Team der Universität Klagenfurt verfasst besten Schriftsatz und gewinnt 2. Platz im österreichweiten Moot Court Arbeitsrecht

Am 13.6. fand zum dritten Mal der österreichische Moot Court aus Arbeitsrecht statt, an dem erstmals auch die Universität Klagenfurt teilnahm.

Bei diesem Bewerb treten Studierende der Rechtswissenschaften in Zweier-Teams in einer simulierten Gerichtsverhandlung als Kläger und Beklagte gegeneinander an. Dabei müssen die Teams vorab Schriftsätze (Revision und Revisionsbeantwortung) zu einem fiktiven Fall verfassen, der dann vor einem hochkarätigen Richter:innensenat (bestehend aus Höchstrichter:innen und anderen hochrangigen Expert:innen aus Rechtswissenschaft und Praxis) verhandelt wird.

Gegenstand der Verhandlungen, die in den Räumlichkeiten der Arbeiterkammer in Wien stattfanden, waren aktuelle und hochkomplexe Fragen des europäischen Betriebsübergangsrechts sowie des Betriebsverfassungs- und Betriebspensionsrechts.

Die Universität Klagenfurt wurde von Barbara Guggenberger und Rabia Karim Saleemi vertreten (beide Studierende im neuen Masterstudium Wirtschaftsrecht) und konnte bei ihrem Debut Spitzenplätze durch hervorragende Schriftsätze sowie beeindruckende Plädoyers und juristische Argumentation vor dem Richer:innensenat erringen.

In der Vorrunde am Vormittag setzte sich das Team aus Klagenfurt gegen alle teilnehmenden rechtswissenschaftlichen Fakultäten durch (Juridicum Wien, Salzburg, Graz, Linz, SFU) und musste sich erst im heiß umkämpften Finale am Nachmittag knapp der WU Wien geschlagen geben. Neben dem 2. Platz in der Gesamtwertung konnte das Team aus Klagenfurt in der Kategorie bester Schriftsatz den 1. Platz erringen und in dieser Wertung alle anderen teilnehmenden Universitäten hinter sich lassen.

Betreut wurde das Team aus Klagenfurt von Conrad Greiner, Thomas Pfalz und Christoph Kietaibl vom Institut für Rechtswissenschaften sowie von der Rechtsanwaltskanzlei Murko-Bauer-Murko-Klatzer.

Der Steuerrechtstag 2022 – ein traditonelles Treffen österreichischer Steuerrechtsexpert:innen

Nach zwei Jahren COVID-bedingter Pause trafen sich von 12. – 14. Mai 2022 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der österreichischen Finanzrechtsinstitute zu ihrem traditionellen jährlichen Treffen, dem Steuerrechtstag.

Das Institut für Rechtswissenschaften, dem die Organisation der Tagung oblag, konnte dazu 50 Personen im Parkhotel Pörtschach begrüßen.

Die Vorträge bewiesen, dass sich die Steuergesetzgebung auch in den Jahren der Pandemie weiterentwickelt hat. Groß war die Freude darüber, sich nach zwei Jahren virtueller Begegnung wieder von Angesicht zu Angesicht austauschen zu können.

Programm

 

 

Neue Kooperation mit der Universität Udine

Das Institut für Rechtswissenschaften der Universität Klagenfurt hat vor Kurzem eine Kooperation mit der Universität Udine (Università Degli Studi di Udine) aufgenommen.

Als Auftakt fand Anfang Dezember 2021 ein gemeinsames Online-Seminar für italienische und österreichische Studierende statt, das sich dem Privatrecht und dem öffentlichen Recht in der Pandemie gewidmet hat.

Prof.in Elisabetta Bergamini, Prof. Gerhard Baumgartner und Prof. Olaf Riss waren überaus beeindruckt von den Leistungen der etwa 30 Studierenden. In ihren Präsentationen behandelten die Teilnehmer*innen praxisrelevante Fragen unter anderem zu Leistungsstörungen und Vertragsstrafen, Geschäftsraummieten, Kreditverträgen, Arbeitsverhältnissen und Insolvenzverfahren. Ziel war es, die Rechtslage jeweils parallel aus italienischer und österreichischer Sicht zu beleuchten, um aus den Unterschieden und Gemeinsamkeiten Schlüsse zu ziehen.

Veranstaltungsbericht Forschungszirkel „Wirtschaftsprivatrecht“, Pörtschach am Wörthersee – 30. Juni bis 2. Juli 2021

Zum zweiten Mal hat nun bereits der Forschungszirkel Wirtschaftsprivatrecht stattgefunden – eine Veranstaltung für Nachwuchswissenschafter*innen, die Prof. Christoph Kietaibl und Prof. Olaf Riss vom Institut für Rechtswissenschaften der Universität Klagenfurt ins Leben gerufen haben.

