Alle News von der Fakultät für Kulturwissenschaften

ULG „Asyl- und Migrationsbegleitung

Wir möchten Sie gerne auf den berufsbegleitenden Universitätslehrgang „Asyl- und Migrationsbegleitung“ aufmerksam machen. Der nächste Universitätslehrgang startet im April 2020 und findet in Wien (Schottenfeldgasse 29, 1070) statt. Anmeldefrist: 29.2.2020.

Der Universitätslehrgang bietet wissenschaftliche Qualifizierung und Professionalisierung für Personen, die in unterschiedlichen Bereichen der Begleitung, Betreuung und Inklusion von Flüchtlingen und MigrantInnen arbeiten – oder in diesen tätig werden wollen. Zudem erschließt der Lehrgang weiterführende Perspektiven für Personen, die bereits über Qualifikationen verfügen, jedoch bisher nicht in vollem Umfang an den österreichischen Bildungs- und Arbeitsmarkt anschlussfähig sind.

Ziel des Lehrganges ist die Vermittlung von Kompetenzen zur pädagogischen, psychosozialen und inter- und transkulturellen Begleitung, Beratung sowie Betreuung von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen.

Der Universitätslehrgang richtet sich zum einen an Personen, die nach Österreich migriert sind (z.B. asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen). Nachweise und Zeugnisse über Bildungsabschlüsse aus den Herkunftsländern werden zur Zulassung zum Lehrgang berücksichtigt. Darüber hinaus ist er offen für weitere interessierte Personengruppen:

  • Bereits im Bereich Asyl und Migration berufstätige Personen, die den Universitätslehrgang „Asyl- und Migrationsbegleitung“ als Fortbildungsmaßnahme mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice (AMS) besuchen.
  • Beim AMS gemeldete, arbeitssuchende Personen, die parallel zur Arbeitssuche den Universitätslehrgang „Asyl- und Migrationsbegleitung“ als begleitende berufliche Qualifizierungsmaßnahme absolvieren und bei entsprechenden Voraussetzungen vom AMS gefördert werden können.
  • Interessierte Personen (SelbstzahlerInnen).

Der Umfang des berufsbegleitenden Universitätslehrganges beträgt 60 ECTS – Anrechnungspunkte und umfasst eine Studiendauer von drei Semestern (01.04.2020 – 30.6.2021). Die TeilnehmerInnen schließen mit dem Titel „Akademische Asyl- und Migrationsbegleiterin“ bzw. „Akademischer Asyl- und Migrationsbegleiter“ ab.

Weitere Informationen können Sie aus dem Informationsflyer entnehmen und erhalten Sie auf www.aau.at/universitaetslehrgaenge/asylmigration

Kontakt und Anmeldung:

E-Mail: ulg-asylmigration [at] aau [dot] at

Tel.: 0463 2700 1261

Radikalisieren sich sozial Ausgeschlossene eher?

Luisa Afra Malin Mahr beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit sozialer Exklusion und Radikalisierung. Dafür wurde sie nun mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet.

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Symposium: Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Institutionen

In der österreichischen Geschichte der institutionellen Betreuung und Unterbringung waren zahlreiche Kinder und Jugendliche Gewalterfahrungen ausgesetzt. In dem Symposium werden die Ergebnisse eines Forschungsprojekts präsentiert, das die Gewaltvorkommnisse in Kärntner Institutionen im Spannungsfeld von unterschiedlichen Akteur*innen (Jugendwohlfahrt, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Wissenschaft) analysiert. Weiterlesen

Einblick in die Lehre der Romanistik… 3 Fragen an Virginie Leclerc

Ein Sprachstudium ist mehr als nur das Erlernen der Grammatik. Zusätzlich zum kompetenten, bewussten und differenzierten Umgang mit der Sprache erlernen Studierende kulturelle und wissenschaftlich-analytische Fähigkeiten. Um einen genaueren Einblick in das Romanistikstudium zu bekommen, haben wir mit Virginie Leclerc gesprochen. Als Lehrende vermittelt sie zeitgenössisches Wissen über Frankreichs Kultur, Politik und die Mentalität der Einwohner*innen. Dass Sprache und Kultur miteinander verbunden sind und was sie Studierenden sonst noch mitgeben möchte, verrät sie uns im Interview. Weiterlesen

Mittwochskolloquium: Vortrag von Frau Sivlia Benso: Vattimo’s Hermeneutic Realism as an Act of Political Resistance

Vortrag von Frau Dr. Sivlia Benso
Vattimo’s Hermeneutic Realism as an Act of Political Resistance
am Mittwoch, 22. Jänner 2020
um 18:00 Uhr
im N.1.71

