30.09.2021: Überregional, mehrsprachig, vernetzt: Die Literatur der Kärntner SlowenInnen im Wandel

Donnerstag, 30. 09. 2021

                 

Überregional, mehrsprachig, vernetzt: Die Literatur der Kärntner SlowenInnen im Wandel

Buchpräsentation, 19.30 Uhr   

 

Wie benennt man eine Literatur, für die Sprache, ethnische Zugehörigkeit und regionale Verbundenheit keine verbindlichen Kriterien mehr sind?

 

Die letzte Bestandsaufnahme der Literatur der Kärntner SlowenInnen stammt aus dem Jahr 1998 in Form eines Buches, das der Literaturwissenschaftler Johann Strutz herausgegeben hat. Das Autorenteam, das nun einen neuen Überblick vorlegt, hat im Rahmen eines Projekts, das vom österreichischen Fonds für Wissenschaft und Forschung (FWF) finanziert wurde, den Zeitraum seit 1991 unter die Lupe genommen.

Ihre Untersuchungen zeigen, wie vielfältig und vernetzt die Arbeit der AutorInnen heute ist. Sie lassen sich nicht mehr unter das Etikett einer Minderheitenliteratur zwingen, sie wohnen vielfach nicht in Kärnten, sie nutzen verschiedene Sprachen und Medien und all das spielt auch in ihre Themenwahl hinein.

Felix Oliver Kohl, Erwin Köstler, Andreas Leben und Dominik Srienc legen mit ihrer Monographie den Versuch vor, eine Literatur zu beschreiben, die beweglicher geworden ist und sich nicht mehr so klar wie bisher durch den Lebensort ihrer AutorInnen, durch die Sprache oder durch Themensetzung lokalisieren lässt.

 

Moderation und Gespräch mit den Herausgebern: Cristina Beretta

26.09.: Fabjan Hafner: Erste und letzte Gedichte, Buchpräsentation und Lesung im Stadttheater Klagenfurt

Sonntag, 26. 09. 2021

         

Fabjan Hafner: Erste und letzte Gedichte

Buchpräsentation und Lesung, 19.30 Uhr

ORT: Stadttheater Klagenfurt

 

 

„Spüre nur / deine warme, / unser beider, Sprache.“, so heißt es einmal bei Fabjan Hafner (1966–2016). Fabjan Hafner hat die Literatur der Kärntner SlowenInnen geprägt und wurde zu einem ihrer wichtigsten Protagonisten. Doch ragte er in seinem Schaffen weit über Kärnten/Koroška hinaus: Als zweisprachiger Lyriker, preisgekrönter Übersetzer und Literaturwissenschaftler verstand er es, zwischen den slowenischen und deutschsprachigen Literaturen im wahrsten Sinne des Wortes zu übersetzen.
2020 erschien, ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Nobelpreisträger Peter Handke, eine repräsentative Auswahl an Gedichten in der Bibliothek Suhrkamp: „Erste und letzte Gedichte“, mit einem Gedicht von Gustav Januš und Nachwort von Dominik Srienc.

 

Begrüßung: Anke Bosse

Einführung: Dominik Srienc

Lesung: Magdalena Kropiunig, Markus Achatz

Musik: Janez Gregorič

 

Karten: Euro 10,–/Euro 5,– (erm.), erhältlich an der Kassa des Stadttheaters Klagenfurt

 

 

In Kooperation mit dem

 

 

www.stadttheater-klagenfurt.at

 

 

22.09.: Ursula Wiegele – Arigato, Lesung

Mittwoch, 22. September 2021

 

Ursula Wiegele

Arigato

Lesung 19.30 Uhr

 

 

Vera wünscht sich ein Haus aus Papier. Ein Zuhause auf biegsamen Stäben, das nicht einstürzen kann. Ihre Familie ist nach dem großen Erdbeben in Friaul 1976 obdachlos geworden, und Vera wird nach Villach geschickt, zu Tante Rosa und Onkel Hans. Die beiden sind bereits 1940 vom Kanaltal nach Kärnten ausgewandert. Während die Tante mit Vera eine liebevolle Allianz eingeht, zeigt Onkel Hans seine Abneigung gegen die „halbe Italienerin“. Bei jeder Gelegenheit wettert der ordnungsfanatische Mann gegen die „Verräter“ südlich der Grenze. Vera schützt sich und flüchtet: in ihre Fantasien, in die faszinierende Sphäre des Japanischen und in die Liebschaft mit Hannes, der als langhaariger Sympathisant der Linken so gar nicht den Vorlieben des Onkels entspricht. Bei einem Besuch im Kanaltal entdeckt sie ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Ein weiteres Mal gerät Veras fragiles Lebensgebilde aus den Fugen.

