Wenn Wälder wieder wachsen: ERC Starting Grant für Nachhaltigkeitsforscherin Simone Gingrich

In vielen industrialisierten Ländern wächst der Wald wieder, nachdem lange großflächig abgeholzt wurde. Was auf den ersten Blick positiv für die Umwelt und damit auch für das Klima wirkt, ist nicht notwendigerweise eine Lösung für den Klimaschutz. Simone Gingrich erhält einen renommierten ERC Starting Grant und möchte damit „versteckte Emissionen“ von Wiederbewaldungsprozessen aufzeigen und analysieren.

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Aktuelle Einblicke in die Soziale Ökologie: Special Issue der Zeitschrift Sustainability erschienen

Die Soziale Ökologie hat in den letzten Jahrzehnten wichtige Beiträge zur Nachhaltigkeitsforschung geleistet. Als Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen wurde sie seit den späten 1980er-Jahren entwickelt. Heute gilt dieser Ansatz, der komplexe Umweltprobleme auf krisenhafte Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur zurückführt, als grundlegend für eine Forschung für nachhaltige Entwicklung. Die Sonderausgabe der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Sustainability“ gibt nun erstmals einen umfassenden Einblick in den Stand der sozial-ökologischen Forschung.

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European Training Network an der HU

Bis 2022 sollen Doktorandinnen und Doktoranden für eine gerechtere und nachhaltige Welt ausgebildet werden. Weiterlesen

Advanced ERC-Grant für Helmut Haberl

Die Forschungspreise des Europäischen Forschungsrats gehören zu den höchst angesehenen Förderungen, die Forscherinnen und Forscher in Europa einwerben können. An den Humanökologen Helmut Haberl (Institut für Soziale Ökologie) wurde nun ein Advanced ERC-Grant vergeben. Er ist mit knapp 2,5 Millionen Euro über 5 Jahre dotiert. Helmut Haberl wird sich mit der Rolle der Materialbestände für die Entwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft beschäftigen.    

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Durstige Landwirtschaft: Übermäßige Grundwassernutzung bedroht Lebensmittelversorgung weltweit

Der Anbau international gehandelter Lebensmittel zapft immer größere Mengen an nicht-erneuerbarem Grundwasser an. Dies führt dazu, dass die Grundwasservorräte schrumpfen – die zukünftige Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Wasser gerät damit weltweit in Gefahr, warnt ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Nature”. Laut den Expertinnen und Experten des University College of London, des Senckenberg, der Alpen-Adria-Universität, der NASA and des International Institute for Applied Systems Analysis, ist die Menge an nicht-erneuerbarem Grundwasser, das zur Bewässerung genutzt wird, von 2000 bis 2010 um knapp ein Viertel angestiegen.

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Das Jahrhundert der Material-Akkumulation: 23-fache Zunahme der Material-Bestände in Gebäuden und Infrastruktur treibt den Ressourcenverbrauch an

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Instituts für Soziale Ökologie legt erstmals eine Schätzung darüber vor, wie viele natürliche Ressourcen in Gebäuden und Infrastrukturen gebunden sind. Demnach sind die globalen gesellschaftlichen Materialbestände von 1900 bis 2010 um das 23-Fache gestiegen, mit langfristigen Auswirkungen für Kreislaufschließung und Emissionen.

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Vom Luchs bis zur Lungenflechte: Wo die wilden Kerle wohnen

„Buch der Wildnis“ liefert Überblick über Österreichs letzte unberührte Naturräume

Gebäude, Straßen, Menschenmassen, Schmutz und Lärm – je hektischer unsere Welt wird, desto mehr wächst die Sehnsucht der Menschen nach ruhigen, naturbelassenen Rückzugsräumen. „Die Begriffe „Unverfälschte Natur“ oder „Wildnis“ erzeugen allerhand Bilder im Kopfkino, aber was sich dahinter konkret verbirgt, wissen wohl die wenigsten“, sagt Karin Enzenhofer vom WWF. „Wir wollen das ändern und einem besonderen Naturschatz ein Gesicht verleihen: der heimischen Wildnis. Das „Buch der Wildnis“ portraitiert 50 besonders naturnahe, kaum erschlossene Gebiete Österreichs. Leserinnen und Lesern erhalten Einblick in die Schönheit, den Wert und die Verletzlichkeit dieser einzigartigen Landschaften. Das Buch ist zum kostenfreien Download auf  www.wwf.at/wildnis erhältlich. Studie zeigt: Viel wilde Natur in den Alpen

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Effizientere Nutzung der Wiesen kann zu erhöhter Nahrungsmittelproduktion beitragen

Nutzt man Weideflächen in einer effizienteren Weise, könnte man die globale Milch- und Fleischproduktion wesentlich erhöhen bzw. Landflächen für andere Nutzungen freigeben. Eine aktuelle Studie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass etwa 40 Prozent der natürlichen Wiesenflächen weltweit das Potenzial hätten, effizienter genutzt zu werden. Damit könnten potenziell 5 Prozent mehr Milch und 4 Prozent mehr Fleisch im Vergleich zum Jahr 2000 erzeugt werden. Setzt man nicht auf Mehrproduktion, könnte man ungefähr 2,8 Millionen Quadratkilometer Grünlandfläche anderen Zwecken widmen.

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Größere Städte, weniger Äcker: Weltweit 3-4 Prozent Produktionsverlust durch Urbanisierung bis 2030

Die Fläche der Städte wächst derzeit in vielen Gegenden der Welt schneller als die städtischen Bevölkerungszahlen. 2000 lebten 2,6 Milliarden Menschen in Städten, 2030 werden dies fünf Milliarden sein. Die von Städten überbauten Flächen werden sich im selben Zeitraum verdreifachen. Diese Mega-Stadtregionen der Zukunft werden hoch produktive landwirtschaftliche Flächen verdrängen. Eine aktuelle Studie, publiziert in PNAS, zeigt mögliche Folgen auf.

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China: CO₂-Fußabdruck von wohlhabenden Haushalten erreicht europäisches Niveau

Zwischen 2007 und 2012 ist der gesamte CO2-Fußabdruck chinesischer Haushalte um 19 Prozent gestiegen, wobei 75 Prozent dieses Anstiegs auf den gewachsenen Konsum der Mittelklasse und der Reichen zurückzuführen ist. Somit haben die obersten Einkommensgruppen das Niveau der durchschnittlichen Europäer erreicht, 2/3 der Bevölkerung bleibt allerdings auf niedrigstem Niveau. Der Wandel des chinesischen Lebensstils macht nun Interventionen der Politik nötig, um die Konsequenzen für den Klimawandel in Grenzen zu halten. Eine aktuelle Publikation in Nature Climate Change zeigt die Entwicklungen auf.

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