Vom Alltag an einer Eliteuniversität: Dmitri Blüschke an der Johns Hopkins University

Dmitri Blüschke, Forscher am Institut für Volkswirtschaftslehre, ist derzeit mit einem Stipendium der Marshall Plan Foundation für einen 4-monatigen Aufenthalt an der Johns Hopkins University, SAIS in Washington D.C. Wir haben uns mit ihm auf Skype verabredet, um ihn zu fragen, wie es ihm dort ergeht.

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Bessere Lösungen für wirtschaftspolitische Fragen berechnen

Ökonomische Variablen wie Arbeitslosigkeit, Bruttoinlandsprodukt oder Inflation lassen sich durch wirtschaftspolitische Entscheidungen beeinflussen. Ein vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördertes Projekt möchte (mathematische) Entscheidungsunterstützungssysteme verbessern – um letztlich auch bessere volkswirtschaftliche Lösungen zu ermöglichen.

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Ist ein Team der Besten immer das beste Team?

Bei den olympischen Spielen in Sotschi 2014 schied das für Gold programmierte russische Eishockey-„Dream-Team“ im Viertelfinale nach einer Serie von enttäuschenden Spielen gegen Finnland aus. Und das, obwohl das Team praktisch nur aus Superstars, also den stärksten Einzelspielern aller Teams, bestand. War das bloß Zufall, oder gibt es dafür eine systematische Erklärung?

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Was wissen die Kärntnerinnen und Kärntner über Wirtschaft und Finanzen?

Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach und Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierten gestern im Rahmen einer Pressekonferenz die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum „Finanz- und Wirtschaftswissen der Kärntner Erwerbsbevölkerung“, die vom Institut für Volkswirtschaftslehre (Robert Klinglmair und Florian Kandutsch) sowie dem Institut für Finanzmanagement (Alexander Brauneis) an der AAU Klagenfurt durchgeführt wurde.

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Robert Klinglmair und Florian Kandutsch mit Forschungsstipendien der Heinrich Graf Hardegg’schen Stiftung ausgezeichnet

Dem Volkswirt Robert Klinglmair und dem Doktoranden am Institut für Volkswirtschaftslehre Florian Kandutsch wurde das Forschungsstipendium Mitte Dezember zuerkannt. Sie werden damit für ihre Arbeit zum „Finanzwissen in Kärnten“ ausgezeichnet, die sie gemeinsam mit Alexander Brauneis durchführen.

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Wie prekär ist die Weiterbildungsbranche in Kärnten?


Die (berufliche) Erwachsenenbildung zählt zu den Branchen, in denen der Anteil an freien Dienstverträgen und „Neuen Selbstständigen“ überdurchschnittlich hoch ist. Mit diesen atypischen Beschäftigungsformen gehen oft prekäre Arbeitsbedingungen wie fehlende soziale Absicherung, vergleichsweise schlechtere Entlohnung und/oder Befristungen einher. Robert Klinglmair und Florian Kandutsch untersuchten, welche Auswirkungen sich daraus für die Arbeits- und Lebensbedingungen im Weiterbildungssektor ergeben.

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Europastipendien des Landes Kärnten vergeben

Mit den Europastipendien des Landes Kärnten wurden letzten Donnerstag Maria Elisabeth Eisenmann, Andrea Gundolf und Florian Kandutsch ausgezeichnet. Die Preise wurden unter anderem von Landeshauptmann Peter Kaiser überreicht.  

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Fiskalunion: Gemeinsam sind wir stark, getrennt vielleicht noch stärker?

Die beiden Volkswirte Reinhard Neck und Dmitri Blüschke haben kürzlich berechnet, wie sich eine Fiskalunion, also eine gemeinsame Steuer- und Ausgabenpolitik, auf eine Währungsunion wie die Euro-Länder auswirken könnte. Die Ergebnisse zeigen: Entscheidend ist die Gewichtung von Länderblöcken sowie Zentralbank.

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PhD Project: Alternative Macroeconomic Policy Paths for a Monetary Union

Motivation & embedding in the research agenda

The future of the Euro Area is one of the hottest topic in macroeconomic policy debates nowadays. One of the reasons for the problems facing the Euro Area is the divergence of development between the “core” and the “periphery” (sometimes, in a misleading way, also called the “North” versus the “South” or the “Club Med”), which led to the sovereign debt and the competitiveness crisis in the wake of the “Great Recession”. In previous work (e.g. Neck and Blüschke 2016), we contributed to the scientific discussion of the sovereign debt crisis by developing a dynamic game macroeconomic model for a monetary union calibrated from stylized facts of the Euro Area and analyzing alternative developments numerically. The focus was, inter alia, on advantages or disadvantages of a fiscal union, of public debt reliefs, and of possible coalitions among the economic policy players (the common central bank and the governments of the participating countries). Essentially, these studies amounted to comparisons between more or less (de)centralized ways of policy making. What is missing is the evolution of an institution like the policy making architecture in the monetary union, which may give rise to several alternative time paths including institutional changes.

