Alle News von der Fakultät für Kulturwissenschaften

Interdisziplinäre Perspektiven auf Recht und Ethik in einer mediatisierten Welt

„Brauchen Recht und Ethik einander – und wenn ja, inwiefern?“ lautete die Fragestellung, der
rund 40 WissenschaftlerInnen bei der Tagung des Interdisciplinary Media Ethics Centre (IMEC)
von 6. bis 8. November 2019 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt nachgingen. In
verschiedenen Fachvorträgen wurden interdisziplinäre Perspektiven auf ethische wie
rechtliche Herausforderungen in einer mediatisierten Welt eingenommen und diskutiert.
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Gastvortrag – Assoc. Prof. Dr. Ana Toroš

Einladung zu unserem Gastvortrag
zum Thema

„Literatura na stičišču“

Referentin:
Assoc. Prof. Dr. Ana Toroš
Nova Gorica

 

Dienstag, 10. Dezember 2019 – 12:00 Uhr, N.0.18

Veranstalter: Institut für Slawistik
Kontakt: Dr. Tatjana Vučajnk
E-Mail: tatjana [dot] vucajnk [at] aau [dot] at

Süßer die Kassen nie klingeln: Neue Publikation zu den medialen Konsumerlebniswelten für Kinder

Seit kurzem flimmert der zweite Teil von Disneys „Die Eiskönigin“ über die Filmleinwand – gerade rechtzeitig, um den Konsum von Film-Lizenzprodukten im Weihnachtsgeschäft anzufeuern. Das Medienprodukt zeigt in besonders eindrucksvoller Weise, wie Geschichten medienübergreifend und stark konsumorientiert erzählt werden. Die Palette an medialen und nicht medialen Angeboten – von der Musik bis zur Schultasche – ist breit. Caroline Roth-Ebner hat in einer aktuellen Publikation die medienethischen Implikationen diese Konsumerlebniswelten für Kinder untersucht.

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12.12.: Martin Pollack: „Die Frau ohne Grab. Bericht über meine Tante“, Lesung

Martin Pollack

„Die Frau ohne Grab. Bericht über meine Tante“

Lesung

19.30 Uhr                   

 

In seinem neuen Buch erforscht Martin Pollack die Hintergründe rund um den Tod seiner Großtante Pauline im Sommer 1945. Es ist nach „Der Tote im Bunker“ Pollacks zweites Werk, das sich mit seiner eigenen Familiengeschichte rund um die NS-Zeit auseinandersetzt.

Sommer 1945: Die siebzigjährige Pauline Drolc, geborene Bast, wird von jugoslawischen Partisanen in ihrem Heimatort Tüffer, slowenisch Lasko, verhaftet und in das provisorische Internierungslager Schloss Hrastovec gebracht. Wenige Wochen später ist sie tot. Ihr Grab wird nie gefunden. Pauline ist die Großtante von Martin Pollack, dessen Buch über den eigenen Vater, SS-Sturmbannführer Gerhard Bast, zu den Meilensteinen der Erinnerungsliteratur zählt. Und sie ist die Einzige in der stramm deutschnationalen Familie, die am Ende des Zweiten Weltkriegs zu Tode kommt.

In seinem detektivisch recherchierten Bericht erzählt Martin Pollack über das Schicksal eines Menschen, das beispielhaft ist für die historischen Verstrickungen an einem kleinen Ort zwischen den Grenzen.

 

Martin Pollack, geboren 1944 in Bad Hall / Oberösterreich, studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte. Bis 1998 Korrespondent des Magazinz Spiegel in Wien und Warschau. Übersetzer u. a. von Ryszard Kapuściński. Preise u. a.: Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (2011), Johann-Heinrich-Merck-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik (beide 2018).

 

Moderation: Edith Bernhofer

10.12.: Peter Handke: Literaturnobelpreis 2019 – „Versuch einer Jukebox“: Texte, Filme, Musik

 

Peter Handke: Literaturnobelpreis 2019

„Versuch einer Jukebox“: Texte, Filme, Musik

19.30 Uhr

 

Wir übertragen die Verleihung des Literaturnobelpreises an Peter Handke per Internet.

Anschließend laden wir das Publikum ein zur Handke-Jukebox: Aus einem interaktiven Automaten, der der für Handkes Schreiben immer wieder wesentlichen Wurlitzer-Jukebox nachempfunden ist (Konzeption: Hanno Kautz), wählt das Publikum ‚Nummern‘ aus. Dahinter verbergen sich Ausschnitte aus Texten und Filmen Handkes und aus Musikstücken, die sein Schreiben bestimmen. Sie werden abgespielt bzw. gelesen – ein Spaziergang durch den Handke-Kosmos nach dem Zufallsprinzip.