 

Ursula Wiegele, geboren 1963 in Klagenfurt. Philosophische Lehr- und Wanderjahre in Österreich und Italien, Studienabschluss in Innsbruck 1988 mit einer Arbeit über die Ästhetik Th. W. Adornos. Lebt seit 1993 in Graz. Bis 2006 freiberufliche Lektorin. Leitung von Sprachkursen für Geflüchtete und Schreibworkshops. Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes für neue Literatur für einen Auszug aus Arigato (2018).

 

Musik: Matthias Forenbacher

 

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der GAV (Grazer Autorinnen und Autoren Versammlung).

 

16.09.: Alois Hotschnig – Der Silberfuchs meiner Mutter, Lesung

 

 Donnerstag, 16. September 2021

 

Alois Hotschnig

Der Silberfuchs meiner Mutter

Lesung 19.30 Uhr        

 

 

1942 fährt eine Norwegerin nach Vorarlberg. Sie ist schwanger. Eigentlich wollte sie hier ein neues Leben beginnen mit ihrem Verlobten, einem Wehrmachtssoldaten. Doch alles kommt anders. Für sie und ihren Sohn, Heinz.

Ein Roman über einen Menschen, der sich nicht brechen lässt. Und die berührende Liebeserklärung eines Sohnes an seine Mutter.

Alois Hotschnig verwandelt ein reales Schicksal in große Literatur: die Geschichte des Schauspielers Heinz Fritz, mit dem er über Jahre hinweg Gespräche führte.

 

Alois Hotschnig, 1959 in Kärnten geboren, lebt als freier Schriftsteller in Innsbruck. Er ist Verfasser von erzählender Prosa, Gedichten, Theaterstücken und Hörspielen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. Erich-Fried-Preis (2008), Anton-Wildgans-Preis (2009), Gert-Jonke-Preis (2011).

 

Moderation: Arno Rußegger

 

07. 09.: Michael Stavarič – Fremdes Licht, Lesung

Michael Stavarič
Fremdes Licht

Lesung, 19.30 Uhr

ORT: Musil-Institut, Bahnhofstraße 50,1. Stock, 9020 Klagenfurt

Moderation: Paul Keckeis

 

Eine Weltraumsaga über den letzten lebenden Menschen, die alten Mythen der Inuit auf Grönland und die Abenteuer des Polarforschers Fridtjof Nansen – diese Themen packt der Schriftsteller Michael Stavarič in seinem neuen Roman Fremdes Licht zwischen zwei Buchdeckel.

Sie ist an einem unbekannten Ort und in einer eisigen, unwirtlichen Umgebung. Erst nach und nach kehrt die Erinnerung zurück, und Elaine begreift, was passiert ist: dass ihr Großvater einst bei den Inuit in Grönland lebte und er sie mit dem Überleben in Eis und Schnee vertraut machte. Dass sie zuletzt für einen Konzern im Schweizer Ort Winterthur tätig war und sich dort als Genforscherin mit der Rekonstruktion von Leben beschäftigte. Dass die Erde während eines Kometeneinschlages zugrunde ging und sie die letzte Überlebende zu sein scheint. Was das alles mit ihrer Urgroßmutter aus Grönland zu tun hat, ahnt sie nicht.

 

“ ‚Fremdes Licht‘ ist ein phantasmagorisches Erzähl- und Leseabenteuer.“
(Deutschlandfunk Kultur)

 

Michael Stavarič wurde 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren. Er lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur.

 

 

Den Spuren der Bleistifte nachspüren: Untersuchungen zum literarischen Schreiben von Florjan Lipuš

Der Doktorand Dominik Srienc geht dem Gestus des literarischen Schreibens des Kärntner Schriftstellers Florjan Lipuš auf den Grund. Er untersucht dafür seinen Vorlass.

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27.08.: Peter Clar & Markus Köhle – Schneller, höher und so weiter. ORT: Lendhafen Klagenfurt

A C H T U N G: Die Veranstaltung findet im LENDHAFEN statt.

 

 

Peter Clar und Markus Köhle

Höher, schneller und so weiter

 

Lesung  19.00 Uhr

 

Das etwas andere Lexikon zur Olympiade: Peter Clar und Markus Köhle liefern so informativ wie unterhaltsam alle Informationen, die man als lesende/r Passivsportler/in braucht. Hintergründe, Fakten, Legenden, Erfahrungen und Unglaubliches zu allen in Tokio 2021 ausgetragenen Sportarten.
Sommerolympiaden sind ein Fest der Vielfalt und Abwechslung – ideal, um viele Stunden vor dem Bildschirm zu verbringen: vom Schlagabtausch beim Boxen zum musikbegleiteten Dressurreiten, vom nach Knochenbruch schreienden Mountainbike zum gnadenlos schönen Badminton. Ein Nachmittag im Leichtathletikstadion ist ein eigenes Kapitel: vom umwerfenden Kugelstoßen zum faszinierenden Hochsprung, von der Langstrecke zum Sprint und so weiter.

