Bericht zur Veranstaltung „Einsatzsimulationen mit Drohnen in der Bergrettung Kärnten“ am 11.09.2019 in Gödersdorf

 

Am 11.09.2019 fand im Rahmen unserer wissenschaftlichen Interreg-Projektarbeit für START (Smart Test of Alpine Rescue Technology) eine von Vertretern der Universität Klagenfurt organisierte und vom assoziierten Kooperationspartner Bergrettung Kärnten unterstützte Veranstaltung statt, deren Ziel die praxisorientierte Einsatzsimulation von Drohnen im Arbeitsbereich der Bergrettung war. Zielgruppe waren neben den Mitgliedern der Bergrettung Kärnten auch Vertreter anderer Blaulicht- und Rettungsorganisationen.

Veranstaltungsort

Als Veranstaltungsorte dienten das Hotel Zollner, Finkensteiner Straße 14, A-9585 Gödersdorf, wo für Präsentationen und abschließendem Dinner Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden sowie das Gelände des nahegelegenen Schloss Finkenstein, Schloßrainweg 8, A-9585 Gödersdorf. Weitläufiges, diverses Gelände bot ausreichend Möglichkeiten für die Einsatzsimulationen verschiedener Szenarien.

Programm

16:30 – Begrüßung der Teilnehmer, Vortrag wissenschaftlicher (Uni Klagenfurt) und anwendungsorientierter (AIR6SYSTEMS GmbH) Präsentationen. Zudem wurde ein Videomitschnitt vorgezeigt, bei welchem bei schwierigen Lichtverhältnissen in der Dämmerung ein simulierter Einsatz durchgeführt wurde. Gesucht wurden mit Thermografie- und 4k-Kamera Personen, welche sich in Wald, hohen Maisfeldern und auf asphaltierten Flächen aufhielten, wobei jeweils andere bildgebende Geräte ihre Stärken ausspielen konnten. Gerade die Wärmebildkamera erfordert ein geschultes Auge und Erfahrung im Sucheinsatz, um durch Sonneneinstrahlung bedingte Restwärme und Temperaturdifferenzen richtig interpretieren zu können.

17:00 – Einsatzsimulationen

  • Hilfsmittellieferung mittels Fallschirmabwurfs am Beispiel der Defibrillatordrohne
    • An die Drohne wurde ein Defibrillator mit integriertem Fallschirm angebracht und an einem zuvor definierten Punkt abgeworfen. Gerade in Gelände mit schlechter Infrastruktur und unwegsamen Gelände lässt sich so ein Zeitvorteil generieren.
  • Suchflug mittels Wärmebild und analoger Bildübertragung im unwegsamen Waldgebiet
    • Nachdem ein simulierter Notfalleinsatz ausgelöst wurde, bei welchem die in Not geratene Person keine genaue Angabe über ihren Standort hat tätigen können, wurde ein als Aufenthaltsort in Frage kommendes Waldgebiet systematisch abgeflogen und die Person via Wärmebild und Kamera gesucht, um die jeweiligen Stärken und Schwächen sowie die Vorteile der parallelen Nutzung von Wärmebild und Kamerabild aufzuzeigen. Nach etwa 7 Minuten wurde der Notfallpatient lokalisiert und ein Rettungsteam konnte durch die nun vorliegenden GPS Daten losgeschickt werden, um Hilfe zu leisten.
  • Lawinenverschüttetensuche durch Ortung von LVS-Geräten mit Drohne inklusive Reflexion und Diskussion
    • Es wurde ein realistisches Bild der aktuellen Herausforderungen in der Verschüttetensuche bei Lawineneinsätzen aufgezeigt und mit den Teilnehmern intensiv diskutiert. Das Ziel der objektiven Reflexion des Status Quo konnte so erreicht werden. So wurde aufgezeigt, dass aktuell noch Störsignale der Drohne selbst die Ortung der LVS Geräte erschwert, zukünftige, visionäre Lösungsansätze wurden ebenso diskutiert wie der Einsatz von Drohnen in einem Lawineneinsatz generell.
  • Ertrinkendenrettung durch Abwurf einer Rettungsweste
    • In einem nahegelegenen See konnte eine Rettungsweste per Drohne zielgenau und in kurzer Zeit an die betroffene Person, die zu ertrinken drohte, geliefert werden.
  • Langstreckenflug auf Sicht

