wissensbestände und Lernorte, die ungleich zugänglich bzw. mit Barrieren versehen sind, in den Blick. Die daraus resultierenden Bildungswirklichkeiten müssen re­flexiv erforscht und gestaltet werden, um zur Demokratisierung von Wissen und Bildung beizutragen. Gegenwärtige, sich dynamisch verän­dernde Gesellschaften mit einem Anspruch auf Inklusion, Teilhabe und Mitbestimmung benötigen für die Erreichung dieser Ziele umfassendes Wissen über die Gestaltung und Sicherung der Qualität von Bildungs­prozessen und Lernumgebungen. Diese Publikation stellt Theoriebe­züge und aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Die Herausgeberinnen:

  • Prof. Dr. Monika Kastner, Universität Klagenfurt,
    Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
  • Jasmin Donlic, MA, Universität Klagenfurt,
    Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
  • Prof. Dr. Barbara Hanfstingl, Universität Klagenfurt,
    Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung
  • Prof. Dr. Elisabeth Jaksche-Hoffman, Pädagogische Hochschule Kärnten, Institut für Schulentwicklung

Info zum Buch: Lernprozesse über die Lebensspanne

Download als pdf: Lernprozesse über die Lebensspanne

Download bei Budrich-Verlag:  https://shop.budrich-academic.de/produkt/lernprozesse-ueber-die-lebensspanne

 

Forschungstag: Bildung und Gesellschaft

Die Institute für Unterrichts- und Schulentwicklung, Volkswirtschaftslehre sowie Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung laden herzlich zur Teilnahme am Forschungstag ein.

Bildung und Gesellschaft

30. November 2018, 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Servicegebäude, Stiftungssaal der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec, Universitätsstraße 65-67

 

Keynote: Hans Christoph Koller (Universität Hamburg) | Was trägt die Erziehungswissenschaft zur Empirischen Bildungsforschung bei?

Programm

Um Anmeldung bis zum 23.11. wird gebeten: bildungundgesellschaft [at] aau [dot] at

Antrittsvorlesung von Peter Schlögl

Seit Oktober 2017 ist Peter Schlögl Universitätsprofessor für Erwachsenenbildung und  Berufsbildung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung. Seine Antrittsvorlesung hält er am 21. Juni zum Thema „Erwachsen – eine konventionalisierte Metapher und deren Verhältnis zu Bildung“.

 

Donnerstag, 21. Juni 2018
17.00 Uhr c. t.
im Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse (Campus der AAU)

 

 

Zum Inhalt des Vortrags

„Erwachsen – eine konventionalisierte Metapher und deren Verhältnis zu Bildung“

Wenn im Alltag oder in der Politik von Lernen und Bildung gesprochen wird, ist zumeist Schule gemeint. Und in der Tat entstammt Pädagogik als professionell gefasstes Lehren und dessen wissenschaftliche Reflexion wesentlich der besonderen Betrachtung, mache sprechen auch von Erfindung, der Kindheit und des Jugendalters. Jedoch macht das Erwachsensein den umfänglichsten Teil unseres Lebens aus. Und im Grunde ist uns allen bewusst, dass das Lernen und auch persönliche Bildungsprozesse mit dem Schul- oder Ausbildungsabschluss kein Ende finden. Aber wir benutzen Begriffe, die gedankliche Konzepte von Abschluss oder Vollständigkeit nahelegen, wie etwa jenen der „Reife“-Prüfung oder Matura. Führt weiteres Reifen dann zu überreifen Menschen? Ist Erwachsenenbildung ein Konservierungsmittel? Und wenn nicht, was dann?

 

Zur Person

Peter Schlögl, geboren 1967 in Wien, ist seit Oktober 2017 Universitätsprofessor für Erwachsenenbildung und Berufsbildung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung.

Peter Schlögl studierte Philosophie an der Universität Wien, wo er 2013 mit einer Arbeit über die Ästhetisierung des Subjekts durch lebenslanges Lernen zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Zunächst war er pädagogischer Mitarbeiter am Berufsförderungsinstitut Österreich, dann bis 1998 Referent für Weiterbildungspolitik der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien. Seit 1998 arbeitet Peter Schlögl am Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung und war seit 1999 dessen geschäftsführender Institutsleiter. Neben Forschung und Lehre ist er Mitglied des Boards der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria), des Beirats des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR-Beirat) und Vorsitzender des Beirats zum Qualitätsrahmen Berliner Modell (QBM) für Bildungsberatung der Berliner Senatsverwaltung. Er ist Mitgründer der Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung in der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) und Mitglied der Philosophy of Education Society of Great Britain.

 

Forschungsschwerpunkte

Bildungstheorie und-philosophie, Kompetenz- und Lernergebnisorientierung, Erwachsenen- und Berufsbildungspolitiken sowie Bildungsberatung

 

Einladung zur Antrittsvorlesung von Peter Schlögl

„Soll und kann Entwicklungszusammenarbeit Migrationsursachen bekämpfen und wenn ja, wie?“

Anlässlich des Weltflüchtlingstages 2018 lädt die Plattform Migration ein zum Migrationsgespräch

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Aufwachsen außerhalb der Familie: Soziale Unterstützung und emotionale Zugehörigkeit sind ausschlaggebend für Bildungsweg

„Care Leaver“ sind Personen, die zumindest zeitweilig außerhalb der Herkunftsfamilie in institutioneller Betreuung aufwachsen und von dort aus den Übergang ins Erwachsenenleben vollziehen. Ein Team rund um Stephan Sting (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) hat sich mit den Bildungschancen dieser jungen Menschen beschäftigt. Das Projekt wurde vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank gefördert. Die Ergebnisse werden nun am kommenden Freitag im Rahmen eines Fachtages präsentiert.

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