Die beiden sportbegeisterten, durchaus auch Sport treibenden Autoren Peter Clar (mehr) und Markus Köhle (etwas weniger) folgen dieser Lust zur Abwechslung – der lexikalischen Vorgabe des Alphabets folgend werden alle in Tokio zur Austragung kommenden 33 Sportarten aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet.

Die Texte – changierend zwischen Kurzgeschiche und Kurzessay – sind gleichermaßen literarisch und erhellend, unterlaufen aber hin und wieder auch gerne das Faktische ironisch.

 

„Die beiden Autoren und Poetry Slammer Peter Clar und Markus Köhle haben „Fakten, Fanwissen und Fiktionen“ zu allen Disziplinen der Olympischen Sommerspiele zusammengetragen und liefern damit die unterhaltsamste und kompletteste Vorschau auf Tokio 2020 ab.“ (Simon Welebil, FM4,16. Juli 2021)

 

Peter Clar, geboren 1980 in Villach, freier Autor und Wissenschaftler – u.a. 2004–2012 Mitarbeiter des Elfriede-Jelinek-Forschungszentrums. Literarische Veröffentlichungen (u.a.): Nehmen Sie mich beim Wort. Prosa (2009); Alles was der Fall ist. Prosa (2011).

Markus Köhle, geboren 1975, Autor, Literaturwissenschaftler, Poetry-Slam-Pionier. Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift DUM. Zuletzt erschien (u.a.): Jammern auf hohem Niveau. Ein Barhocker-Oratorium (2017); Posterhase (3. Band einer Korrespondenzpoesie mit Peter Clar, 2019).

28.07.: Lydia Mischkulnig: Die Richterin ORT: Hof der Musikschule Klagenfurt

„,Die Richterin‘ ist kein Gerichtsroman, kein Frauenroman, sondern, wie alle guten Romane, ein Menschenroman. Ein Roman über des Menschen Herz und darüber, wie wild es schlägt und wie leicht es aus dem Rhythmus gerät.“ (Kleine Zeitung, Bernd Melichar)

Ein feinnerviger Roman mit unterschwelligem Sog. Lydia Mischkulnigs sprachgewaltiges Psychogramm gibt Einsicht in die Welt einer Asylrichterin.

 

                                                                                                                                                                                                                                          

Lydia MISCHKULNIG

Die Richterin

Mittwoch, 28. Juli 2021

19.30 Uhr

ORT: Hof der Musikschule, Theatergasse 4, 9020 Klagenfurt

Moderation: Anke Bosse

 

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Musilhaus, Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt, statt.

 

 

Gabrielle ist Asylrichterin. Auf ihr Geheiß hin dürfen Menschen im Land bleiben – oder müssen es verlassen. Täglich bestimmt sie über Schicksale. Doch worauf fußen diese Urteile? Sind es sachlich nachvollziehbare Gründe? Sind sie politisch motiviert? Wirken dabei unbewusst auch persönliche Sympathien mit? Die Entscheidung, die Gabrielle heute trifft, kann morgen unter neuen Umständen schon wieder falsch erscheinen. Die Konsequenzen aber sind nicht rückgängig zu machen. Als das Gerücht umgeht, jemand wolle sich für ein Urteil an Gabrielle rächen, gerät ihr Leben aus den Fugen. Wird sie verfolgt? Oder ist alles nur Einbildung? Was wirklich ist, verliert für sie immer mehr seine Konturen.

 

Während Gabrielle am Gericht einen Beruf mit gesellschaftlicher und politischer Reichweite ausübt, geht ihr frühpensionierter Mann zuhause seinem Putzzwang nach. Eigentlich hat sich das kinderlose Paar gut eingerichtet. Aber auch dort wird die vermeintliche Ordnung erschüttert. Als Gabrielle eines Tages nach der Arbeit nach Hause kommt, glaubt sie ihren Augen nicht: Trägt ihr Mann tatsächlich heimlich ihre Kleider? Welche Unsicherheiten tun sich für die Asylrichterin auch im scheinbar sicheren Rückzugsgebiet des Privaten auf?

Jedes Ja, jedes Nein, jedes Schweigen, jedes Handeln – jede unserer Entscheidungen besitzt Tragweite. Welche Entscheidungen werden für uns getroffen? Und was bedeutet das für unser Dasein als „Frau“ oder „Mann“? Lydia Mischkulnig ist eine sprachmächtige und unbestechliche Beobachterin: Mit psychologischem Tiefgang gibt sie Einblick in einen Berufsalltag, der uns sonst verschlossen bleibt. Schonungslos spürt sie die Sprünge auf, die unseren fragilen, vermeintlich klaren Blick auf die Welt durchziehen.

