Alle News von der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften

Einladung zum Podiumsgespräch zur Salzburger Edition des Gesamtwerks von Ingeborg Bachmann / 27. Mai 2026 um 18.30 Uhr/ Robert-Musil-Institut Klagenfurt

Herzliche Einladung zum Podiumsgespräch zur Salzburger Edition des Gesamtwerks von Ingeborg Bachmann

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Mit KI noch einfacher an (korpuslinguistische) Forschungsdaten: Kompetenzen für das digitale Zeitalter

Zum zweiten Mal in Folge setzt das Institut für Slawistik seine erfolgreiche Workshopreihe zur Stärkung digitaler Forschungskompetenzen für Studierende und Kolleg:innen fort. Im Sommersemester 2026 wird die Initiative am 29.–30. Mai 2026 mit einem zweitägigen Workshop fortgeführt, der im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs von Juniorprofessorin Edyta Jurkiewicz-Rohrbacher (Universität Hamburg) geleitet wird.

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02.06.: NEUE LITERATUR Peter Waterhouse

NEUE LITERATUR

Peter Waterhouse

Z Ypsilon X

 

Lesung

Dienstag, 02. 06. 2026

19.30 Uhr

 

„Der Versuch, die Zeit anzuhalten, ist eine Absage an den Mythos von Geschwindigkeit und Fortschritt, eine Absage an Ideen, die auf Erfüllung, Willen, Kampf, Angriff, Eroberung, Ausbreitung setzen.“

 

Niemand in der Familie sprach gern über den Großvater, der als Hauptschriftleiter eine zentrale Rolle in der österreichischen NS-Propaganda innegehabt hatte. Niemand beachtete die Bücher, die dieser gesammelt hatte, Bücher von Karl Kraus, Peter Altenberg und vielen anderen, die in den Regalen der Nachkommen zusehends verstaubten. Niemand – bis hundert Jahre nach dem Tod des Großvaters das Enkelkind in ihnen zu lesen beginnt und eine ungeahnte Gegenwelt entstehen lässt.
Eine Welt des Zögerns und Fragens, konturiert durch Anstreichungen und Randnotizen, Widmungen und Lesezeichen, in der das Wort nicht dem kriegstreibenden »Voran« und der Gewalt gewidmet wird, sondern all dem Unterbrochenen, Leisen, Möglichen, das scheinbar noch die Vergangenheit zu verändern weiß.

Mit kompromisslos poetischem Forschungsgeist entwirft der »Archäologe der Wörter, Tiefenpsychologe der Sätze und Komödiant des Zufalls« (Der Standard) Peter Waterhouse in seinem Opus magnum Z Ypsilon X die Wirklichkeit und Welt radikal neu – ein Manifest gegen das mächtige Ich, gegen den Betrachter und das Betrachten, ein Manifest für die Offenheit, für die Möglichkeit, vor allem aber: ein literarisches Jahrhundertwerk.

 

Peter Waterhouse, 1956 in Berlin geboren, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik promovierte Waterhouse 1984 mit einer Arbeit über Paul Celan. Als Autor verfasst er Gedichte, Essays, Prosa und Theaterstücke und ist zudem als Übersetzer aus dem Englischen und Italienischen tätig.

 

Moderation: Edith Bernhofer

 

»Bei all der Materialfülle geht es Peter Waterhouse darum, wie man mit den Mitteln der Sprache permanent sie selbst befragen muss, um das von ihr Beschriebene wirklich zu erkennen.« – Franz Schneider, Rhein-Neckar-Zeitung

»Ich glaube nicht, dass es in der gegenwärtigen Literatur eine vergleichbare Lektüreerfahrung gibt.«
– Clemens Setz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

IfEB-Spotlight Mai 2026: Julia Krassnitzer „Hochschulische Bildungswirklichkeiten in (Re)Konstruktion“

Welches Thema bearbeitest Du und was bedeutet es für Dich?

In meiner Forschungsarbeit beschäftige ich mich – aus einer erwachsenenbildungswissenschaftlichen Perspektive – mit den Bildungswirklichkeiten studierender Erwerbstätiger. Mich interessiert dabei besonders, welche beruflichen und lebensweltlichen (Vor-)Erfahrungen diese Studierenden mitbringen und wie genau diese in ihr Studium einfließen (können) bzw. welche Erkenntnisse sich daraus für den hochschulischen Lehr- und Lernbetrieb gewinnen lassen.

Mit Bildungswirklichkeiten meine ich die Art und Weise, wie Studierende ihre Erfahrungen deuten: Welche alltagstheoretischen Erklärungen entwickeln sie? Und wie fügen sich diese in ihr Selbst- und Weltverständnis ein? Es geht also nicht nur darum, was Studierende erleben, sondern vor allem darum, wie sie diese Erfahrungen erleben.

Mein Forschungsinteresse ist dabei nicht rein theoretisch entstanden. Es speist sich aus meiner eigenen beruflichen Tätigkeit in der Bildungs- und Berufsorientierung sowie aus einer erwachsenenbildungswissenschaftlichen und volkswirtschaftlichen Vorstudie zum Thema „Beruf und Studium“. Beide Kontexte haben deutlich gemacht, dass berufliche und lebensweltliche (Vor-)Erfahrungen mehr als Begleiterscheinungen im Bildungsprozess sind, sie können einen Einfluss darauf nehmen, wie das Studium wahrgenommen wird.

Wie ist dieses Thema mit Deinem Studium verbunden?

Mein Studienschwerpunkt der Bildungsforschung zeigt sich durch einen qualitativ-rekonstruktiven Zugang zur hochschulische Lehr- und Lernsituation. Im Fokus stehen dabei die Orientierungen, Deutungsmuster und Erfahrungszusammenhänge der erwerbstätigen Studierenden selbst.

Wie gehst Du im Forschungsprozess vor?

Die Datenerhebung im Rahmen der Dissertation erfolgte in einem mehrstufigen qualitativen Design. Zunächst wurden narrative Interviews mit Studierenden geführt, die sich selbst primär als Erwerbstätige neben dem Studium positionieren. Darauf aufbauend wurden zwei Gruppendiskussionen durchgeführt, die bewusst heterogen zusammengesetzt waren und neben erwerbstätigen auch sogenannte traditionelle Studierende einbezogen. Die Auswertung erfolgte mittels der dokumentarischen Methode, die es erlaubt, über explizite Aussagen hinaus kollektive und implizite Orientierungen zu rekonstruieren.

Was möchtest Du anderen Studierenden an Erfahrungen und Tipps mitgeben?

Ich möchte anderen Schreibenden mitgeben, dass wissenschaftliches Arbeiten vor allem eines erfordert: Zeit. Es sollte also genug Zeit für den Schreibprozess eingeplant werden – und zwar nicht nur fürs eigentliche Schreiben, sondern auch für das Sortieren von Gedanken, das Strukturieren und das wiederholte Überarbeiten.

Zugleich ist es entscheidend, den prozesshaften Charakter von Forschung anzuerkennen. Phasen der Irritation, Unschärfe oder Neuorientierung sind keine Hürden, sondern konstitutiver Bestandteil des Erkenntnisprozesses. Gerade diese Phasen sind oft entscheidend, um die eigene Arbeit weiterzuentwickeln und am Ende zu einem stimmigen Ergebnis zu kommen.

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