19:30 – 22:00 Gemeinsames abschließendes Abendessen für Reflexion und Networking

Teilnehmer

40 Teilnehmer, davon 20 Mitglieder der Kärntner Bergrettung. Vertreter der Alpinpolizei, der Österreichischen Wasserrettung, des Feuerwehrlandesverbandes, der Rettungshundestaffel, sowie der Österreichischen Bundesforste AG. Die Sponsoren CMS-Electronics GmbH und das Land Kärnten waren ebenso vor Ort wie Pressevertreter vom ORF Kärnten und Antenne Kärnten anwesend.

Noch einmal herzlich bedanken wollen wir uns bei Air6Systems für die technische Unterstützung, bei Familie Zollner sowie unseren Sponsoren CMS Electronics und Herrn LR Mag. Sebastian Schuschnig (Land Kärnten).

 

Dr. Christian Wankmüller und Christopher Korzen (Universität Klagenfurt)

Neue Professorin am Institut für Produktions-, Energie- und Umweltmanagement

Am 01. Oktober 2019 hat Frau Univ.-Prof. Dr. Margaretha Gansterer den Lehrstuhl an der Abteilung Produktionsmanagement und Logistik übernommen.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind quantitative Methoden im Bereich Produktionsmanagement und Logistik. Einen besonderen Fokus hat sie dabei auf Auktionsmechanismen bei kollaborativer Planung gelegt.

Aktuelle Publikation im Journal of Business Economics

Coordination, cooperation and collaboration in relief supply chain management

Christian Wankmüller & Gerald Reiner

Abstract

In recent years, an increasing number of natural and man-made disasters has demonstrated that a working relief supply chain management (RSCM) is crucial in order to alleviate the suffering of the affected population. Coordination, cooperation and collaboration within RSCM is essential for overcoming these destructive incidents. This paper explores the research undertaken in recent years, focusing on coordination, cooperation and collaboration in the field of supply chain management (SCM) and RSCM in order to provide unique definitions of these concepts taking the disaster setting into consideration. A systematic literature review including 202 academic papers published from 1996 onwards in top journals dealing with commercial supply and relief supply chain coordination, cooperation and collaboration is applied. In order to answer the underlying research questions in a proper way, a descriptive analysis and qualitative and quantitative content analysis of the papers are conducted. Descriptive results indicate that RSCM coordination, cooperation and collaboration have increasingly shifted into the focus of scientific research since 2001/2004 (i.e., 9/11 and the Indian Ocean Tsunami). Based on the qualitative content analysis, clear definitions of the terms coordination, cooperation and collaboration in SCM and RSCM were elaborated. The research landscape, as a result of the quantitative content analysis, allowed the identification of three issues that need to be addressed in future research work.

Link zum Artikel

Aktuelle Publikation im International Journal of Production Research

How will the diffusion of additive manufacturing impact the raw material supply chain process?

Maximilian Kunovjanek & Gerald Reiner

Abstract

This study investigates the potential of additive manufacturing (i.e. 3D printing) to alter established manufacturing and supply chain processes, complementing previous research work that deals with additive manufacturing and rapid prototyping. Additive manufacturing is a manufacturing technique, which allows the direct fabrication of three-dimensional design models using an additive approach by adding layer after layer. As additive manufacturing is inherently less wasteful and only applies raw material where needed, it constitutes a chance to reduce materials usage and related inventories. Even though the technology has faced considerable hype, its adoption still does not match the high expectations. The aim of this study is to overcome limitations of state-of-the-art impact assessments by integrating the potential reduction of materials inventories through the adoption of additive manufacturing in manufacturing and to point out possible implications for supply chain processes. For this purpose, a dynamic evaluation model was developed analysing the adoption of additive manufacturing by integrating the Bass diffusion model to provide interesting and novel results for both practitioners and researchers. The study shows that additive manufacturing can indeed reduce raw materials inventory by approximately 4% and that the diffusion rate is likely to be affected by the utility of the technology.