 

„Ich bin ein hochneugieriger Mensch. Ich glaube nichts. Ich muss überzeugt sein und suchend. Das geschriebene Wort brauchen wir, um zu wissen, wer wir sind. Die Sprache ist ein Spiegel, zugleich Abbild des Ichs und Abgrenzung von ihm.“

(Lydia Mischkulnig)

 

 

Lydia Mischkulnig, geboren 1963 in Klagenfurt, lebt und arbeitet hauptsächlich in Wien. Seit 1991 ist sie literarisch tätig, 1994 debütierte sie im Droschl Verlag mit dem Roman „Halbes Leben“. Sie schreibt Erzählungen, Romane und Hörspiele. Als Prosaminiaturen sind ihre monatlichen Kolumnen in der FURCHE zu lesen. Zuletzt erschienen: „Die Paradiesmaschine“ (Erzählungen, 2016), „Die sieben Leben der Marie Schwarz“ (Anthologie, 2020). 2020 wurde Lydia Mischkulnig mit dem Würdigungspreis für Literatur des Landes Kärnten ausgezeichnet (2020).

 

ACHTUNG:

Es gilt weiterhin die 3-G-Regelung (getestet / genesen / geimpft)
Wir bitten Sie, einen entsprechenden Nachweis zusammen mit einem Lichtbildausweis beim Eingang vorzuweisen.

22.06.: Stephan Roiss – Triceratops, Lesung

 

Stephan Roiss

Triceratops

 

Lesung, 19.30 Uhr 

 

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter.

Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.

In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht. Ein intensiver Roman, der lange nachhallt.

 

„Das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Das Buch einer Krankheit und einer Kindheit unter Krankheit. Das Buch einer Bewältigung und dem ständigen Überwältigten.“
Saša Stanišić

 

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker („Äffchen & Craigs“, „Fang den Berg“) in Ottensheim und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. Triceratops ist sein erster Roman, für den er das Start-Stipendium des Bundeskanzleramts Österreich und das Jubiläumsfondsstipendium der Literar Mechana erhielt. Auszüge daraus wurden bereits mit dem Förderpreis „Floriana“ 2016 ausgezeichnet. 2020 war Stephan Roiss für den Deutschen Buchpreis nominiert.

stephanroiss.at

 

Moderation: Wolfgang Straub

 

 

COVID 19 – Hinweis              

Für unsere Veranstaltungen besteht Registrierungspflicht. Wir bitten um Anmeldung per Mail: musil-institut [at] aau [dot] at oder telefonisch unter 0463-2700-2914.

18.06.: Werner Kofler: In der Hauptstadt der Literatur, ORT: Lendhafen

Werner Kofler: In der Hauptstadt der Literatur

Szenische Lesung

ORT: Lendhafen

Beginn: 20.00 Uhr

 

„Einmal im Jahr ist K. die Hauptstadt der Literatur.“ Mit diesem Humbert Fink zugesprochenen Satz setzt Werner Koflers 1978 erstmals publizierter dramatischer Text ein – eine unmittelbare Reaktion auf den 1977 gegründeten Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preis.
Mag mit Gert Jonke ein Freund Koflers der erste Gewinner gewesen sein, er selbst wollte sich diesem neuen Format nur mit einer bissigen Satire nähern: die „Preisrichter“ als Phrasendrescher, Kitsch gewinnt, Kafka fällt durch.

Szenische Lesung des Schwanks In der Hauptstadt der Literatur von Werner Kofler als Ko-Produktion mit dem klagenfurter ensemble und dem Verein Lendhauer. Mit Schauspielerinnen und Schauspielern des klagenfurter ensemble und Antonio Fian in der Rolle der Autoren.

Im Anschluss Ausklang mit DJ Felipe Calvito.

 

Besetzung:

Frau Brunswick: Nadine Zeintl

Klamm, Vorsitzender: Maximilian Achatz

Erlanger: Oliver Vollmann

Sordini: Gernot Piff

Sortini: Gerhard Lehner

Momus: Michael Kuglitsch

Bürgel, Verbindungssekretär: Michael Kristof-Kranzelbinder

Autoren: Antonio Fian

 

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung in der Johanneskirche (Martin-Luther-Platz 1) statt.

 

Anmeldung: sandra [at] lendhauer [dot] org

 

Registrierung: Für jede Person müssen Kontaktdaten hinterlegt werden. Die Anmeldedaten werden vier Wochen nach der Veranstaltung gelöscht.