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Internationale Tagung „Zum Umgang mit Geschichte nach 1945“

Als Abschluss des Programms „Erinnerungsjahr 2025 Leto spominjanja“ findet am 24. und 25.10. eine zweitägige Tagung mit dem Titel „Zum Umgang mit Geschichte nach 1945“ statt. Ausgerichtet wird diese in Kooperation der Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Celovec mit dem kärnten.museum. Das Tagungsprogramm befindet sich anbei.

Zahlreiche internationale Referent:innen geben am ersten Tagungstag an der Universität und am zweiten Tagungstag im kärnten.museum Einblicke in regionale und überregionale Dimensionen der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte auf gesellschaftlicher, politischer und musealer Ebene. Sie bringen Impulse mit, auf Basis derer im Austausch mit dem Publikum die Vergangenheit und Gegenwart der Erinnerungskultur diskutiert wird, aber vor allem auch im Fokus stehen soll, wie diese zukünftig ausgerichtet werden soll.

Anmeldung erbeten unter: erlebnis [at] kaernten [dot] museum

Tagungsprogramm

11.11.: Antonio FIAN, Lesung

NEUE LITERATUR

 

Antonio FIAN:

In aller Offenheit

Lesung

Dienstag, 11. 11. 2025
19.30 Uhr

Moderation: Arno Rußegger

 

Antonio Fians Dramolette zählen zu den wenigen zuverlässigen Gradmessern in der Betrachtung der jüngsten Gegenwart, und sie tun es nahezu in Echtzeit. Mit scharfer Zunge und spitzer Feder, mit Galgenhumor und bestem Witz schaut Antonio Fian in die Seele von Volk und Tribun, Kultur und Weltpolitik.
Egal wie stark die Schieflage ist, diese pointierten Texte stellen sich quer und rücken die Probleme ins Licht, aber eben nicht ins rechte. Mit dabei sind Größen aus Kunst und Politik, Herr und Frau Arbeiter, die ehemaligen Beachvolleyball-Nachwuchsspieler vom Wörthersee, die charmant wie eh und je über Gott und die Welt philosophieren, und viele mehr.

 

Antonio Fians Texte von der durch ihn erst definierten Gattung ‚Dramolett‘ leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit. Seine Prosa bemächtigt sich in realistischer Manier der ganz konkreten Ereignisse, um sie unversehens zu Versatzstücken seiner literarisch-satirischen Absichten zu machen. Fian spielt mit der alltäglichen Sensationsgier seiner potentiellen Leserschaft, wirft ihnen Brocken um Brocken vermeintlicher Tatsachen als Köder hin, um sie schließlich in seinen raffiniert ausgelegten Textschlingen zu fangen und ganz der Fiktion auszusetzen.

 

„Bevor man weiß, wie einem geschieht, hat sich ein gewisser Suchtfaktor eingestellt. In diesen Sketches und Szenen wird die öffentliche Rede auf winzige Dialoge abgekürzt, die Sauce des allgemeinen Palaverns auf den Fond reduziert, das Geschwätz aufs Trockenste eingedampft.“ (Konstanze Fliedl)

 

Antonio Fian, geboren 1956 in Klagenfurt, lebt seit 1976 in Wien. Er ist Autor von Romanen, Erzählungen, Essays und den sogenannten Dramoletten, mit denen er in unregelmäßigen Abständen in der Tageszeitung Der Standard (in erster Linie) das österreichische Kultur- und Geistesleben kommentiert. Für sein Werk wurden ihm 1990 der österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, außerdem u. a. der Johann-Beer-Literaturpreis (2009), der Humbert-Fink-Literaturpreis (2014) und der Reinhard-Priessnitz-Preis (2018) verliehen. Mit seinem Roman Das Polykrates-Syndrom (Droschl, 2014, verfilmt als Glück gehabt 2019) war er auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis.

 

 

7.-9.11.2025: St. Veiter NEUE LITERATUR Tage

ERZÄHLTES ERINNERN

 

07. – 09. 11. 2025

St. Veiter Neue Literatur Tage

ORT: Rathaus St. Veit

 

Die Tradition der Literaturtage in St. Veit geht bis 1950 zurück. Im vergangenen Jahr kehrten sie nach einer kleinen Auszeit in neuem Format erfolgreich zurück. 2025 stehen die St. Veiter NEUEN Literaturtage unter dem Motto „Erzähltes Erinnern“ und bringen ein vielfältiges Festival der Literatur ins Zentrum von St. Veit. Mit Lesungen, Literaturgesprächen, Musik, Spoken Word, szenischer Erzählung, einer Jugendschreibwerkstatt und einer Ausstellung bietet das Festival ein dichtes Programm für Literatur- und Kulturbegeisterte.

 

Freitag, 07. November

18.30 Feierliche Eröffnung mit Beiträgen zu 75 Jahre St. Veiter Literaturtage
19.00 Drago Jančar liest aus Als die Welt entstand und weiteren Texten
Gespräch mit Daniela Kocmut
Musik: Leona Rajakowitsch

 

Samstag, 08. November

16.00 Barbara FrischmuthVom Mädchen, das über das Wasser ging
Szenische Erzählung mit Julia Herzog und Jana Tomaschütz am Cello (Rathaus, Trausaal)

19.00 Monika Helfer: Lesung aus Die Bagage sowie aus ihrem aktuellen Romanzyklus
Gespräch mit Brigitte Schwens-Harrant
Musikalische Improvisationen: Jovica Ivanović

 

Sonntag, 09. November

10:45 Jugendschreibwerkstatt – Präsentation der Kurztexte

11:00 Lesung von Liebesgedichten von Friederike Mayröcker & Ernst Jandl
Performance mit Frieda Paris & Benedikt Steiner
Musik & Improvisationen: Bertl Mütter

12:00 Frieda Paris & Benedikt Steiner: Lesung aus „Nachwasser“ und „Spuren in einem“

 

AUSSTELLUNGEN:

75 Jahre St. Veiter Tage der zeitgenössischen Literatur und Komposition:
Originaldokumente & Fotos (Rathaus)

Bilder gegen das Vergessen von Manfred Bockelmann (Lesebühne)


Informationen: www.neueliteraturtage.at

Kartenverkauf: Buchhandlung Besold, Bücherei St.Veit und an der Abendkassa

 

 

 

Tagung „Zum Umgang mit Geschichte nach 1945“, Erinnerungsjahr – Leto spominjanja 2025, 24.-25. Oktober 2025, AAU Klagenfurt & Kärnten.Museum

Internationale Tagung

Zum Umgang mit Geschichte nach 1945

im Rahmen des Erinnerungsjahr – Leto spominjanja 2025,

24.-25. Okt. 2025

AAU Klagenfurt & kärnten.museum

Klagenfurt/Celovec

 

Mit dieser zweitägigen Tagung endet das Erinnerungsjahr 2025 – Leto spominjanja.

In Kooperation zwischen der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und dem kärnten.museum diskutieren Referent:innen aus Österreich, Slowenien, Italien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien  und Deutschland über Erinnerungskulturen, Geschichtspolitiken sowie neue Formen des Ausstellens und Vermittelns. Die Beiträge geben Einblicke in regionale und überregionale Dimensionen der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte auf gesellschaftlicher, politischer und musealer Ebene und bilden die Grundlage für Diskussionen mit dem Publikum über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur.

Ergänzt wird das Programm durch Buchpräsentationen, Podiumsgespräche und eine musikalisch begleitete Projektvorstellung.

Tagungsprogramm: Programmflyer Tagung Erinnerungsjahr 2025