Was im Februar 2021 noch ausschließlich in digitalen Räumen stattfand, konnte nun in die schöne Kulisse des Parkhotels Pörtschach wechseln. Habilitand*innen und Dissertant*innen hatten endlich wieder die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Präsenzseminars über ihre Forschungsvorhaben auszutauschen.

Erstmals fand der Forschungszirkel in Kooperation mit zwei anderen Fakultäten statt: Prof. Johannes W. Flume (JKU Linz, Institut für Zivilrecht) und Prof. Christian Koller (Universität Wien, Institut für Zivilverfahrensrecht) waren ebenfalls mit an Bord und brachten mit ihrer Expertise weitere fachliche Gesichtspunkte ins Spiel.

Den feierlichen Auftakt zum Forschungszirkel bildete ein Vortrag von Prof. Martin Weiß (Vorstand des Instituts für Philosophie, Universität Klagenfurt) mit dem Titel „Gedanken zu Hannah Arendts ‚Vita Activa‘“.

Es wurde rege über den „Raum des Öffentlichen und den Bereich des Privaten“ diskutiert und auch die nicht-juristischen Synapsen waren gefordert. Prof. Johannes Heinrich (Vorstand des Instituts für Rechtswissenschaften, Universität Klagenfurt) übernahm den offiziellen Teil der Eröffnung. Die Veranstalter freuten sich, Dr. Bernd Lutschounig, Präsident des Landesgerichts Klagenfurt, am Eröffnungsabend in Pörtschach begrüßen zu dürfen. Ebenfalls für den Eröffnungsvortrag begeistern konnten sich einige Mitglieder der Kärntner Juristischen Gesellschaft.

An den weiteren beiden Veranstaltungstagen stellten die Nachwuchswissenschafter*innen von sechs in- und ausländischen Fakultäten folgende Forschungsarbeiten vor:

Gesamtreform des Exekutionsrechts (GREx) – Ein Überblick (Klaus Markowetz, JKU Linz)

Geschäftsleiterhaftung bei wahrscheinlicher Insolvenz (Philipp Fidler, WU Wien)

Der freie Dienstvertrag als Interessenswahrungsrechtsverhältnis? (Mathias Walch, Universität Innsbruck)

Regelungsanliegen einer versicherungsvertragsrechtlichen Kodifikation (Moritz Zoppel, WU Wien)

Bauträgervertrag: Sicherung des Rechtserwerbs im grundbücherlichen Sicherungsmodell (Manuel Traxler, Universität Klagenfurt)

Digitale Plattformen als Infrastruktur für die Kollektivierung von Gesellschafterinteressen (Julia Nicolussi, WU Wien)

Klimahaftung – und es geht doch! (Jan-Erik Schirmer, Humboldt Universität zu Berlin)

Kollegialorgane in Kapitalgesellschaften (Elke Heinrich, Max Planck Institut Hamburg)

Ein besonderes Highlight war der Gastauftritt von Prof.in Erika Wagner (Vorständin des Instituts für Umweltrecht an der JKU Linz), die die Diskussion zum Vortrag über Klimahaftungsklagen leitete.

E. Heinrich, Ch. Koller, J.-E. Schirmer, J. Flume, O. Riss, Ch. Kietaibl (v.li.)

Info-Frühstück „ULG Public Management und Recht der öffentlichen Verwaltung“

Wir dürfen Sie auf ein spannendes Angebot aufmerksam machen:

Info-Frühstück „ULG Public Management und Recht der öffentlichen Verwaltung“

am         Montag, 21. Juni 2021

Zeit        8.30 Uhr bis ca. 10.00 Uhr

Ort         Seminarraum der Kärntner Verwaltungsakademie, 9020 Klagenfurt, Bahnhofplatz 5 / Erdgeschoß

→ Anmeldung hier

 

Wir informieren Sie aus erster Hand über den 3. Universitätslehrgang in Kooperation mit der Kärntner Verwaltungsakademie, der im Herbst 2021 beginnt. Beim Info-Frühstück stehen Ihnen neben dem Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Gerhard Baumgartner weitere Personen als Gesprächspartner zur Verfügung. Holen Sie sich nähere Informationen zum Curriculum, den Voraussetzungen, Kosten, Ablauf usw., um über eine Teilnahme am Lehrgang entscheiden zu können: https://www.aau.at/universitaetslehrgaenge/public-management/.