 

Lesung: Magda Kropiunig

Moderation: Emil Krištof

 

 

Expertengespräch zum Thema: „Kontroversen zur Geschichte Österreichs in den 1930er Jahren. Republik? Ständestaat? Diktatur?

Der Streit um die Jahre 1933 bis 1938 in der Geschichtswissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt einer um ihre Benennung. Termini wie „Bürgerkrieg, Ständestaat, Republik, Klerikalfaschismus“ werden oftmals unterschiedlich interpretiert und aufgefasst. Diese Veranstaltung soll diese Divergenz der Begriffe auflösen. Die Experten Ass.-Prof. Dr. Ulfried Burz, Univ.-Prof. Dieter Pohl aus dem Hause und Mag. Dr. Florian Wenninger aus Wien werden sich der Fragen der drei Geschichtsstudenten stellen. Auf ein Kommen freut sich das Organisationsteam am 10. Dezember 2019 um 19.00 im Hörsaal Z.1.08

Was machen soziale und politische Geschichte mit Sprache? Ukrainisch-russische und russisch-ukrainische Sprachvarietäten

Die heutige Ukraine ist ein mehrsprachiges Land mit einer dominierenden ukrainisch-russischen Zweisprachigkeit und gemischten Sprachvarietäten. Die bewegte politische und soziale Geschichte des Landes spiegelt sich in der Sprachverwendung seiner Bevölkerung wider. Der Slawist Tilmann Reuther begibt sich nun in einem D-A-CH-Projekt auf linguistische Spurensuche.

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05.12.: Gustav Januš: Tagesbilder / slike dneva

 

Gustav Januš: Tagesbilder / slike dneva

Ausstellungseröffnung

19.30 Uhr

 

Anlässlich des 80. Geburtstags des Dichters und bildenden Künstlers stellt das Robert-Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv den Tagesbilder-Zyklus von Gustav Januš aus.

Zur Ausstellung: Karl Vouk

Lesung: Dominik Srienc

05.12.: Bücherflohmarkt und Offene Türen

Bücherflohmarkt      

Offene Türen im Advent

16.00 Uhr

Wie jedes Jahr öffnet das Robert-Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv seine Türen und lädt ein zum entspannenden Adventsplausch und Bücherflohmarkt. Raritäten und neuwertige Exemplare, Belletristik, Fachliteratur und Kunstbücher …
Gute Lektüre ist dabei zu äußerst günstigen Preisen zu erstehen. Kommen Sie zum Schmökern, Stöbern und Plaudern bei Kaffee, Kuchen, Punsch und Brötchen.

Anschließend …

 

19.30 Uhr

Gustav Januš: Tagesbilder / slike dneva

Ausstellungseröffnung

A B G E S A G T: 03.12.: „Auch Krawattenträger sind Naturereignisse“, Engelbert Obernosterer und VADA

ACHTUNG: Die Veranstaltung muss heute leider abgesagt werden! Sie wird im kommenden Jahr nachgeholt!

 

Engelbert Obernosterer

„Auch Krawattenträger sind Naturereignisse“

 19.30 Uhr

Szenische Lesung von VADA – Verein zur Anregung des dramatischen Appetits und mit dem Autor

 

 

Wie schon in früheren seiner neunzehn Prosa-Bände geht der Autor in seinem neuen Miniaturen-Band den als bekannt geltenden Vorgängen des Landlebens nach im Bestreben, die allzu feststehenden Zustände geistig wieder locker zu stellen und für eine andere Sichtweise frei zu machen, eine meist desillusionierende, kühl registrierende, aus unmittelbarer Nähe aufgenommene.

Den Stoff bezieht der Autor sowohl aus der direkten Umgebung wie auch aus der erinnerlichen Kindheit im Gebirge und den dortigen Naturereignissen, zu denen auch die Naturen einzelner Bewohner gehören. Die Achse, um die sich die Studien drehen, ist „ein schrottreifer Altpädagoge“, der sich als bedingt im Sinne von determiniert erlebt und dessen Mechanik des Verhaltens aus nächster Nähe beobachtet und durchleuchtet wird.

 

Engelbert Obernosterer, geboren 1936 in St. Lorenzen im Lesachtal. Besuch des Internatsgymnasiums Tanzenberg. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Wien arbeitete er ab 1965 als Volks- und Hauptschullehrer, ab 1975 AHS-Kunsterzieher in Hermagor im Gailtal.

Zahlreiche Veröffentlichungen, in denen er über das schreibt, was ihn beschäftigt: „Da geht es mir darum, dass ich nicht nur die Sonntagswelt schildere, sondern speziell die ausgeblendete, die Werktagswelt, die man nicht so gern herzeigt.“

Zuletzt wurde er 2016 für sein Werk mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis ausgezeichnet.