01.12. Slam, Oida! – 15 Jahre Poetry Slam in Österreich

Slam, Oida! – 15 Jahre Poetry Slam in Österreich

Präsentation der Anthologie
mit Mieze Medusa, Henrik Szanto, Simon Tomaz und Katharina Töpfer aka Käthl

Seit über 15 Jahren wird in Österreich geslamt. Markus Köhle und Mieze Medusa waren von Anfang an dabei und präsentieren in „Slam, Oida!“ 42 Slamtexte, die einen Einblick in die Vielseitigkeit und Lebendigkeit dieser Szene geben.

Die Slamszene steht mit ihren performativen Elementen zwischen Literatur, Theater, Rap, und Kabarett.  Spoken Word, als idealtypische neue literarische Gattung mit hohem Mündlichkeitsanteil, ist die innovative Seite der Slam Poetry. Hier werden mündliche Traditionen aufgegriffen und – stark rhythmisiert – neue popkulturelle Einflüsse verdichtet.

 

Neben Mieze Medusa stellen drei VertreterInnen der österreichischen Slam-Szene aktuelle Texte vor:

Simon Tomaz ist ein vielseitiger Slammer, der über sich selbst sagt, er schreibe endlich mit der Konsequenz, die es braucht, um Texte auch zu beenden. Zum Glück: So schafft er es auf die Slam-Bühnen in ganz Österreich und dort sehr oft ins Finale. Simon Tomaz ist Gründungsmitglied der Wiener Lesebühne „Bis einer reimt“ und Mitorganisator der U20 Poetry-Slams in Wien, gehört also – mit anderen Worten – zum Inventar der Slamily.

Henrik Szanto ist Slammer, Organisator, Autor, Moderator und auch sonst fleißig. In seinen Slamtexten erzählt er gerne von seiner mehrsprachigen Kindheit. Er ist halb Finne, halb Ungar, vielleicht kann er deshalb so gut Hochdeutsch. Sein Debüt-Roman „Es glänzt und ist schön“ ist 2016 im Milena Verlag erschienen.

Katharina Töpfer aka Käthl steht auf der Bühne, als wären Regeln dafür da, gebrochen zu werden. Käthl verstört gerne und gut. Käthl ist eine Marke. Käthl kann sehr laut werden und sehr lieb sein. Wenn man Käthl zuhört, bleibt einem manchmal der Mund ein bisschen offen. Aus den besten Gründen.

Mieze Medusa ist Pionierin der österreichischen Slamszene und steht seit über 15 Jahren auf Slambühnen. Sie veranstaltet Poetry Slams in ganz Österreich und tritt international mit ihren Texten auf. Zusätzlich zu ihren Slam-Aktivitäten veröffentlicht sie Romane und Erzählbände und erarbeitet Veranstaltungsformate, die über Poetry Slam hinausgehen.

Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell beim Annual Meeting der American Anthropological Association

Von 29.11.-3.12.2017 findet in Washington D.C. das 116. Annual Meeting of the American Anthropological Association mit dem Titel „Anthropology Matters!“ statt. Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell wird dort folgenden Vortrag halten: „Fear and the Refugee. Some Thoughts on an Emotional and Political Strategy“.

 

Neuerscheinung: Neuer Nationalismus im östlichen Europa. Kulturwissenschaftliche Perspektiven

Soeben ist das Buch „Neuer Nationalismus im östlichen Europa. Kulturwissenschaftliche Perspektiven“ bei transcript erschienen, in dem ein Aufsatz von Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell enthalten ist: „Mehr als nur ein Spiel. Fußball und die Inszenierung von Loyalitäten und Rivalitäten im östlichen Europa“.

Hier geht es zur Website des Verlages. Und hier gibt es eine Leseprobe.

Weltweit unterrichten

SprachassistentInnen unterrichten Deutsch als Fremdsprache in einer Schule (meistens im Sekundarbereich) in  verschiedenen europäischen Ländern, sie sammeln dabei erste Unterrichtserfahrungen im Bereich der Fremdsprachendidaktik, lernen die Fremdsprache und die Kultur des Landes kennen.

Genauere Informationen finden Sie unter: https://www.weltweitunterrichten.at/site/sprachassistenz

Orte des Alters und der Pflege. Hospitäler, Heime und Krankenhäuser

Der von Elisabeth Lobenwein u.a. herausgegebene 16. Band der Zeitschrift „VIRUS. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin“ ist soeben erschienen.
Die Publikation thematisiert in ihrem Schwerpunktteil die Beiträge der Konferenz vom Mai 2016 in Bad Radkersburg zum Thema „Orte des Alters und der Pflege – Hospitäler, Heime und Krankenhäuser“.

Weitere Informationen

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell an der Universität Warschau

Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell hält am Institut für Ethnologie und Kulturanthropologie der Universität Warschau folgenden Vortrag:

Haunted by Refugees. Populist Politics and Media Discourse after the Summer of Migration

15.11.2017, 10:30 Uhr

Ein Überblick auf Polnisch ist hier zu finden.