 

How can hermeneutics be a form of ethical-political resistance on behalf of reality? In this presentation, I examine Italian philosopher Gianni Vattimo’s critique of the “temptation of realism” and his claim that hermeneutics, and not the so-called new realisms, constitutes the most realistic approach to reality. Vattimo’s hermeneutic position (known as “weak thought”) represents the realistic realization that weak thought is the condition to which the very history of philosophy has committed (or destined) us. Additionally, Vattimo’s ontology of actuality emerges as the realistic response to such a historical condition insofar as it is the hermeneutic formulation of a non-metaphysical ontology focused on a weakened form of reality that finds its manifestation in historical traces rather than in absolutes. Ultimately, I explore Vattimo’s philosophical position understood as hermeneutic resistance against metaphysical realism on behalf of the reality of the weak. This resistance invests hermeneutics with an ethical-political commitment that renders it more revolutionary than the conservativism of all realisms.

Silvia Benso is Professor of Philosophy at Rochester Institute of Technology, USA where she is also Director of the Women’s and Gender Studies Program. Among her areas of interest are ancient philosophy, contemporary European philosophy, the history of philosophy, ethics, and aesthetics. She is the author of Thinking After Auschwitz: Philosophical Ethics and Jewish Theodicy (1992, in Italian), The Face of Things: A Different Side of Ethics (2000), Viva Voce: Conversations with Italian Philosophers (2017), and the co-author of the volume Environmental Thinking: Between Philosophy and Ecology (2000, in Italian). She has also co-edited various volumes such as Contemporary Italian Philosophy: Between Ethics, Politics and Religion (2007), Levinas and the Ancients (2008), Between Nihilism and Politics: The Hermeneutics of Gianni Vattimo (2010), and Thinking the Inexhaustible: Art, Interpretation, and Freedom in the Philosophy of Luigi Pareyson (2018). During the past decade, she has devoted herself to the promotion of Italian philosophy; she is the general co-editor for the SUNY Press series on Contemporary Italian Philosophy and the co-director of SIP, the Society for Italian Philosophy.

„Gedächtnis der Shoah – literaturdidaktische Perspektiven zu Jean Améry und Imre Kertész“

Einladung zum Gastvortrag

von Herrn Prof. Dr. Michael Hofmann (Universität Paderborn)

22. Jänner 2020

Raum N. 1.44 (Nordtrakt), 17 Uhr

Ausstellung „asozial“ – Ausgrenzung gestern und heute im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek der AAU

Das Institut für Geschichte, das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien und die Universitätsbibliothek der AAU sowie das Slowenische Wissenschaftliche Institut laden mit Unterstützung der Landeshauptstadt Klagenfurt (Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen) sowie der Fakultät für Kulturwissenschaften der AAU herzlich zur Eröffnung der Ausstellung  „asozial“ – Ausgrenzung gestern und heute ein.

Die Ausstellung widmet sich einer spezifischen Form von Ausgrenzung im Nationalsozialismus: Es stehen Strukturen der Verfolgung von jenen Frauen und Mädchen im Mittelpunkt, die moralischen und sittlichen Vorstellungen der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ nicht entsprachen. Für viele führten Ausgrenzung und Entrechtung zur Einweisung in Arbeitsanstalten und Konzentrationslager.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie im Flyer anbei.

Die Ausstellung wird mit einem Gastvortrag der Kuratorinnen Brigitte Halbmayr und Helga Amesberger (Institut für Konfliktforschung, Wien)„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt“ – Stigmatisierung und Verfolgung von ‚asozialen‘ Mädchen und Frauen gestern und heute  am 14.01. 2020 um 18 Uhr im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek der AAU eröffnet.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Über die Vortragenden:

Dr.in Helga Amesberger und Dr.in Brigitte Halbmayr sind Sozialwissenschafterinnen am Institut für Konfliktforschung (Wien) mit den Arbeitsschwerpunkten Rassismus, Nationalsozialismus und Holocaust, Oral History, Gender Studies.
Sie haben u.a. folgende Preise erhalten: Käthe Leichter-Preis 2011 und Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments 2019.