Übertragung von Geschäftsanteilen – Grundfragen und aktuelle Entwicklungen

Im Rahmen des Praktikerseminars, das die Rechtsanwaltskammer Kärnten gemeinsam mit dem Institut für Rechtswissenschaften veranstaltet, hat am 05. Mai 2021 Herr Univ.-Ass. MMag. Dr. Franz Hartlieb, LLM von der Karl-Franzens-Universiät Graz zum Thema „Übertragung von Geschäftsanteilen – Grundfragen und aktuelle Entwicklungen“ referiert.

 

Effizienz vor Gericht – Workshop Law & Economics

Bereits zum zweiten Mal hat das Institut für Rechtswissenschaften gemeinsam mit dem Joseph von Sonnenfels Center und der Universität Wien einen interdisziplinären Law & Economics – online – Workshop veranstaltet.

Zum Thema Effizienz und Gerechtigkeit vor Gericht trugen drei hochkarätige Referenten vor, die die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten: Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Weigel und Univ.-Prof. DDr. Peter Lewisch beschäftigten sich mit theoretischen (rechts-)ökonomischen Fragestellungen, während Hon.-Prof. PD Dr. Jürgen Rassi, Richter am Obersten Gerichtshof, direkte Einblicke aus der höchstrichterlichen Praxis bot. Mehr als 40 TeilnehmerInnen besuchten den Workshop und beteiligten sich an der anschließenden Diskussion.

 

Bericht zum Law & Economics Workshop, der am 29. Jänner 2021 pandemiebedingt online stattfand

Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und ihrer Begleiterscheinungen stellt nicht nur die Medizin, sondern auch Ökonomie und Rechtswissenschaften vor enorme Herausforderungen. Gemeinsam veranstaltet vom Joseph von Sonnenfels Center, der Universität Wien und dem Institut für Rechtswissenschaften der Universität Klagenfurt, versuchten ÖkonomInnen sowie JuristInnen eine rechtsökonomische Diagnose zum Status Quo aufzustellen.

Am 29. Jänner 2021 durften wir acht externe Vortragende aus unterschiedlichen Bereichen zum interdisziplinären Law & Economics Workshop begrüßen. Sie beschäftigten sich mit der Covid-19-Krise aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Makroökonomie, Verfassungsrecht, Steuerrecht, Privatrecht, Arbeitsrecht und Rechtsökonomie.

Die Professoren Univ.-Prof. Dr. Christoph Kietaibl und Univ.-Prof. Dr. Olaf Riss, LLM, hielten Vorträge zum Arbeitsrecht und zum Kreditmoratorium.

Am Workshop nahmen insgesamt zwischen 50 und 60 TeilnehmerInnen online teil.

Für Ende April 2021 ist das Erscheinen eines Tagungsbandes im Journal für Rechtspolitik geplant.

(Text: Anna Maria Mikulan)

Vortrag zum Thema „Herausforderungen an die Steuerpolitik im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie“

Im Rahmen der Vortragsreihe E4 – Ethik, Exzellenz, Entwicklung, Energie der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten referierte Univ.-Prof. MMag. Dr. Johannes Heinrich am 10. November 2020, um 18.30 Uhr im Großen Saal des Wirtschaftsförderungsinstituts in Klagenfurt zum Thema „Herausforderungen an die Steuerpolitik im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie„.

In seinem Vortrag analysierte Prof. Heinrich die steuerlichen Maßnahmen, die die Bundesregierung im Rahmen ihrer Fiskalpolitik zur Konjunkturbelebung gesetzt hat.  Auch die Kosten der Krisenbekämpfung, die weltweit zu einem starken Anstieg der öffentlichen Schulden führen, sowie die großen Herausforderungen, vor denen die Staaten – und aufgrund ihrer geänderten Fiskalpolitik auch die EU – hinsichtlich der Rückzahlung stehen, wurden umfassend beleuchtet.

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der COVID-19 Maßnahmen wurde die Veranstaltung sowohl physisch (unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen) als auch virtuell (mittels Online-Link) durchgeführt.

Programm

 

Forum Law & Economics 2020

Am 15. und 16. Oktober 2020 fand das erste FORUM LAW&ECONOMICS an der Universität Klagenfurt statt.

Das Programm der Tagung richtete sich ganz besonders an EinsteigerInnen in die Rechtsökonomie. Wegen der strengen Vorkehrungen gegen die Verbreitung der Pandemie waren die verfügbaren Plätze für unsere TeilnehmerInnen am Campus Klagenfurt reduziert. Um dennoch möglichst allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen, wurde die gesamte Veranstaltung im LIVE-Stream übertragen. Davon haben zahlreiche Besucher aus Nah und Fern Gebrauch gemacht.

Das große Interesse bestärkt die Veranstalter Wolfgang Weigel, Christoph Kietaibl und Olaf Riss darin, diesen neuen Forschungsschwerpunkt an der Universität weiter auszubauen.