Link zum Artikel

 

Testtag für E-Mobilität in der Bergrettung Kärnten

Gerne möchten wir Sie zum Testtag für E-Mobilität in der Bergrettung Kärnten einladen, welcher im Rahmen des Bergrettungsprojekts „START – Smart Test of Alpine Rescue Technology“ am 15.08.2019 ab 9 Uhr in Gödersdorf (Hotel Zollner, Finkensteiner Straße 14) stattfinden wird. An diesem Tag werden innovative, elektromotorisierte Technologien (Drohne, E-Bike und E-Trage) präsentiert, die sich nicht nur für den Rettungseinsatz im alpinen Gelände eignen, sondern diesen gar vereinfachen und effizienter gestalten sollen.

 

  • Ablauf des Testtages:
    • Start um 09:00 mit Kurzvorträgen der einzelnen Experten zu den jeweiligen Technologien
    • 10:00 bis 12:00: Drohne – Einsatzsimulationen und Anwendungsszenarien
    • 12:00 bis 13:00: Mittagspause
    • 13:00 bis 15:00: E-Bike – Präsentation und Test
    • 15:00 bis 17:00: E-Trage – elektromotorgestützter Patiententransport
    • Ab 18:00: Abendessen mit Buffet und gemeinsamem Ausklingen des Tages

 

  • Experten:
    • E-Bike: MAXX Rosenheim
    • Drohne: Air6 Systems Klagenfurt
    • E-Trage: Greischberger Rescue Systems

 

Neben einer theoretischen Einführung in die Technologien, wird den BergretterInnen die Möglichkeit des selbst Austestens geboten und unter allen TeilnehmerInnen ein Schulungsflug mit der Drohne verlost.

 

Details zum Ablauf und dem Programm können aus der angehängten offiziellen Einladung entnommen werden.

Einladung Testtag E-Mobilität

Wissenschaft für Kinder – Beitrag über das START-Projekt in der Zeitschrift „Mini-Max“

START

Internationaler Research Workshop „Hydropower“

Am 3. und 4. April 2019 fand an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) ein internationaler Research Workshop zum Thema Wasserkraft in der Stromproduktion statt. Der Workshop wurde von der Abteilung für Nachhaltiges Energiemanagement gemeinsam mit David C. Finger, Reykjavik University, Island, organisiert und fand im Rahmen der Erasmus+ Partnerschaft dieser beiden Institutionen statt. Ziel dieses Workshops war, einen interdisziplinären Austausch zwischen ForschungskollegInnen von Island, der Schweiz und Österreich zu fördern. Des Weiteren stellten auch zwei Unternehmensvertreter von KELAG AG und VERBUND Hydro Power GmbH ihre Aktivitäten im Bereich Wasserkraft und Digitalisierungsinitiativen vor. Den Workshop rundete eine Exkursion zur VERBUND Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck ab. An dem Workshop und der Exkursion nahmen auch Studierende der AAU teil.

Details zur Agenda finden Sie hier.

Die AAU ist seit kurzem auch Associate Member des neu gegründeten EERA Joint Programme Hydropower (https://www.eera-set.eu/eera-joint-programmes-jps/list-of-jps/hydropower/). Ansprechpartnerin zu EERA und dem Joint Programme an der AAU ist Univ.-Prof. Dr. Nina Hampl (nina [dot] hampl [at] aau [dot] at).

Forscherporträt über Christian Wankmüller in „Die Presse“

Hilfe mit Plan und Technik

Aufruf: Europa-Preis des Landes Kärnten für wissenschaftliche Arbeiten wird vergeben

Das Land Kärnten prämiert durch den „Europa-Preis“ herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Europa-Themen und deren Auswirkung und Bedeutung für das Bundesland Kärnten befassen. Ziel des Europa-Preises ist es, Kärntner Studierende zu begeistern, ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit an Europa-Themen bzw. Themen der Europäischen Union auszurichten, dadurch das Europabewusstsein zu stärken und somit zu einem Mehrwert für Kärnten beizutragen.