Aktuellste Veröffentlichungen:
Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal (2019): „Arbeitsscheu und moralisch verkommen“. Verfolgung von Frauen als „Asoziale“ im Nationalsozialismus. Wien: Mandelbaum.
Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Simon Clemens (2019): „Meine Mama war Widerstandskämpferin“ – Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation. Wien: Picus

„Schreiben sehen“: Musil-Institut bietet Einblick in die Entstehung literarischer Texte

Ein literarischer Text ist nicht einfach ‚da‘, als Buch. Er wird geschrieben, entsteht meist über Jahre. Doch wie? Diese Frage stellen sich immer mehr Leser*innen. Dazu präsentiert das Klagenfurter Robert-Musil-Institut für Literaturforschung am 9. Jänner 2020 (19:30 Uhr | Musil-Institut Klagenfurt) eine Hybrid-Publikation: den Band „Textgenese in der digitalen Edition“ und seine digitale Komponente. Wir haben mit Anke Bosse und Walter Fanta vorab darüber gesprochen, wie man die Entstehung literarischer Texte an Laien vermitteln kann.

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Vortrag von Frau Waltraud Ernst: Erkenntnis als Begegnungs- und Bewegungsraum

Vortrag von

 Waltraud Ernst

Erkenntnis als Begegnungs- und Bewegungsraum

15. Jänner 2020,N.1.71, 18h c.t.

 

Wenn wissenschaftliche Wissensproduktion Teil einer sich ständig verschiebenden performativen Konstituierung von Wirklichkeit ist, wie Karen Barad in ihrem Ansatz des „agential realism“ (2007) darlegt, bedürfen folgende Fragen der systematischen Klärung: Was ist das Verständnis von Wirklichkeit, wenn sie nicht nur durch wissenschaftliche Erkenntnis beschrieben, sondern auch im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess hergestellt wird? Geht es um eine technisch hergestellte Wirklichkeit oder wird sie in sozialen Aushandlungsprozessen hergestellt? Wie kann untersucht werden, welche anderen sozialen Prozesse noch Teil an der Herstellung von Wirklichkeit haben? Welche(s) sind weitere Akteur*innen dieser Realitätsproduktion? Wie wird in diesem Ansatz menschliche Subjektivität und politische Veränderung gedacht?

Diese Fragen werden zunächst mit weiteren Ansätzen feministischer Epistemologie systematisch erörtert. Es werden verschiedene Perspektiven zu Methoden und Prozessen der Aushandlung von Erkenntnis abgewogen. Dabei wird vorgeschlagen, Erkenntnisprozesse als Bewegungsräume von Wirklichkeit sichtbar zu machen. Können neue epistemische, soziale und politische Begegnungsräume geschaffen werden?

 

Waltraud Ernst ist Philosophin. Seit 2010 ist sie Universitätsassistentin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes Kepler Universität Linz. 1990 Magistra Artium an der Universität Bielefeld. 1996 Dr. phil. an der Universität Wien (Betreuung: Prof. Herta Nagl-Docekal). 2001-2003 Hertha-Firnbergstelle am Institut für Philosophie der Universität Wien. 2004-2010 war sie Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien an der HAWK und der Universität Hildesheim. 2016 erhielt sie den Käthe-Leichter-Preis für Frauen und Geschlechterforschung. 2018 war sie Gastprofessorin an der TU Dresden. Aktuelle Publikationen: Feministische Erkenntnistheorie, in: Martin Grajner / Guido Melchior (Hg.): Handbuch Erkenntnistheorie, J. B. Metzler, Stuttgart, 412-417, 2019. Emancipatory interferences with machines?, in: International Journal of Gender, Science and Technology, Vol. 9, Nr. 2, The Open University, 178-196, 2017. In connection: Feminist epistemology for the twenty-first century, in: Transcultural Studies – A Journal in Interdisciplinary Research, Vol. 12, Nr. 2, BRILL, 267-287, 2016.

Neue Publikation: Lehrerbildung im europäischen Kontext

Tomas Kasper / Ehrenhard Skiera / Gerald Grimm (Hrsg.): Lehrerbildung im europäischen Kontext. Anfänge, sozio-kulturelle Bedingungen, Ausbildungsprofile und Institutionen. Bad Heilbrunn 2019. Klinkhardt

Der Band „Lehrerbildung im europäischen Kontext“ ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten von elf Ländern des west-, zentral- und südosteuropäischen Raumes.
Die Autoren analysieren jeweils einen Korpus ausgewählter repräsentativer Texte aus den Anfängen der Ausbildung der Elementarschullehrer. Ihr Anliegen besteht darin, maßgebliche (sowohl übergreifende wie regional-spezifische) Faktoren im Zusammenhang mit der Entwicklung des modernen Verfassungsstaates im 18. und 19. Jahrhundert in Hinsicht auf die Professionalisierung der Lehrerschaft und die Entwicklung der Lehrerbildung aufzuzeigen.
Der historisch vertiefende Blick zeigt die außerordentliche Komplexität des Gegenstandes und macht deutlich, mit welchen Größen jegliche Reform auf dem Gebiet der Bildung zu rechnen hat.