Antrittsvorlesung von Peter Schlögl

Seit Oktober 2017 ist Peter Schlögl Universitätsprofessor für Erwachsenenbildung und  Berufsbildung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung. Seine Antrittsvorlesung hält er am 21. Juni zum Thema „Erwachsen – eine konventionalisierte Metapher und deren Verhältnis zu Bildung“.

 

Donnerstag, 21. Juni 2018
17.00 Uhr c. t.
im Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse (Campus der AAU)

 

 

Zum Inhalt des Vortrags

„Erwachsen – eine konventionalisierte Metapher und deren Verhältnis zu Bildung“

Wenn im Alltag oder in der Politik von Lernen und Bildung gesprochen wird, ist zumeist Schule gemeint. Und in der Tat entstammt Pädagogik als professionell gefasstes Lehren und dessen wissenschaftliche Reflexion wesentlich der besonderen Betrachtung, mache sprechen auch von Erfindung, der Kindheit und des Jugendalters. Jedoch macht das Erwachsensein den umfänglichsten Teil unseres Lebens aus. Und im Grunde ist uns allen bewusst, dass das Lernen und auch persönliche Bildungsprozesse mit dem Schul- oder Ausbildungsabschluss kein Ende finden. Aber wir benutzen Begriffe, die gedankliche Konzepte von Abschluss oder Vollständigkeit nahelegen, wie etwa jenen der „Reife“-Prüfung oder Matura. Führt weiteres Reifen dann zu überreifen Menschen? Ist Erwachsenenbildung ein Konservierungsmittel? Und wenn nicht, was dann?

 

Zur Person

Peter Schlögl, geboren 1967 in Wien, ist seit Oktober 2017 Universitätsprofessor für Erwachsenenbildung und Berufsbildung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung.

Peter Schlögl studierte Philosophie an der Universität Wien, wo er 2013 mit einer Arbeit über die Ästhetisierung des Subjekts durch lebenslanges Lernen zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Zunächst war er pädagogischer Mitarbeiter am Berufsförderungsinstitut Österreich, dann bis 1998 Referent für Weiterbildungspolitik der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien. Seit 1998 arbeitet Peter Schlögl am Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung und war seit 1999 dessen geschäftsführender Institutsleiter. Neben Forschung und Lehre ist er Mitglied des Boards der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria), des Beirats des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR-Beirat) und Vorsitzender des Beirats zum Qualitätsrahmen Berliner Modell (QBM) für Bildungsberatung der Berliner Senatsverwaltung. Er ist Mitgründer der Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung in der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) und Mitglied der Philosophy of Education Society of Great Britain.

 

Forschungsschwerpunkte

Bildungstheorie und-philosophie, Kompetenz- und Lernergebnisorientierung, Erwachsenen- und Berufsbildungspolitiken sowie Bildungsberatung

 

Einladung zur Antrittsvorlesung von Peter Schlögl

„Soll und kann Entwicklungszusammenarbeit Migrationsursachen bekämpfen und wenn ja, wie?“

Anlässlich des Weltflüchtlingstages 2018 lädt die Plattform Migration ein zum Migrationsgespräch

„Soll und kann Entwicklungszusammenarbeit Migrationsursachen bekämpfen und wenn ja, wie?“

Prof. Dr. Theo Rauch (FU Berlin)

Mittwoch 20. Juni 2018 | 19.30 Uhr | Bambergsaal Villach (Parkhotel)

Theo Rauch geb. 1945 in München, Dipl.-Volkswirt, Dr. rer. nat., Habilitation in Wirtschafts- und Sozial-Geographie

(Thema: „Ländliche Regionalentwicklung im Spannungsfeld zwischen Weltmarkt, Staatsmacht und kleinbäuerlichen Strategien“).

Vortrag und Podiumsdiskussion mit:

• Dr. Viktorija Ratković (Migrationsforscherin, Universität Klagenfurt)

Mag. Mandana Poureh (Integrationszentrum Kärnten)

Mag. Annemarie Posratschnig  (Caritas Kärnten – Asyl, Integration & Migration).

Mehr info:

„Lebensort Internet“. Lernen in der digitalen Welt

Votrag von Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe (Ruhr-Universität Bochum)

27. Juni 2018 | 16.30-18.00 Uhr | Oman-Saal Z.1.29

Um Anmeldung bis 25.6.2018 wird gebeten: Diana.Olip [at] aau.at

Aufwachsen außerhalb der Familie: Soziale Unterstützung und emotionale Zugehörigkeit sind ausschlaggebend für Bildungsweg

„Care Leaver“ sind Personen, die zumindest zeitweilig außerhalb der Herkunftsfamilie in institutioneller Betreuung aufwachsen und von dort aus den Übergang ins Erwachsenenleben vollziehen. Ein Team rund um Stephan Sting (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) hat sich mit den Bildungschancen dieser jungen Menschen beschäftigt. Das Projekt wurde vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank gefördert. Die Ergebnisse werden nun am kommenden Freitag im Rahmen eines Fachtages präsentiert.

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Universität Klagenfurt mit dem Sustainability Award 2018 ausgezeichnet

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann vergaben am 7. Juni Auszeichnungen an besonders nachhaltige Projekte österreichischer Hochschulen. Der Sustainability Award 2018 im Handlungsfeld Lehre und Curricula ging an die Universität Klagenfurt für den Universitätslehrgang „Global Citizenship Education“.

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Studie: Wie setzt man sich gegenwärtig mit Nationalsozialismus in Schule & Gesellschaft auseinander?

2017 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 72. Mal. Wir stehen damit in einer Zeit, in der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Nationalsozialismus langsam verschwinden. Ein interdisziplinäres Projekt widmete sich in den letzten Jahren insbesondere der Generation jener junger Menschen, die als letzte mit diesen unmittelbaren ZeugInnen in Austausch treten. Im Zentrum des Projekts stand die Frage, wie Erinnerungen an den Nationalsozialismus an Jugendliche weitergegeben werden und wie junge Menschen den öffentlichen und privaten Erinnerungsdiskurs mitgestalten. Die Ergebnisse werden nun in Buchform präsentiert.

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Außen sichtbar ausdrücken, was innerlich passiert

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„Davon haben wir nichts gewusst.“

Strukturen der Gewalt in der Heilpädagogischen Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt und im Landesjugendheim Rosental beschäftigen bis heute.

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Die drei NachwuchswissenschaftlerInnen Irene Straßer, Jasmin Donlic und Julio Brandl haben einen Arbeitskreis für Qualitative Forschung mit dem Titel „AKquali|Klu“ begründet. Ziel ist der Austausch von Wissen und Vernetzung zwischen (u.a. qualitativ arbeitenden) Forscherinnen und Forschern. Der Arbeitskreis lädt bereits im Oktober und im November zu Veranstaltungen bzw. Workshops ein.

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