DOTIERUNG
Das Land Kärnten vergibt je zwei Stipendien in den Kategorien Bachelorarbeit, Diplom- oder Masterarbeit und Dissertation:

  • Bachelorarbeit: zwei Stipendien á € 300,–
  • Diplom- od. Masterarbeit: zwei Stipendien á € 600,–
  • Dissertation: zwei Stipendien á € 1.500,–


THEMEN

Grundsätzlich sind alle EU bzw. Europa-Themen, die einen starken Kärnten-Bezug nachweisen können, aus allen akademischen Disziplinen möglich, wie z.B. Ländliche Entwicklung, EU-Regionalpolitik, EU-Sprachenvielfalt, die Bedeutung der EU als Friedensprojekt, EU-Bildungsprogramm „Erasmus+“, oder dgl.

ANFORDERUNGEN
Der Europa-Preis“ richtet sich an Studierenden österreichischer Hochschuleinrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen) mit starkem Kärnten-Bezug (zB Hauptwohnsitz in Kärnten, Studienort in Kärnten, Schulabschluss in Kärnten, etc.), die eine inhaltlich entsprechende wissenschaftliche Abschlussarbeit verfasst haben. Ausgenommen von Einreichungen sind Abschlussarbeiten mit der Beurteilung „Genügend“ und „Nicht Genügend“. Die Bewerber müssen Staatsangehörige der Europäischen Union sein.

Die wissenschaftliche Arbeit muss im Jahr 2018 bzw im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen worden sein (Abschluss der Arbeit im Zeitraum 1. Jänner 2018 bis 31. Mai 2019).

Einreichungen von Studierenden, die für dieselbe Arbeit bereits einen anderen Preis des Landes Kärnten erhalten haben, sind von der Vergabe des Europa-Preises ausgenommen.

BEURTEILUNG
Über die Zuerkennung des Stipendiums entscheidet eine Fachjury, der vier ExpertInnen der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Fachhochschule Kärnten, der Pädagogischen Hochschule Kärnten sowie des Landes Kärnten angehören.

ENDE DER BEWERBUNGSFRIST
Stipendien-Anträge konnten bis 31. Mai 2019 gestellt werden

Antragsunterlagen:
Ausschreibung
Antragsformular + Teilnahmebedingungen

VERLEIHUNG:
Die „Europa-Preise des Landes Kärnten“ werden Ende September/Anfang Oktober verliehen.

Bewerbungen werden per E-Mail oder auf dem Postwege an folgende Adresse gerichtet:

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 1 – Landesamsdirektion
UAbt. Europäische und internationale Angelegenheiten
Frau Silvia Hrstic
Mießtalerstraße 1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel. 050 536-10132
Mail: eu-buero [at] ktn [dot] gv [dot] at

Website: http://www.europa.ktn.gv.at/318607_DE-Kaernten_in_der_EU-Europa-Preis

Stipendien für Europäisches Forum Alpbach zu vergeben

Es sind die jungen Menschen von heute, die das Europa von morgen gestalten werden. Mit unseren Stipendien für das Europäische Forum Alpbach 2019 wollen wir einigen Hundert klugen Köpfen unter 30 eine europäische Perspektive eröffnen und sie für Europa begeistern.

Bewerben sie sich für ein Alpbach-Stipendium.

Die Bewerbungsfrist endet am 29. März 2019.

Wissenschaftlicher Austausch und internationaler Dialog
Ein Stipendium bietet die Möglichkeit, an den Seminaren, Breakout-Sessions und Plenardebatten des Europäischen Forums Alpbach teilzunehmen. Das Angebot richtet sich an unter 30-Jährige aus aller Welt, die mit frischen Ideen für Wissenschaft und Gesellschaft im Gepäck nach Alpbach kommen wollen.

Alle Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten stehen ab sofort online:
www.alpbach.org/de/stipendien/

Mehr: Video | Twitter | Facebook | Flyer & Poster