Alle News von der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften

Workshop „Escape Rooms Französisch“ – 11.11.2025

Am 11. November fand der Workshop „Escape Rooms Französisch“ mit Schüler:innen der 4. Klasse des Peraugymnasiums Villach statt.

Unter der Leitung von Virginie Leclerc und Jaime Climent de Benito arbeiteten vier Studentinnen aus dem Unterrichtsfach Französisch in Kleingruppen mit den Schüler:innen, um das „verborgene Geheimnis“ an der Universität Klagenfurt zu lüften.

Unser Dank geht an Viktoria Aigner, Klara Fortunat, Evelyn Mößlacher und Anna-Theresa Pertl für Ihre Unterstützung. Wir hoffen, dass die praxisnahe Arbeit für alle bereichernd war!

schau.räume – Eine Gesellschaft in Bewegung

29.November bis 10.Dezember 2025 – Villach/Beljak

Eine Gesellschaft in Bewegung
Postmigrantisch. Postmuslimisch. Postbalkan.
Das sind keine Labels – das sind Ansagen.
Sie stehen für Lebensentwürfe, die sich nicht auf Herkunft, Religion oder Migrationsgeschichte reduzieren lassen. Sie entstehen aus all dem – aber bleiben nicht darin stecken. Diese Begriffe brechen Erwartungen. Sie unterlaufen Kategorien, fordern neue Erzählungen. Sie öffnen Räume für Widerspruch, für Ambivalenz, für ein Selbstverständnis, das sich nicht erklären oder rechtfertigen muss.
UND/I lädt dazu ein, Gesellschaft neu zu denken – als etwas Bewegliches, als Miteinander, das sich in Sprache, Erinnerungen und Erfahrungen immer wieder neu formt.
„Zwischen Sprachen, Erinnerungen und Erfahrungen entsteht ein Raum, in dem Neues wachsen kann – offen, vielfältige, zugewandt. Vielleicht beginnt Zukunft genau hier – in Villach“ – Jasmin Donlic
Europa verändert sich und das ist seine größte Chance
Migration ist längst kein Ausnahmezustand, sondern Teil unseres Alltags. Der Begriff Postmigration beschreibt eine Gesellschaft, in der Menschen mit unterschiedlichen Geschichten gemeinsam Zukunft gestalten. Da geht es nicht mehr um hier oder dort, wir oder sie – sondern um das Sowohl-als-auch. Um Begegnung statt Abgrenzung. Um Teilhabe statt Zuschreibung. Um das gemeinsame Erzählen einer geteilten Geschichte. Auch postmuslimisch und postbalkanisch zu denken heißt, gängige Zuschreibungen zu hinterfragen. Diese Begriffe eröffnen Perspektiven jenseits von Herkunftsfolklore und Integrationsrhetorik und schaffen Räume für Zugehörigkeit, Erinnerung und Handlungsspielraum.

UND/I öffnet Räume
Vom 29.November bis 10.Dezember 2025 verwandeln sich einige (leerstehende) Geschäftsräume in Villach/Beljakt in temporäre Performance- und Begegnungsräume. Tagsüber durch Schaufenster sichtbar, abends begehbar, entstehen 70-minütige Auf.Führungen, in denen künstlerische, wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Perspektiven zusammenfinden. Innerhalb dieser Veranstaltungsreihe werden Räume geöffnet und als performative Erfahrungsräume genutzt. Das Publikum wird durch diese Räume geführt und erlebt darin künstlerische, wissenschaftliche und biografische Kurzbeiträge. Diese Begegnungen gibt es bei den Auf.Führungen, die von einem Guide begleitet werden, der zuvor an den Biografischen Storytelling-Workshops teilgenommen hat, welche sich unterschiedlichen Themenfeldern widmeten.

Jede Auf.Führung dauert rund 70 Minuten. Pro Abend werden drei Auf.Führungen angeboten – jeweils um 18:00 Uhr, 18:30 Uhr und 19:00 Uhr.
Termine: 29.November, 3.Dezember, 4.Dezember, 5.Dezember, 7.Dezember, 9.Dezember und 10.Dezember
Anmeldung erbeten: 0650 2608195 oder rk [at] schau [dot] raeume [dot] cc Eintritt frei.