In the dissertation project, this difficult problem shall be attacked. For this purpose, the existing MUMOD model has to be extended and modified both to make it more similar to the institutional and economic realities in the Euro Area and to remove weaknesses in terms of its theoretical foundations (in particular, to improve its microeconomic foundations). Simulations of alternative policy paths shall offer more insights into the properties of the model and its suitability for obtaining insights into possible future developments in the Euro Area. In addition, the “grand dynamics” of a monetary union mirroring the Euro Area will be studied. This requires modelling the adaptation of the “rules of the (macroeconomic policy) game” including qualitative changes such as a switch from a non-cooperative to a cooperative (full fiscal and monetary union) or other solution concept including dissolution of the union. For this purpose, analytical tools of nonlinear dynamic system theory and methods of the complexity sciences will have to be invoked. The final aim is a set of possible futures of macroeconomic policy making in the Euro Area and their consequences in terms of welfare-relevant economic variables such as economic growth, unemployment, inflation, etc.

Methodology & supervision

The principal components of the research project are:

  1. A multi-country macroeconomic model (calibrated and partially estimated) of a monetary union with a common central bank and decentralized fiscal policies by several governments.
  2. Simulation with the model, using different solution concepts for the policy game between the central bank and the governments.
  3. Developing a model for the “grand dynamics”, the evolution of an institution like the policy architecture in the Euro Area.
  4. Simulation of alternative futures of the Euro Area with the institutional framework endogenized.

Methodologically, several key core areas of the Karl Popper Kolleg MANSIO will be present.  Both the adaptation of the monetary union model and the endogenization of its institutional development will require extensive modelling and simulation, the latter also use of nonlinear dynamic system theory (including chaos theory) as well as methods of complexity sciences. The solutions of the dynamic and evolutionary games will have to employ novel optimization techniques. The modelling process and the applications will involve econometric estimation, calibration and simulation, including agent-based modelling.

The supervising team for this dissertation project should be composed of the principal supervisors Reinhard Neck (economics) and Christian Pötzsche (mathematics), with support on problems of simulation by Friederike Wall and Stefan Leitner, on estimation problems by Jürgen Pilz and Gunter Spöck, and on game theory and algorithms by Dmitri Blüschke, Philipp Hungerländer, Franz Rendl and Paul Schweinzer.

Reference

Neck, R., and Blüschke, D. (2016), United We Stand: On the Macroeconomics of a Fiscal Union. Empirica 43, 333-347.

 

Mehr (offene) Fakten für alle: Neue Open-Access-Zeitschrift „Journal of Mechanism and Institution Design“ erschienen

Forschung an öffentlichen Universitäten wird zum Großteil durch öffentliche Gelder finanziert: Wissen ist also öffentliches Gut und sollte daher auch öffentlich zugänglich sein. Traditionellerweise werden Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Fachjournalen publiziert, die für die Karrierewege von ForscherInnen von Schlüsselbedeutung sind. Diese Journals werden meist noch von großen Verlagen herausgegeben, deren Geschäftsmodell vorsieht, Einnahmen von öffentlichen Bibliotheken und Wissenschaftsbetrieben zu lukrieren. Dies, obwohl erstens fast alle publizierten Artikel von großteils öffentlich unterstützten ForscherInnen stammen und zweitens ebenso überwiegend öffentlich bezahlte ForscherInnen zur Auswahl und Begutachtung der Artikel herangezogen werden. Diese Arbeiten werden als Teil der reputierlichen akademischen Tätigkeit fast immer unbezahlt durchgeführt. Dagegen entwickelt sich in den letzten Jahren immer stärker der Trend zu „open access“: Entweder werden herkömmliche Zeitschriftenbeiträge aus den Autorenverträgen „freigekauft“ und öffentlich zugänglich publiziert (green road) oder Beiträge erscheinen in eigens gegründeten Zeitschriften, die sich dem offenen Zugang verschrieben haben (gold road). Für die Wirtschaftswissenschaften entstehen nun erste solche Open-Access-Journals nach der „gold road“, eines davon ist das kürzlich initiierte „Journal of Mechanism and Institution Design“.

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