28.11. Paul Auer und Norbert Kröll – Neue Literatur aus Kärnten

Dienstag, 28. November | 19.30 Uhr

Paul Auer: Kärntner Ecke Ring
Norbert Kröll: Sanfter Asphalt

Lesungen und Gespräch

Moderation: Walter Fanta

 

Kärntner Ecke Ring
Berufliche und private Enttäuschungen haben aus dem 60-jährigen Ludwig Vilimsky einen Verfasser hetzerischer Leserbriefe gemacht, der plant, das hässlichste Gebäude Wiens in die Luft zu sprengen. Die einzigen Menschen von Bedeutung für ihn sind Norbert, ein Stricher, und dessen Mutter Tamara, eine Verkäuferin; doch das fragile Beziehungsdreieck gerät zusehends außer Kontrolle.

Paul Auer, geb. 1980 in Kärnten, lebt in Wien, studierte Kultur- und Sozialanthropologie, Mitglied der Literaturgruppe „Textmotor“; Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften.

 

Sanfter Asphalt
Ein junger Mann stromert einen Tag durch Wien. Auf der Suche nach dem, was die Stadt zusammenhält aber auch in die Brüche gehen lässt, gerät er in merkwürdige Situationen. Mit Witz und Ironie mischt er sich ins Leben Unbekannter ein. Und dann gibt es noch diese Frau namens Edith. Was muss geschehen, damit das Durchqueren dieses Labyrinths am Ende des Tages Sinn ergibt?

Norbert Kröll, geb. 1981 in Villach, lebt und arbeitet in Wien, studierte u. a. Schlagwerk, Tontechnik, Philosophie und Sprachkunst, Gründungsmitglied der Bands Giantree und Dawa. Wiener Literatur Stipendium 2016.

 

23.11. Anna Baar: „Als ob sie träumend gingen“

Donnerstag 23. November | 19.30 Uhr

Anna Baar

Als ob sie träumend gingen
Lesung

Moderation: Katja Gasser

Der Held des Romans tastet sich an seine Erinnerungen heran, indem er sie wie besessen auf Band spricht. Erst als er im Sterben liegt, dämmert ihm, was an jenem Tag wirklich geschah. Wie einen Traum bewahren, wie überhaupt fortbestehen in einer Trümmerwelt, in der die Abwesenden anwesender sind als die Greifbaren und in der die Lüge mehr Ordnung schafft als die Wahrheit? Und: Ist es wirklich seine Geschichte – oder die des Erzählers, der mit den ererbten Kassetten wenig anzufangen weiß und nichts vom Krieg wissen will, sondern vom Leben und Lieben?

In eigenwilligen Bildern erzählt Anna Baar – vor der Kulisse einer versunkenen Welt – vom Irren zwischen der Sorge um sich selbst und der Rücksicht auf andere, von Mutproben, Heldentum und menschlichem Versagen, von Gehorsam und Widerstehen. Es ist die Geschichte einer verpassten Liebe – voller erfundener Wahrheiten, menschlicher Abgründe und eigenwilliger Bilder.

 

Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb. Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Studium der Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit an den Universitäten Wien und Klagenfurt. Ihr Debütroman Die Farbe des Granatapfels stand drei Monate auf Platz 1 der ORF-Bestenliste.

 

 

Literatur für alle / Literatura za vse

IG Autorinnen und Autoren und Hermagoras Mohorjeva laden ein zu / vabita na

„Kärntner Literatur in der Nazi-Ära“

Referent: Dr. Reinhard Kacianka

Mittwoch/sreda, 8. 11. 2017, um 18.30 Uhr in der Buchhandlung Hermagoras Mohorjeva, Viktringer Ring 26, Klagenfurt/Celovec.

Mit diesem Thema, das bis heute kaum öffentlich diskutiert wird, setzen die IG Autorinnen Autoren Kärnten und die Buchhandlung Hermagoras/Mohorjeva die Reihe „Literatur für alle/za vse“ ihre literarischen Nachforschungen fort. Als Referent konnte der bekannte Kulturwissenschaftler Dr. Reinhard Kacianka von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt gewonnen werden. Er hat im Dickicht von Kärntens nationalsozialistischer Vergangenheit regimetreue, verfolgte aber auch widerständische Autoren aufgespürt und ihr Werk begutachtet. Kacianka, der auch journalistisch und als Filmemacher tätig war, wird mit seinen Ausführungen sicher für Brisanz sorgen.Diese Veranstaltung findet  nicht zufällig am 8. November statt – es ist der Vorabend des Novemberpogroms 1938.

Forschungstag des Instituts für Kulturanalyse

Das Institut für Kulturanalyse lädt herzlich zum ersten Forschungstag ein!

Am 9. November 2017 werden Mitarbeiter_innen und Studierende des Instituts von 12:00 bis 18:00 Uhr in Hörsaal 8 ihre laufenden Forschungen präsentieren und zur Diskussion stellen.

Um Anmeldung bis zum 6.11. wird gebeten unter https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfMV6l69R2Wavb8nDdVutsSZMxtOjbY8GpqTzOhxAkdhiGI8g/viewform?usp=sf_link

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!