Details zu den Räumen: Zwischen Leerstand und Öffentlichkeit entstehen performative Räume – Orte für Erinnerung, Begegnung und Auseinandersetzung:
•    Haček.Raum: Ein Amt für Sonderzeichen. Geschichten über Namen, Zuschreibungen und das Recht, sich selbst zu benennen.
•    Y(o)u.Raum: Nostalgische Objekte und Erinnerungen einfach konserviert. Eine Installation über Verlust, Zugehörigkeit und Wiederaneignung.
•    Traum.Raum: Rap, Beats und Stimmen. In Zusammenarbeit mit Student:innen der AAU Klagenfurt entstehen Musikstücke und Texte, die von transnationalen Lebensgeschichten erzählen.
•    Verein.ter Raum: Eine Kooperation mit Vereinen wie Salam Oida, Equaliz und Radio AGORA. Der Raum wird zum Forum gegen Rassismus, für Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe.
•    Verander.Raum: Lectures und Gespräche mit Jasmin Donlic und Erol Yildiz über Othering, postmuslimische Generationen und Heimat sind wir.
•    Transtopische_Teppich.Räume: Eine Installation im Innen- und Außenraum, inspiriert von Azra Akšamija und Erol Yildiz. Bänder und Seile verknüpfen Räume zu einem Netz aus Verbindungen. Gestaltung: Marie Lenoble.
•    Kahva.Raum: Ein Ort des Ankommens und Austauschs. Hier endet jede Auf.Führung – Khava, Gesprächen und Musik. Gestaltung Ajla Brajevic.

Spiel.Raum & schau.Räumchen 
Eine Intervention im öffentlichen Raum auf Basis des Kinderbuchs „Die Neuen“ von Susanne Isern und Sonja Wimmer, das sich mit Abschiebung und Inklusion beschäftigt. Figuren aus dem Buch erscheinen als Maskenfiguren in drei Interventionen: Die ersten beiden Teile fanden bereits im Juli: „Landen“ an der Drau und Oktober: „Ankommen“ in der Stadt, statt.
„Bleiben“ – vor den schau.Räumen · Do. 27. November von 16:00 bis 17:00 Uhr folgt also jetzt.  Nachgespräch: 18 Uhr
Regie: Katrin Ackerl Konstantin, Amalia Contarini | Assistenz: Mitch Münzer, Rosalia Kopeinig
Performer:innen: Barbara Ambrusch-Rapp, Amalia Contarini, Martina Konrad, Maria Leeb, Ingrid Türk-Chlapek, Anita Winkler.
Eine Zusammenarbeit mit der integrativen Tanztrainingsgruppe Freak out  der Lebenshilfe Ledenitzen.
schau.Räumchen – Eine begleitender Schulworkshop am Gymnasium St.Martin (Villach) mit Amalia Contarini und Theresa Pasterk. Die Schüler:innen bearbeiten das Buch mit beiden möglichen Enden, erweitern diese und reflektieren und nehmen aktiv an den Interventionen teil.

UND/I entfaltet sich in einer Zeit, in der Grenzen neu gezogen werden – kulturell, politisch, geografisch. Doch dazwischen entstehen Räume, die verbinden statt trennen: Orte für Dialog, Reflexion und solidarisches Handeln. Das Projekt versteht Migration nicht als Ausnahme, sondern als Normalität, die unsere Gesellschaft prägt. Es macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt und fragt, wie Zusammenleben unter pluralen Bedingungen gestaltet werden kann.

Team
Künstlerische Leitung: Katrin Ackerl Konstantin
Konzeption & Forschungsleitung: Jasmin Donlic
Produktionsleitung und Adaption der Räume: Gertrud Reiterer-Remenyi
PR: Isabel Brugger, Mitch Noah Münzer
Künstler*innen: Azra Halilovic, Marie Lenoble, Davor Stojanovski, Barbara Ambrusch-Rapp
Technik: Philip Kandler
Institutionen/NGO: Jasmin Donlic (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Erol Yildiz (Universität Innsbruck) und Verein Salam Oida sowie EqualiZ.
Student*innen der Lehrveranstaltung Hip-Hop Education in der postmigrantischen Gesellschaft (Lehrveranstaltungsleiter: Jasmin Donlic) an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec sowie regionale Hip-Hop-Gruppen
Biografisches Storytelling: Rosalia Kopeinig, Gertrud Reiterer-Remenyi in Zusammenarbeit mit der vormaligen Integrationsbeauftragten der Stadt Villach/ Beljak: Ajla Brajevic-Donlic.
In Kooperation mit dem Integrationsbüro Villach und dem Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec.

Barrierefreiheit & Teilhabe
Alle Räume sind möglichst barrierefrei zugänglich. Informationen zu Wegen, Assistenzangeboten, Untertiteln und barrierefreien Materialien bitte auf Anfrage.

be come pART.

25.11.: Daniel WISSER, Lesung

NEUE LITERATUR

Daniel Wisser: Smart City

Lesung
Moderation: Clemens Ruthner

Dienstag, 25. 11. 2025
19.30 Uhr

 

Wem gehört die Stadt der Zukunft? Daniel Wisser erzählt vom Traum einer digitalisierten Wohlfühlwelt und ihrem größten Problem: dem Menschen.

Aufbruchstimmung in NEUDA, der sichersten, saubersten und nachhaltigsten Stadt der Welt. Über den rechtwinklig angeordneten Straßen kreisen die Drohnen, unten bewegen sich geräuschlos die Elektrocaddies und Cleaning-Robots, eine Messsäule kontrolliert die Lautstärke, die 54 Dezibel nicht übersteigen darf.

Die Journalistin Morag Oliphant, die bei einem Überfall Mann und Tochter verloren hat, sucht den Neuanfang in NEUDA und will über dieses Pilotprojekt berichten, mit dem das städtische Zusammenleben revolutioniert werden soll. Sicherheit, Lebensqualität und ein harmonisches Zusammenleben garantiert man den Einwohnern der Smart City. So zumindest die Versprechung der Politik.
Doch schon bald bemerkt Morag Oliphant merkwürdige Dinge: Nicht registrierte Menschen huschen durch die Straßen, der Müll verschwindet einfach vor den Toren der Stadt, und für die Sicherheit sorgt nicht die Polizei, sondern ein privates Unternehmen, das sich jeder Kontrolle entzieht.
Als bei einer Demonstration ein Mann stirbt und niemand verantwortlich sein will, kommt Morag Oliphant nicht nur dem schattenhaften Geflecht von Politik und dem Konzern, der NEUDA betreibt, näher. Auch die Aufklärung des Todes ihrer Familie scheint damit zusammenzuhängen.

 

Daniel Wisser, 1971 in Klagenfurt geboren, schreibt Prosa, Gedichte und Songtexte. Er ist Mitbegründer des Ersten Wiener Heimorgelorchesters. Für den Roman Königin der Berge wurde er 2018 mit dem Österreichischen Buchpreis und dem Johann-Beer-Preis ausgezeichnet. 2024 erhielt er den Preis der Stadt Wien für Literatur. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Roman 0 1 2. Daniel Wisser lebt in Wien.

 

 

 

Emeritierung von Professorin Elke Gruber

Am 29.10.2025 fand im Grazer Meerscheinschlössl unter dem Titel “Come Together” eine feierliche Veranstaltung anlässlich der Emeritierung von Frau Prof.in Elke Gruber statt. Frau Prof.in Gruber war von 2002 – 2014 am IfEB tätig und leitete danach den Fachbereich Erwachsenen- und Weiterbildung des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Universität Graz.

Wir gratulieren Univ.-Prof.in Dr.in Elke Gruber herzlich zu ihrer Emeritierung und wünschen ihr alles Gute, viel Gesundheit und Freude für die nachberufliche Lebensphase!